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Puppentheater für Erwachsene kommt nach Bogel

Ein Puppentheater für Erwachsene. Ja, Sie haben richtig gelesen. Das Kikeriki Theater aus Darmstadt spielt am 04. November um 20 Uhr in der Bogeler Mehrzweckhalle. Während die Vorführungen in ihrer Comedy Hall lange Zeit im Voraus ausverkauft sind, kann man sich jetzt die besten Plätze für die Aufführung in Bogel sichern. Die Sitzreihenfolge ergibt sich aus dem Vorverkauf, wer zuerst kommt, bekommt auch die besten Plätze. Der Vorverkauf beginnt am 2. Mai im Bücherland in Nastätten (während den Geschäftszeiten) und im Versicherungsbüro Michael Dexheimer in Bogel (von 9 bis 12 Uhr). Das KIKERIKI THEATER entstand aus der Lust, dem Volk auf´s Maul zu schauen und beim Wiederkäuen kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Mit Vorliebe werden die kleinen Probleme des Lebens, die Tücken des Alltags und all die menschlichen Schwächen mal schwer-, mal leichtverdaulich dargeboten. Dabei werden die Stücke selbst geschrieben, die Ausstattung und Puppen selbst angefertigt sowie die Musik selbst komponiert. Aufgeführt wird das Stück Siegfrieds Nibelungenentzündung. Siegfrieds Nibelungenentzündung zeigt in einem mittelalterlichen Narrenspektakel das Leben und Sterben des blonden Recken Siegfried von Xanten. Als Vorlage dient das Nibelungenlied, ein Heldenepos, um 1200 n. Chr. aus verschiedenen Sagen zusammengeschrieben, aufgebläht mit Halbwahrheiten und „teutschen“ Wunschvorstellungen. Die Puppen sind respektlos aus alten Küchengeräten, Blechdosen, Fahrradteilen und allerlei Krimskrams zusammengebaut. Sie werden hellebardengleich auf langen Stöcken geführt und unterstreichen somit ironisierend den scheinheroischen Inhalt der Sage.

Fastnachtsparty 2017 in Bogel

Am Abend des Fastnachtssamstag war es wieder soweit und die mittlerweile 3. Bogeler Faschingsparty öffnete die Türen. Der Andrang in der toll geschmückten Halle war so groß, dass sogar kurz vor dem Start noch Tische nachgestellt werden mussten. Die beiden Fastnachtswichtel Denise Lehner und Marco Dietrich begrüßten die Narren und führten im Laufe des Abends humorvoll und charmant durch das Programm. Den Anfang machte die Tanzgruppe Stand Up. Als Matrosen kamen sie von ganz weit her, und nahmen das Publikum mit auf eine Reise übers Meer. Als nächstes zeigten Tim Lehner und Moritz Lenz bei einem tollen Sketch, was Alkohol so alles mit den Menschen macht. Das Eintagsfliegen nur eine Lebenserwartung von einem Tag haben, aber trotzdem alles andere als traurig sind, zeigten uns die Springer Hüpfer mit einem tollen Tanz. Was in den Bogeler Ehebetten so alles passiert zeigten uns im Anschluss bei einem lustigen Sketch Karin Menz und Simone Salzmann. Hier wurde auch unser Ortsbürgermeister Arno Diefenbach samt Gattin nicht verschont. Der nahm es mit Humor und legte sich spontan zu den Beiden ins Bett. Das Männer ganz und gar nicht taktlos sind, zeigten uns dann die Männertanzgruppe „die Taktlosen“ aus Miehlen. Bei Ihrem spektakulären Cowboytanz begeisterten sie das Publikum mit halsbrecherischen Darbietungen. Wie ein Kunde eine Dame aus dem Reisebüro an den Rand des Wahnsinns bringen kann, zeigen in einem Sketch Denise Lehner und Marco Dietrich. Für Stimmung sorgte dann der MGV Bogel, der ein buntes Repertoire aus Stimmungsliedern zum Besten gab. Natürlich darf auch ein Gardetanz bei uns nicht fehlen. Vielen Dank an die Gardetanzgruppe Sternfunken aus Kemel, die die Anfahrt nicht gescheut haben und uns mit einem tollen Gardetanz begeistert haben. Auch in diesem Jahr durften die Desperate Housewives nicht fehlen. Mit einem außergewöhnlichen Schwarzlicht Auftritt, sorgten sie in der Halle für großes Staunen. Das die Männer von der Feuerwehr nicht nur im Feuerwehreinsatz ihren Mann stehen, sondern auch auf der Bühne eine gute Figur abgeben, zeigten uns die Jungs auch in diesem Jahr wieder bei ihrer lustigen Darbietung. Bei den Männern der Klabusterbeeren war dieses Jahr eine Schraube locker, denn sie machten einen auf wilde Rocker. Mit ihrer rockigen Aufführung brachten sie den Saal zum Kochen. Beim letzten Programmpunkt nahm uns die Gruppe Schwanzus Longus bei einem Schattentheater der besonderen Art mit auf einer abenteuerlich Reise mit Abstechern in die Welt des babylonischen Boxens und Besuchen in entertainmentvollen Etablissements. Beim großen Finale versammelten sich noch einmal alle Aktiven auf der Bühne und sangen gemeinsam zum Abschluss das Bogeler Lied. Ein toller Abend ging zu Ende.

Kinderfastnacht 2017 in Bogel

Am Fastnachtsamstag war es wieder soweit und pünktlich um 14:11 Uhr startete die 10. Bogeler Kinderfastnacht. Den Anfang machte die Tanzgruppe Stand Up. Als Matrosen kamen sie von ganz weit her, und nahmen das Publikum mit auf eine Reise übers Meer. Als nächstes zeigten Tim Lehner und Moritz Lenz bei einem tollen Sketch, was Alkohol so alles mit den Menschen macht. Nun zeigten uns 6 Bogeler Mädels ihren selbst einstudierten und Tanz. Mit einem tollen Outfit und Choreographie begeisterten sie das Publikum. Das bei der nächsten Aufführung keiner mit einem blauen Auge von der Bühne ging, grenzte schon an ein Wunder. Hier zeigten uns 8 Kinder was sie gerne machen würden, wenn sie nicht auf der Bühne stehen. Danach wurde es zauberhaft. 7 Mädels entführten uns in das Reich der Eiskönigin. Der Auftritt sorgte für reichlich Gänsehaut. Dann startete die Mini-Playback-Show. Große Stars wie Micki Krause und Andreas Gabalier wurden von unseren Nachwuchsstars eindrucksvoll interpretiert. Zum Abschluss wurden die Gitarren auf der Bühne zu Rammstein zertrümmert. Eine großartige Rollschuh Darbietung mit ganz viel Akrobatik zeigten uns jetzt Lea Hardt und Frauke Gehrke. Zum Abschluss mussten auch die Erwachsenen bei Mitmachtheater noch einmal ihre Schauspielerischen Fähigkeiten unter Beweis stellen. Nach mehr als 2 Stunden Programm beendeten die Moderatoren Tom Hardt und Christopher Menz, die routiniert und witzig durch das Programm geführt haben, die Kinderfastnacht mit einem letzten 3 fachen Bogel Helau.

Bogeler Fastnacht am 25.02.2017

Nächster Schritt in Richtung Gewerbegebiet

In der ersten Gemeinderatssitzung des Jahres befassten sich Ortsbürgermeister Arno Diefenbach und die Ratsmitglieder mit den zwei Schwerpunkten Haushalt sowie mit dem Bebauungsplan Heide II. Zur Beratung und Beschlussfassung über die Haushaltssatzung und den Haushalt der Ortsgemeinde Bogel für 2017 war Patrick Menz von der Verwaltung nach Bogel gekommen, um die vielen Einzelpositionen zu erläutern. Zunächst schaute er zurück auf das Haushaltsjahr 2016: Der größte Ausgabenposten war der Ankauf eines Grundstückes im geplanten Gewerbegebiet Heide II. Zur Entwicklung des neuen Gewerbegebietes war gegenüber der Planung eine wesentlich geringere Entnahme aus der Rücklage in Höhe von 20 000 Euro notwendig. Das Jahr 2016 schloss mit einer Rücklage von rund 260 000 Euro ab. Die geplanten Erträge aus der Forstwirtschaft durch den Bucheneinschlag hatten sich witterungsbedingt nicht ergeben. Die Arbeiten werden im neuen Jahr durchgeführt und schlagen sich dann im Haushalt 2017 nieder. Die Gemeinde ist damit schuldenfrei. Eine große Investition von 170 000 Euro wird die Erweiterung des Neubaugebiets Grabensöder erfordern, weitere 30 000 Euro der Umbau im Obergeschoss des Kindergartens. Das ist der Bogeler Anteil an der Gesamtsumme von 60 000 Euro für den Kindergartenzweckverband. Der Rat beschloss den vorgestellten Haushaltsplan einstimmig. Zum zweiten großen Thema, Bebauungsplan Heide II, erläuterte Andreas Heuser vom Ingenieurbüro Karst die einzelnen Schritte bis zur Erschließung des Geländes im Dreieck zwischen der Wallmenacher Straße (L 333), dem Gelände des ehemaligen Busunternehmens NVG und der Straßenmeisterei an der B 274. Hier sollen nach Vorstellung der Gemeinde gewerbliche Flächen entstehen, die an Betriebe veräußert werden. Heuser betonte dabei, dass wegen des Natur- und Artenschutzes Prüfungen durch Biologen und Ornithologen vorgenommen werden müssen. Ein Biotop- und Nutzungstypenplan müsse erstellt werden. Dazu sei ein eigener Beschluss notwendig, der einstimmig erfolgte. Heuser ging zudem auf die notwendige Ausgleichsfläche für das Gebiet Heide II ein, für die noch eine Fläche von circa 3500 Quadratmeter als Kompensationsfläche für das Wohngebiet Grabensöder zugeschlagen werden sollte. Auch hier stimmte der Rat zu. Im weiteren Vortrag Heusers ging es um die Kommentierungen der Träger öffentlicher Belange, die aber im Wesentlichen keine Einschränkungen beinhalteten. Rhein-Zeitung vom 24.01.2017 - Norbert Schmiedel

Baugebiet ist Großvorhaben für 2017

Ortsbürgermeister Arno Diefenbach und der Gemeinderat haben in Bogel erstmalig zu einem Neujahrsempfang in die Mehrzweckhalle eingeladen. Diese Premiere haben sich „erfreulich viele“ Bürger nicht entgehen lassen wollen, wie Diefenbach in seiner Begrüßung feststellte. Diefenbach hatte viel zu berichten, viel Dank zu sagen für Geleistetes im abgelaufenen Jahr 2016, etliches in der Vorschau auf das neue Jahr 2017 zu verkünden. Der langen Liste von Veranstaltungen zufolge mit den sehr vielen Helfern, die Diefenbach benannte, dürfte es kaum noch jemand gegeben haben, der nicht in irgendeiner Weise eingebunden war. Seien es der Gemeinderat gewesen, die Ü-60-Aktiv-Gruppe, die Ortsvereine, die Feuerwehr mit ihren vielen auch überörtlichen Einsätzen während der Unwetterzeiten, die Forstverwaltung mit Revierleiterin Anne Merg, die Jagdpächter oder auch der Kirchenvorstand. „Ohne euch alle wäre unser Dorf nicht so lebenswert geblieben, wie es sich gezeigt hat.“ Ein Schwerpunkt 2016 sei, so Diefenbach weiter, die Einrichtung des Medizinischen Versorgungszentrums mit der Anbindung an das St.-Elisabeth-Krankenhaus Lahnstein gewesen, um die medizinische Versorgung der Landbevölkerung sicherzustellen. Der Haushaltsplan weise einen Überschuss von knapp 4000 Euro bei einer Rücklage von rund 280 000 Euro aus. Ebenso erfreulich sei das Zahlenwerk aus dem Forstwirtschaftsplan sowohl aus 2016 als auch in der Planung für 2017. Die Wasserversorgung auf dem Friedhof sei erneuert worden, die Ü-60-Aktiv-Gruppe habe sich in vielen Projekten engagiert. Damit war Diefenbach bei der Vorschau auf das Jahr 2017 angekommen, in dem in der Hauptsache die Erschließung des Baugebietes mit 22 Bauplätzen ansteht. Wegen der Anfragen war sogar eine Erweiterung notwendig geworden, der Bebauungsplan sei in Bearbeitung. Im Zuge der Verlegung von Kanal und Wasser im Baugebiet werde auch der Kanal von der L 333 vom Radweg bis Untere Trift neu verlegt. Im Kindergarten soll das Obergeschoss zu einem Mehrzweckraum umgebaut werden. Die Kosten hierzu belaufen sich auf circa 60 000 Euro. Anträge auf Zuschüsse seien gestellt. Im Frühjahr wird mit dem Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) die Wegebaumaßnahme Dickheck in Augenschein genommen. Die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik für rund 50 000 Euro sei zwar vorgesehen, aber terminlich nicht festgelegt. Diefenbach stellte zudem die Veranstaltungsliste für 2017 vor. Dazu wurde der Veranstaltungskalender zum Mitnehmen ausgelegt. „Alle Maßnahmen im neuen Jahr 2017 steuern auf unser Dorfjubiläum im Jahr 2018 zu: 1125-jähriges Bestehen der Gemeinde Bogel“, kündigte Diefenbach an. Dazu soll ein Organisationsteam gegründet werden. Wer mitmachen und Ideen entwickeln möchte, der möge sich beim Bürgermeister melden. Unter Führung von Raimund Krämer wird die Gemeinde eine Chronik von 1993 bis 2018 zusammenstellen. Verbandsbürgermeister Jens Güllering gratulierte der Gemeinde zur Premiere des Neujahrsempfangs und lobte das Bogeler Dorfleben. „Ich sage Ihnen jede Unterstützung zu, die Gemeinde lebenswert zu erhalten, denn Bogel ist mit seinen Planungen zukunftsorientiert.“ Das habe sich schon bei der unbürokratischen Weise der Einrichtung von DSL gezeigt. Auch die positiven Finanzen in Bogel würden für sich sprechen. Auch einige der rund 150 Flüchtlinge seien in der Ortsgemeinde untergebracht und gut integriert, auch dank vieler Ehrenämtler, die etwa Deutschunterricht erteilen würden. Rhein-Zeitung vom 14.01.2017 - Norbert Schmiedel

Planungen laufen: Bogeler Baugebiet wird erweitert

Kommenden Mai soll es losgehen: Die Ortsgemeinde Bogel will ihr Baugebiet „Grabensöder“ erweitern. 1999 waren die ersten Bauplätze erschlossen worden, jetzt kommen in einem ersten Bauabschnitt 20 weitere dazu. „Nach kleineren Erweiterungen um den Wendehammer ,Am Bahndamm ist das jetzt die erste große“, sagt Bürgermeister Arno Diefenbach. Erste Anfragen für Bauplätze gebe es bereits, ab dem Frühjahr sollen die Plätze zum Verkauf bereitstehen. Zwischen 500 und 600 Quadratmeter sind die Grundstücke groß. Der Preis liegt bei 62 Euro pro Quadratmeter. „Die Erschließung der Straße ist im Betrag für die Bauplätze enthalten“, erläutert Diefenbach. Die weitere Planung haben der Bürgermeister und sein Beigeordneter Uwe Holstein jüngst in einem Gespräch mit den Beteiligten des beauftragten Ingenieurbüros sowie der Verbandsgemeindewerke besprochen. Als Erstes soll mit den Kanalarbeiten begonnen werden. Für die Erweiterung der Straße „Grabensöder“ werden rund 200 Meter Schmutz- und Trinkwasserleitungen benötigt. Die Wasserleitungen werden im Ringschluss verlegt. „Das ist besser für die Druckverhältnisse“, erläuterte Esther Mayer von der Ingenieurgesellschaft Dr. Siekmann und Partner aus Westerburg bei dem Treffen. Zudem werde so Keimen und Ablagerungen entgegengewirkt. Das vorhandene Regenrückhaltebecken wird von 230 Kubik auf 520 Kubik Fassungsvermögen erweitert. Um die einzelnen Grundstücke anfahren zu können, wird zunächst eine asphaltierte Baustraße eingerichtet, wie Straßenplaner Patrick Acher erläuterte. Diese soll dann im Endausbau gepflastert werden. „Der Unterbau der Straße wird aber bereits jetzt fertiggemacht“, erläutert Acher. In den weichen Lehmboden soll Schotter zur Stabilisierung eingewalzt werden. Wird die Straße gepflastert, soll sie diesmal – im Gegensatz zum bestehenden Straßenteil – auch eine Wasserrinne bekommen. Denn ohne Rinne bestehe die Gefahr, dass der Sand zwischen den Pflastern ausgeschwemmt wird. Das neue Straßenstück ist etwa 250 Meter lang und wird eine Breite von sechs Metern haben. „Wenn das Müllfahrzeug durch muss, kommt ein Pkw trotzdem noch daran vorbei“, sagt Planer Patrick Acher. Wenn von der Ortsgemeinde gewünscht, könne die Straße aber an einzelnen Stellen etwa durch Bäume verengt werden. Zudem bestehe die Möglichkeit, Parkinseln oder Stellplätze zu schaffen. „Man kann da gestalterisch im Endausbau noch einiges machen“, so Acher. Allerdings empfiehlt der Planer zu warten, bis endgültig klar sei, an welcher Stelle die Hauseigentümer ihre Zufahrten einrichten. Geht es an den Endausbau der Straße, soll die Gestaltung nochmals im Gemeinderat besprochen werden. „Da gehen wir dann auch auf die Wünsche der Bürger ein“, sagt Ortsbürgermeister Arno Diefenbach. Neu geschaffen wird zudem eine Verbindung zwischen den Straßen „Am Bahndamm“ und „Grabensöder“. Dazu wird ein 50 Meter langer Fußweg angelegt. Wie viel die Arbeiten im Einzelnen kosten, stehe beim derzeitigen Stand der Planungen noch nicht fest, heißt es seitens des Westerburger Ingenieurbüros. Für Planungskosten und den Straßenbau sollen 170 000 Euro in den Bogeler Haushalt für 2017 eingestellt werden, erklärt Diefenbach. Verabschiedet wird der Haushaltsplan aber erst im Januar. Die Ausschreibung sei dann für Februar, die Vergabe über die VG-Werke und die Ortsgemeinde für Ende April geplant. Etwa sechs Monate sind für die Erweiterung des Baugebiets vorgesehen. In einem weiteren Bauabschnitt könnten im „Grabensöder“ neben den nun entstehenden noch 16 weitere Bauplätze geschaffen werden. Dafür sei auch bereits das vergrößerte Regenrückhaltebecken ausgelegt, so Esther Mayer vom Ingenieurbüro. Wann die Ortsgemeinde diesen zweiten Bauabschnitt angehen wird, sei allerdings noch unklar, so Bürgermeister Arno Diefenbach. Rhein-Zeitung vom 10.12.2016 - Cordula Sailer

Zentrum sichert medizinische Versorgung

Die hausärztliche Versorgung rund um die Ortsgemeinden Miehlen, Bogel und Dachsenhausen dürfte für die kommenden Jahre gesichert sein. Dazu soll das am Mittwoch offiziell eingeweihte Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) Mühlbachtal beitragen. Unter dem Dach des MVZ sind seit 1. Oktober drei Ärzte mit ihren Praxen vereint: Dr. Dieter Hoffmann aus Miehlen, Werner Schwehn aus Bogel und Miguel Palacios aus Dachsenhausen. Alle drei Mediziner sind nun Angestellte des Versorgungszentrums, dessen Träger das St.-Elisabeth-Krankenhaus in Lahnstein ist. Dieses Angestelltenverhältnis hat drei entscheidende Vorteile gegenüber der Selbstständigkeit, mit denen Dr. Dieter Hoffmann und seine Kollegen hoffen, junge Nachfolger für ihre Arbeit zu gewinnen: Die Verwaltungsarbeit übernimmt der Träger, genauso wie die Ausgaben für die Ausstattung, womit hohe Investitionskosten für eine eigene Praxis entfallen. Zudem macht das Angestelltenmodell auch Teilzeitlösungen möglich, was gerade für junge Mütter attraktiv ist. Das Thema Nachfolge beschäftigt die drei Ärzte schon seit geraumer Zeit. „Wir drei sind ja schon etwas älteren Datums“, erklärt der 66-jährige Hoffmann im Vorfeld der Feierstunde gegenüber unserer Zeitung. Die Initialzündung für das Projekt MVZ hatte eine Zukunftswerkstatt des Landes zur Sicherung der hausärztlichen Versorgung gegeben. Dort traf Hoffmann im vergangenen Jahr auf Pascal Scher, den Geschäftsführer des St.-Elisabeth-Krankenhauses. „Wenn man etwa 30 Jahre selbstständig war, ist das noch mal ein neuer Schritt, sich in so ein Konzept zu wagen“, wandte sich Scher bei der Einweihungsfeier am Mittwoch im Miehlener Bürgerhaus anerkennend an die drei beteiligten Ärzte. Weniger als ein Jahr habe man zur Umsetzung des Projekts gebraucht. „Das ist sportlich“, so Scher, der nun auch Geschäftsführer des MVZ Mühlbachtal ist. Die Zukunftswerkstätten, in denen sich Fachleute und Kommunalpolitiker an einem Tisch beraten, würden inzwischen an 20 Standorten in Rheinland-Pfalz durchgeführt, erklärte Staatssekretär David Langner vom Gesundheitsministerium. Das MVZ sei „hier einer der ersten großen Erfolge“. Für immer mehr weibliche Ärzte sei die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein wichtiges Thema, der Wunsch nach geregelten Arbeitszeiten bestehe. „Daher sind hier neue Wege notwendig.“ Für Miehlens Ortsbürgermeister Georg Peiter ist das MVZ „ein Glücksfall für Miehlen, Bogel, Dachsenhausen und die rund 8000 Patienten“. Das Versorgungszentrum zeige, wie eine wohnortnahe medizinische Grundversorgung erhalten werden könne. Und: „Gesundheit und eine gute medizinische Versorgung bedeuten Lebensqualität.“ Ähnlich sieht es Nastättens Verbandsgemeinde-Bürgermeister Jens Güllering: Die hausärztliche Versorgung sei ein wichtiger Standortfaktor. „Das ist das Topthema, wenn es um die Attraktivität einer ländlichen Region geht.“ Während sich Ärzte früher keine Sorgen um ihre Nachfolge gemacht hätten, „müssen wir uns heute mit diesen Fragen auseinandersetzen“. Auch Landrat Frank Puchtler betonte die Wichtigkeit der Ärzteversorgung. Während viele Standortfaktoren generationengeprägt seien, „ist die medizinische Versorgung für alle Generationen wichtig“, betont der Landrat. Er lobte das neue Versorgungszentrum als gutes Bespiel der Eigeninitiative. „Hier ist es gelungen, aus dem Diskutieren ins Handeln zu kommen. Zu guter Letzt stellte Dr. Dieter Hoffmann fest, dass eigentlich schon alles gesagt worden ist. Und zog das Schlussfazit. „Wir tun unser Bestes im MVZ, Sie können zum Essen schreiten.“ Rhein-Zeitung vom 13.10.2016 - Cordula Sailer

Markt und bunter Abend in Bogel

Bogel. Mit einem bunten Abend begann das Heimat- und Erntedankfest in Bogel. Nach dem Setzen des Kerbebaums sorgten die Ortsvereine in der Mehrzweckhalle für Abwechslung. Mit ihren Darbietungen begeisterten unter anderem der MGV Bogel, die Tanzgruppe des Sportvereins Bogel, der Frauenchor, der Chor Alegria Bogel und die Seniorengruppe des Sportvereins das Publikum. Zum Tanz spielte die Coverband Zeitlos. Am nächsten Tag ging es mit dem Markt weiter. Seit mehr als 20 Jahren gibt es den Bogeler Markt für Ein- und Handgemachtes. Der 1995 von Frauen ins Leben gerufene Markt erfreut sich immer wieder großer Beliebtheit. Er ist Anziehungspunkt über die Gemeinde Bogel hinaus. Ein Ort, um ein paar schöne Stunden mit Freunden, Bekannten und Gästen zu genießen. Vor und in der Mehrzweckhalle stellte man selbst hergestellte Waren vor. Mit circa 70 Ständen wurde eine Menge an Vielfalt von Individualität und Kreativität angeboten. Es war leicht, sich in einen angenehmen Rausch von Ästhetik hineinfallen zu lassen. Es gab viel zu sehen, und der Besucher erkannte, mit wie viel Liebe und Einsatz die handgearbeiteten Dinge hergestellt wurden. Verwöhnt wurde man auch mit einer Vielfalt an Gaumenfreuden. Ob Wein vom Biowinzer, Honig aus der Region oder von den „Küchenhexen“ angebotene Produkte fanden einen regen Absatz. Keramikarbeiten, Schmuck, herbstliche Blumengestecke und andere handwerkliche Arbeiten gab es reichlich zu entdecken. Für das leibliche Wohl sorgten unter anderem die Freiwillige Feuerwehr Bogel und ein Kuchenbüfett der Landfrauen und des Frauenchors. Der Bogeler Markt ist alle Jahre wieder ein geselliger Treffpunkt. Die vielen Besucher scheuten sich auch bei dem Regenwetter nicht, hier vorbei zu kommen und eine angenehme Zeit zu verbringen. Rhein-Zeitung vom 04.10.2016 - jaw

Bogeler verbringen schöne Tage bei ihren französischen Freunden

Die Partnerschaft zwischen den Gemeinden Bogel und Couffé im Département Loire-Atlantique in Frankreich wurde offiziell am 14. Juli 1984 im Rathaus von Couffé geschlossen. Seitdem wird sie in vielen gegenseitigen Besuchen intensiv gelebt. Vor Kurzem war eine Gruppe aus Bogel drei Tage lang in der französischen Partnergemeinde zu Besuch. Die Wiedersehensfreude war groß. Zum letzten Mal hatten sich die deutsch-französischen Freunde vor zwei Jahren bei der Feier zum 30-jährigen Bestehen gesehen. Untergebracht waren die Besucher wie immer privat. Nach dem offiziellen Empfang am 21. Juli mit Wein aus Couffé und kurzen Begrüßungsansprachen von Daniel Pageau und Rainer Truber, den beiden Vorsitzenden der Partnerschaftsvereine, widmeten sich die Bogeler ihren Gastfamilien. Am ersten Abend in der Familie gab es bei einem ausgiebigen Essen viel zu erzählen. Für den Aufenthalt hatten die Gastgeber ein tolles Programm erarbeitet. Am Freitag wurden nach der Besichtigung einer Hydraulikfirma und einem Picknick an einem kleinen Waldsee die alten Hallen der Schiffswerft in Nantes besichtigt. Heute sind in diesen Hallen Museen, Ateliers und Kunstwerkstätten untergebracht. Außerdem besuchte die Gruppe eine Werkstatt, in der überdimensionale, hydraulische Tiere gebaut werden. Letztes Jahr war es ein Feuer speiender Drache, davor ein riesiger Elefant. In diesem Jahr war es eine riesige Spinne. Zur Vorführung dieser Spinne hatten sich Tausende Zuschauer eingefunden. Eine Weinprobe rundete den Tag ab. Auf Wunsch vieler Bogeler, die noch nie in Couffé waren, hatten die Gastgeber den Besuch des Mont St. Michel und der Stadt Saint Malo organisiert. Die Führung übernahmen Sonja Dupas und Virginie Perrouin. Ohne Zeitdruck besichtigte die Gruppe den Mont St. Michel. Dieser Klosterberg liegt auf einer Landzunge im Atlantik, die durch eine Brücke mit dem Festland verbunden ist. Auch St. Malo mit seiner Altstadt und seiner Hafenanlage gefiel den Ausflüglern ausnehmend gut. Am nächsten Tag war für 18 Uhr das Abschlussessen vorgesehen. In einem kleinen Gasthaus an einem Stausee trafen sich Franzosen und Deutsche zum Abschied. Daniel Pageau und Rainer Truber bedankten sich bei Gästen und Gastgebern für die schönen Tage, die man miteinander verbringen konnte. Dann hieß es auch schon „Au revoir und auf Wiedersehen bis in zwei Jahren“. Rhein-Zeitung vom 09.08.2016

Bauernhof 4.0 begeistert Wissing

Ein Stück bäuerliche Idylle hat sich auf Hof Krugofen in Bogel durchaus erhalten: Schwalben schwirren durch den Stall, es riecht nach Dung, und die meisten ihrer Kühe können Torsten, Susanne und Max Ruppmann noch mit Namen rufen. Das aber ist nicht der Grund, warum Volker Wissing seine erste Stippvisite im Rhein-Lahn-Kreis als neuer rheinland-pfälzischer Wirtschafts- und Landwirtschaftsminister ausgerechnet hierhin führt. Ihm geht es darum, einen modernen Milchbetrieb, sozusagen den Bauernhof 4.0, mit Melk-Robotern, vollautomatischem Stall und artgerechter Tierhaltung kennenzulernen. Dass dabei der Hinweis auf die Finanzhilfe des Landes nicht fehlen darf, versteht sich ... Ihren Vorzeige-Stall haben Ruppmanns im vergangenen Jahr neu gebaut – auch und vor allem, um die Zukunftsfähigkeit des Familienbetriebs für den Sohn zu gewährleisten. Zwei Roboter melken die derzeit 133 Kühe, gefüttert wird ebenso vollautomatisch wie entmistet. Die Tiere haben durch ein ausgeklügeltes Laufsystem jederzeit die Möglichkeit, sich auch im Außengelände aufzuhalten. Und falls es so ein Rindvieh mal jucken sollte, sorgt eine automatische Kratzbürste für Erleichterung. Das Futter für die Tiere produzieren die Landwirte zusammen mit ihren zwei Auszubildenden größtenteils selbst; von 300 Hektar Fläche sind etwa 60 Hektar Grünland, daneben wird unter anderem Weizen, Raps, Mais sowie Winter- und Braugerste angebaut. Zurzeit produziert der Hof rund 9200 Liter Milch pro Kuh und Jahr. Was den viel diskutierten Milchpreis angeht, da ist Torsten Ruppmann optimistisch: „Die Milchmengen gehen schon wieder runter, dann werden die Preise auch wieder hochgehen.“ Womit er das Stichwort für den Minister liefert: Ein Zurück zur Milchquote darf es nach Meinung von Volker Wissing nicht gehen. Stattdessen wolle das Land die heimischen Milchbauern dergestalt unterstützen, dass man neue Märkte wie zum Beispiel China erschließt. Und dazu braucht es Landwirte, die neben der Liebe zum traditionellen Beruf auch marktwirtschaftliches Denken, Aufgeschlossenheit gegenüber technischen Neuerungen, das Verständnis für eine art- und umweltgerechte Tierhaltung und die Bereitschaft zur Investition, zum unternehmerischen Risiko mitbringen. Der Familienbetrieb in Bogel, übrigens als Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) organisiert, ist für den Minister quasi ein Paradebeispiel. Die rund 270 000 Euro, die die Landesregierung als Zuschuss in diesen Bauernhof 4.0 steckte, sind laut Volker Wissing gut investiert: Einerseits sei es prinzipiell wichtig, die Milchwirtschaft im Land langfristig zu unterstützen, andererseits pflegen die Bauern durch ihre Arbeit die Kulturlandschaft. Gäbe es die Landwirtschaft nicht, dann müsste diese Aufgabe vom Staat übernommen werden, was wesentlich mehr Steuergelder kosten würde als jede gezielte Förderung. Am Ende des Besuchs gibt es Kaffee und Streuselkuchen im Kuhstall. Nicht zu vergessen die vielen persönlichen Gespräche mit Volker Wissing, denn an diesem Tag sind nicht nur Landwirte und Vertreter des Maschinenrings, sondern auch Vertreter des Dienstleistungszentrums Ländlicher Raum sowie viele Vertreter der kommunalen Familie mit Landrat Frank Puchtler an der Spitze erschienen. Ein Auflauf, den die Kühe gemütlich wiederkäuend, aber durchaus neugierig verfolgen. Rhein-Zeitung vom 04.08.2016 - Michael Stoll

Zwischen Scheibenegge und Silage-Schlauch

Ein Mikrofon und eine Lautsprecherbox werden über den abgeernteten Acker am Bogeler Birkenhof getragen. Das hat seinen Grund, denn das Stoppelfeld wird an diesem Abend zum Testgelände und Veranstaltungsort. Eine Scheibenegge mit fünf Metern Arbeitsbreite steht zuerst im Blickpunkt, der Maschinenring Rhein-Lahn-Sieg hat zur Vorführung eingeladen. Ein Firmenvertreter spricht vom „Schwedenstahl“ des Herstellers Väderstad und der stabilen Bauweise der Scheibenegge. Wer das Modell sieht, glaubt es aufs Wort. Jährlich organisiert der Maschinenring solche Veranstaltungen für seine Mitglieder, erklärt Martin Schmitz, der gemeinsam mit Volker Pietzsch die Geschäftsführung innehat. Jeder kann so im Betrieb erleben, was er später ausleihen kann. Rund 180 Interessierte sind zum Birkenhof von Torsten und Beate Plies gekommen. Außer einigen Mitarbeitern von Landmaschinenfirmen und Lohnunternehmern sind dies natürlich ganz überwiegend Landwirte aus der Region. Der Abend ist hell und trocken, nachdem es tagsüber geregnet hat. Durchwachsene, aber nahezu ideale Bedingungen für eine große Maschinenvorführung – bei idealem Wetter hätten die Bauern sicherlich die Getreideernte der Veranstaltung vorgezogen. Axel Scheffen aus Hattert begrüßt die Teilnehmer, er ist der Vorsitzende des Maschinenrings, der aus einem Verein mit einer GmbH als Tochterunternehmen besteht. Sein Stellvertreter ist Torsten Ruppmann aus Bogel als Nachfolger von Klaus Ferdinand aus Dausenau. Dann geht es direkt in die Praxis: Nach der Scheibenegge zieht ein anderer schwerer Schlepper einen 5,60 Meter breiten Grubber über den Acker. Federnde Zinken sollen es ermöglichen, dass die Zugmaschine mit ein paar Pferdestärken weniger auskommt, doch es sind Traktoren der Kategorie bis 250 PS im Einsatz. Haben die Gespanne eine Spur gezogen, begutachten die Besucher das Ergebnis der Bodenbearbeitung und drehen ein paar Erdbrocken um. Die aufgebrochene Erde verströmt einen Geruch, der angenehm in die Nase steigt. Dass Gülle nicht allzu sehr riecht, soll eine andere Konstruktion garantieren: Hinter ein Jauchefass wurde eine Scheibenegge montiert. So soll die Gülle direkt in die Erde eingebracht werden, was nicht nur für Nachbarn und Spaziergänger Vorteile zeitige: „Der Geruch bedeutet für den Landwirt Verlust, weil in diesem Moment Stickstoff in die Luft geht“, erläutert Schmitz zum Hintergrund. In Bogel ist tatsächlich kaum etwas wahrzunehmen von der Gülle, abgesehen von ein paar Klecksen dort, wo der Traktor gewendet hat. Weiter geht es zur Grünland-Abteilung, es wartet eine andere Innovation. „Silieren im Schlauch“, heißt sie für Fachleute, sie eigne sich für Gras, Mais und Pressschnitzel. Vorteile seien der sofortige Luftabschluss und eine Verdichtung wie in einem gut gewalzten Fahrsilo. Was bescheiden als Schlauch firmiert, ist eine Kunststoffhülle von 2,70 Metern Durchmesser, die ein Netz mit Stahlseilen sichert. Pro laufendem Meter kann sie 3,5 Tonnen Silage fassen. Auf der Rolle lagern bis zu 120 Meter Schlauch, berichtet Schmitz. Jeder Meter Folie koste 8,20 Euro. Auch über Leihgebühren, abgerechnet nach Stunden, Hektar oder Kilometern, gibt der Maschinenring Auskunft. Zugleich ist auf Übersichtstafeln angegeben, wo die Geräte stationiert sind. Im Rhein-Lahn-Kreis sind dies zum Beispiel Bogel, Singhofen, Dausenau und Hömberg. Das Gebiet des Maschinenrings Rhein-Lahn-Sieg mit Sitz in Montabaur reicht noch viel weiter, es umfasst die Landkreise Rhein-Lahn, Westerwald, Altenkirchen und Neuwied, also fast das gesamte rechtsrheinische Rheinland-Pfalz. 450 Betriebe sind Mitglied. Noch eine Station steuern die Landwirte am Birkenhof an, Getreide zu mahlen, zu reinigen und zu konservieren ist dort das Thema. Es läuft die mobile Anlage eines Anbieters aus dem Münsterland, die alles aussortiert, was leichter oder schwerer als Korn ist. Danach bleibt Zeit zum persönlichen Austausch zwischen Berufskollegen. Rhein-Zeitung vom 25.07.2016 - Thorsten Stötzer

Sternennest-Kinder lernen viel über Brandschutz

Acht Vorschulkinder aus dem Bogeler Kindergarten Sternennest haben sich vor Kurzem mit ihrer Erzieherin Martina und Praktikantin Nadine auf den Weg in das nahe gelegene Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Bogel gemacht. Dort erwarteten sie bereits Brandmeister Fred Haxel und Brandschutzerzieherin Jessica Dexheimer. Die beiden erklärten den jungen Besuchern alles, was man über die Feuerwehr im Allgemeinen und die Feuerwehr im Besonderen wissen sollte. Zum Beispiel zeigten sie ihnen die Ausrüstung der freiwilligen Feuerwehr. Fred Haxel schlüpfte in seine Einsatzkleidung inklusive Atemschutzgerät. Das sah für die Kleinen auf den ersten Blick ein bisschen Furcht einflößend aus, war dann aber überhaupt kein Problem mehr. Sie wissen nun, dass hinter der „Verkleidung“ Menschen stecken, die ihnen im Notfall zur Hilfe eilen. Dann übten Jessica Dexheimer und Michael Dexheimer, der Bogeler Wehrführer, mit den Kindern, wie man einen Notruf absetzt. Über eine Übungstelefonanlage riefen sie die 112 an und sprachen mit einem „Disponenten“ der „Rettungsleitstelle“. Hier ging es darum, die Fragen des Disponenten so zu beantworten, dass die Rettungsleitstelle die richtigen Einsatzkräfte zur Einsatzstelle schicken kann. Aber natürlich gab es noch mehr zu erfahren an diesem kurzweiligen Vormittag. Das neue, in diesem Frühjahr ausgelieferte Löschfahrzeug der Feuerwehr Bogel interessierte die Kindergartenkinder am meisten. Sie wollten alles sehen, was sich an Material darin befindet, und natürlich wollte auch jeder mal einsteigen. Das alles wäre aber nichts gewesen, wenn nicht auch mal das Blaulicht und das Martinshorn zum Einsatz gekommen wären. Zum Schluss durfte jeder selbst ein „brennendes“ Haus löschen. Da das Pumpen an der Kübelspritze sehr anstrengend war, half Feuerwehrkamerad Markus Römer dabei. Nachdem auch das letzte „Feuer“ gelöscht war, gab es für alle eine Urkunde und ein Feuerwehrbüchlein als Geschenk. Das eine oder andere Kind wird nach diesem Tag bestimmt mal schauen, ob die Eltern Rauchmelder angebracht haben und wo sich in seiner Straße ein Hydrant befindet. Rhein-Zeitung vom 20.07.2016

In Bogel gab es viel nackte Haut

Bei der 2. Bogeler Faschingsparty machten es sich am Samstag ab 20.11 Uhr zahlreiche Bogeler und Karnevalisten aus der Umgebung in der bunt geschmückten Mehrzweckhalle mit allerlei mitgebrachten Leckereien an ihren Tischen gemütlich. Traditionell wurden die Jüngsten als erstes von Moderator Marco Dietrich auf die Bühne gerufen. Mit einem tollen afrikanischen Showtanz sorgten sie gleich für eine tolle Stimmung. Dass Kindererziehung nicht einfach ist und unseren lieben Kleinen durchaus auch mal ein nicht ganz so nettes Wort entweicht, davon wussten Simone Salzmann und Karin Menz zu berichten. Die Desperate Housewives zeigten anschließend, was sie so alles machen, wenn sie nicht gerade auf der Fastnachtsbühne stehen. Dass es dabei keine Verletzten gab, grenzt an ein Wunder. Danach wurde es tierisch. Der schönste Gockel von ganz Rheinland Pfalz war zu Gast und berichtete von seinem harten Leben auf dem kalten Mist. Zur Märchenstunde verwandelten sich die Bogeler Feuerwehrmänner in sieben lustige Zwerge, die mit Schneewittchen ihre liebe Mühe hatten. Obwohl die Party noch in vollem Gang war, rückten die Klabusterbeeren als sexy Putzteufel an und fegten durch die Halle. Beim anschließenden Striptease als Zugabe wurde den weiblichen Besuchern einiges geboten. Zum Abschluss des Programms stand mit dem Männerwasserballett der absolute Höhepunkt auf dem Programm. Einstudiert von Tina Wörbach und Susen Konzack zeigten die sieben Jungs viel nackte Haut und eine sensationelle Darbietung, die die Stimmung in der Halle zum Kochen brachte. Zum großen Finale kamen dann nochmal alle Aktiven auf die Bühne. Gerd Ruppmann stimmte das Flieger- und das Bogeler Lied an. Mit einer langen Polonaise ging es von der Bühne. Gefeiert wurde noch bis in den frühen Morgen. Rhein-Zeitung vom 10.02.2016

Viel Spaß bei der Bogeler Kinderfastnacht

Die Bogeler Kinderfastnacht fand diesmal bereits zum neunten Mal an einem Fastnachtsamstag statt. Erstmals führten nicht Erwachsene, sondern Kinder (Frauke Gehrke und Tom Hardt) durch das bunte Programm. Die Showtanzgruppe Stand Up machte mit ihrem tollen Tarzantanz den Anfang. Bei dem Sketch „Babypflege für Einsteiger“ mussten die Väter den Kopf herhalten. Im Anschluss begeisterten vier Bogeler Mädels (unser Foto) mit ihrem selbst eingeübten „Handclapskit“. Bei der anschließenden Zugabe musste beim Macarena Tanz auch das Publikum mitmachen. Nun flogen die närrischen Gäste zusammen mit den Kleinsten um die ganze Welt. Dort traf man auf Indianer, Kosaken, Chinesen und Österreicher. Nicht Bonanza, sondern Bogelanza begeisterte das Publikum dann mit ihrem Cowboy Linedance. Zum Abschluss des Programms traten noch Jungs gegen Mädchen oder Mädchen gegen Jungs bei einem tollen Rapp gegeneinander an. Rhein-Zeitung vom 10.02.2016

Feuerwehrkoch wird ausgezeichnet

Bogel. Zur Dienstversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Bogel begrüßte Wehrführer Michael Dexheimer unter anderem auch Ortsbürgermeister Arno Diefenbach und Wehrleiter Stefan Wöll. Diefenbach ging auf die aufregende Phase der Fahrzeugbeschaffung im vergangenen Jahr ein und äußerte den Wunsch, dass 2016 in Bezug auf das Thema Mittleres Löschfahrzeug Ruhe in die Mannschaft einkehrt. Er bedankte sich im Namen der Ortsgemeinde für die von der Feuerwehr geleistete Arbeit. Michael Dexheimer berichtete über insgesamt neun Einsätze im vergangenen Jahr. Dabei handelte es sich in der Mehrzahl, nämlich in acht Fällen, um Brandeinsätze, was mittlerweile eher selten vorkommt. Zu drei Brandeinsätzen kam es in Bogel, gleich zwei Mal unterstützte man die Nachbarwehr in Auel bei einem Kaminbrand und einem Kellerbrand. Dexheimer lobte die gute Zusammenarbeit mit den Kameraden aus der Verbandsgemeinde (VG) Loreley. Auch in der VG Nastätten wurde die Einheit Bogel zweimal in Nachbarorte alarmiert: Bei einem in Lautert war die gesamte Einheit zur Stelle, und die Bogeler Atemschutzgeräteträger unterstützten die Bekämpfung eines Dachstuhlbrands in Oelsberg. Die einzige Hilfeleistung bestand in einer Personensuche im Bereich des Bogeler Campingplatzes. Der Übungsdienst war im abgelaufenen Jahr von der Schulung der Wehrleute auf dem neuen Einsatzfahrzeug geprägt. So kamen zu 15 regulären Übungen noch sechs Sonderübungen und zwei Besuche der Atemschutzübungsstrecke hinzu. Die Beteiligung der Kameraden an den Übungen war erfreulich hoch. Die beste Übungsbeteiligung zeigte im vergangenen Jahr Markus Römer. Neben dem Übungs- und Einsatzdienst galt es noch zahlreiche andere Termine zu bewältigen. So besuchten die Bogeler Wehrleute Seminare und Vorträge. Auch der Verbandsgemeindefeuerwehrtag und andere Veranstaltungen standen an. Jugendwart Christian Rammersbach zeichnete ein positives Bild von der Entwicklung der Jugendfeuerwehr. In Kürze werden Jugendliche in die Einsatzabteilung eintreten. Rammersbach berichtete außerdem von einem gelungenen Zeltlager in Miehlen und dem Jugendfeuerwehrtag der VG anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr Bogel. Die Altersabteilung ist aktuell ohne Führung. In diesem Jahr will man sich mit den Kameraden treffen, um über ihren Fortbestand zu sprechen. Für den Alterskameraden Gerhard Schupp hatte Wehrleiter Dexheimer eine Überraschung parat: Im Namen des Kreisfeuerwehrverbandes Rhein-Lahn überreichte er ihm die Ehrenspange des Verbandes für Verdienste um das Feuerwehrwesen. Schupp war 43 Jahre aktiver Wehrmann und viele Jahre Kassierer des Fördervereines. Nach seiner Dienstzeit unterstützte er Veranstaltungen der Alterskameraden, installierte die Elektrik am Anbau des Feuerwehrgerätehauses und ist noch heute als Feuerwehrkoch für das leibliche Wohl zuständig. Wehrleiter Wöll bescheinigte, dass die Freiwillige Feuerwehr Bogel mit 34 Aktiven eine starke Ausrückebereichswehr innerhalb der VG Nastätten ist. Die Stationierung eines Tragkraftspritzenfahrzeugs in Ruppertshofen würde den Ausrückebereich Bogel stärken, so Wöll, der auch auf das Thema Mittleres Löschfahrzeug einging. Aber er blickte auch in die Zukunft. Das Mannschaftstransportfahrzeug stehe für 2017 zur Ersatzbeschaffung im Plan. Wöll bedankte sich für die Arbeit der Kameraden, insbesondere für die Ausrichtung des gelungenen Feuerwehrtages der Verbandsgemeinde. Rhein-Zeitung vom 05.01.2016

In Bogel geht Unglaubliches vor

Bogel. Die Theatergruppe Kunterbunt übt derzeit an ihrem neuen Bühnenstück mit dem Titel: „Das glaubt uns keiner“. Es ist ein Wintermärchen von Antje König. Und was bei den Proben schon zu sehen war, war wirklich unglaublich. Die Menschenkinder Bine und Lotta gehen noch einmal kurz vor Einbruch der Dunkelheit in den Wald zum Spielen. Sie verlaufen sich und finden sich an einem unbekannten Ort wieder, an dem sie aber nicht alleine sind. Hexen und Minihexen, Trolle und Tannenzapfen tummeln sich im Wald. Lotta wird von Hexen mitgenommen, und Bine hat eine Begegnung mit Trollen, die ihr schließlich helfen wollen, Lotta wiederzufinden. Und da ist auch dieser von Hexen verzauberte Schneehase, der sich mit den mutigen Tannenzapfen auf den Weg macht, um auch bei den Trollen Hilfe zu finden. Der Schneehase sollte nämlich als Braten im Kochtopf der Hexen landen, konnte aber entwischen. Die Trolle aber wollen noch etwas anderes von den Hexen: Pitte Troll (Pia Harlos) hatte Potte Troll (Anja Haibach) versehentlich ein Schweineschwänzchen angezaubert anstelle eines Sonnenscheines. Um den Zauber zu brechen, müsste nun Pitte Troll so nahe an die Hexe Zippe (Sonja Ostmann) herankommen, dass er sie küssen könnte. Das aber gefällt der Hexe gar nicht, sie wehrt Pitte Troll ab. Was nun?, ist die Frage. Wie kann der Zauber gelöst werden? Und vor allem: Wo ist Lotta? Das wird sich im Bühnenspiel erweisen, aber „das glaubt uns keiner“, meinen die Darsteller, – oder doch? Es wird richtig spannend auf der Bühne der Bogeler Mehrzweckhalle, wo das Stück aufgeführt wird. Die tollen Kostüme sind wie immer selbst entworfen und geschneidert. Für den Bühnenbau mit dem fantasievollen Bühnenbild sind in bewährter Weise wieder Stefan Haibach und Sascha Pfaffenberger zuständig, Licht und Ton werden von Andy und Mirko Klotz sowie Heinz Kloos gesteuert. Rhein-Zeitung vom 03.11.2015 - Norbert Schmiedel

Bunter Abend bietet Raum für Geselligkeit

Bogel. Um Punkt 19 Uhr stand der mit bunten Bändern geschmückte Kerbebaum in der Senkrechten und verkündete den Beginn des Bogeler Heimat- und Erntedankfestes mit dem Markt für Ein- und Handgemachtes. Den Baum aufzustellen, war Sache der Freiwilligen Feuerwehr, der Markt lag in den Händen des Verkehrs- und Verschönerungsvereins (VVV), der auch zum Bunten Abend im Anschluss an das Baumstellen eingeladen hatte. Dort bot sich ein schönes buntes Bild mit Bühnenvorstellungen und Liedbeiträgen der drei Bogeler Chöre. Und über allem schwebte die Erntekrone, die die Senioren des VVV aus Stroh gebunden hatten. Ortsbürgermeister Arno Diefenbach führte selbst durch das Programm, in das das NHS-Sextett mit Stimmungsliedern und Schlagern startete und so direkt zum Beginn für Gemütlichkeit sorgte. Denn gemütliches Beisammensein, sich unterhalten und dabei genüsslich die Angebote von Küche und Ausschank annehmen, das war der Sinn des Bunten Abends, und der wurde vollends erfüllt. Arno Diefenbach lud die Besucher ausdrücklich zum Markttreiben am Sonntag ein, der in diesem Jahr „äußerst rekordverdächtig“ sei, wie die Anmeldungen der Standbetreiber zeigten. Zuerst aber werde ein Erntedankgottesdienst abgehalten, den die Kolpingkapelle Kamp-Bornhofen und Kinder des Sternennestes mitgestalten, bevor zum Frühschoppen geblasen werde. Der Ortschef informierte über einige Maßnahmen im Ort, wie die Erweiterung des Neubaugebietes und geschwindigkeitsbeschränkende Maßnahmen an der B 274 Richtung St. Goarshausen. Zur Aufnahme von Flüchtlingen sagte er, es würden zu den bisher 20 bis Jahresende noch einige mehr hinzukommen. Dann hatten die Kinder das Sagen. Mit ihrer flotten Tanzgruppe unter Leitung von Denise Lehnert und Larissa Bilo entführten die Kinder ihr Publikum mit einem Ausschnitt aus dem Musical „Tarzan“ in den Dschungel. Großer Beifall für diese gelungene Show war der verdiente Lohn. Das NHS-Sextett füllte den Saal mit weiteren Liedern, die mit der schönen Stimme von Christine Hißnauer eine neue Klangfarbe in Ergänzung der Männerstimmen erhielten. Die Gemeinde Bogel beherbergt drei Chöre, die sich natürlich am Bunten Abend beteiligten. Der Frauenchor unter Leitung von Margit Luckenbach hatte den Vortritt. Dazu wurde eigens ein Klavier unter der Erntekrone platziert. Nach dem NHS-Sextett besangen die Männer des MGV Liederkranz Bogel unter Leitung von Irina Kotykova die Freude, süßen Wein zu trinken, fühlten mit „Griechischer Wein“ die Sehnsucht der Gastarbeiter nach der Heimat und bewiesen mit den Shanty „Santiano“, dass sie auch seetüchtig sind. Ursula Herrmann begleitete die „Seemänner“ stilgerecht auf ihrem Akkordeon. Dass der Chor Alegria als Projektchor gegründet worden war, musste Arno Diefenbach nicht extra erläutern, er kündigte ihn einfach an. Irina Kotykova entlockte diesem gemischten Chor zum Beispiel das wunderschöne „Halleluja“, um die Sängerinnen und Sänger dann im Takt von „Lord of the dance“ tanzen zu lassen. Das war schön, das war fröhlich und sehr unterhaltsam zugleich. Überhaupt boten das NHS-Sextett und die drei Chöre nach der Bühnenshow der Kindertanzgruppe mit „Tarzan“ eine sehr harmonische Unterhaltung mit Liedern unterschiedlicher Stilrichtungen und Epochen, bei denen sich das Publikum sichtlich wohlfühlte. Den Abschluss des Programms machte die Seniorentanzgruppe unter Leitung von Andrea Maus mit einem Bewegungsreigen auf der Bühne, was nicht weniger gefiel als die bis dahin gezeigten Vorträge. Der Beifall war der Beweis. Wie Arno Diefenbach meinte, war es auch nicht Sinn des Bunten Abends, ein großes Unterhaltungsprogramm aufzustellen. Es ging ihm und den Ortsvereinen darum, Bogeler Bürger zusammenzubringen, damit „man sich mal wieder trifft, miteinander redet und auf gegenseitiges Wohlergehen anstößt“. Dieser Anspruch wurde vollends erfüllt. Rhein-Zeitung vom 05.10.2015 - Norbert Schmiedel

Markt bietet nur Selbstgemachtes

Bogel. Er ist bereits zu einer guten Tradition geworden: der Bogeler Markt. Auch in diesem Jahr kommen die Freunde von Ein- und Handgemachtem auf ihre Kosten Los geht es am Samstag, 3. Oktober, um 11 Uhr. Was mit einer Idee von vier Frauen als einmalige Sache gedacht war, entpuppte sich als Marktlücke. Inzwischen sind es mehr als 70 Stände, die in und vor der Mehrzweckhalle ihre selbst hergestellten Waren anbieten. Individualität und Kreativität sind zwei wichtige Bestandteile, die zum Erfolg dieses besonderen Marktes geführt haben. Fabrikware findet keinen Platz. Es ist handwerkliches und künstlerisches Können gefragt. Gaumenfreuden wie hausgemachtes Brot, Wurst, Brotaufstriche, Gelees, Liköre, Weine, Gurken und, und, und sind ein ganz besonderes Geschmackserlebnis. Aber auch Dekoratives und Nützliches können die Gäste entdecken. Dazu gehört jede Art von Kunsthandwerk ob Keramikarbeiten, Schmuck, Glückwunschkarten, herbstliche Blumengestecke, kreative Holzarbeiten – geschnitzt oder gedrechselt – und alle Arten von Handarbeiten. Darüber hinaus ist der Markt inzwischen ein Treffpunkt, um Freunde und Bekannte zu treffen. Aber auch Kinder sollen ihren Spaß haben. Daher gibt es wieder einen Kinderflohmarkt. Den ganzen Tag wird zudem Kinderschminken angeboten. Ebenso ist das Spielzelt dabei, wo verschiedene Spiele angeboten werden. Der Erlös kommt dem Kinderhospiz Bärenherz in Wiesbaden zugute. Für das leibliche Wohl sorgen die Bogeler Vereine. Für das Kuchenbüfett sind die Landfrauen und der Frauenchor verantwortlich. Die Jugendfeuerwehr regelt den Verkehr an den Parkplätzen. Wer immer noch nicht genug Marktflair genossen hat, kann ab 18 Uhr im Außenzelt des MGV den Markttag beim kölschen Abend ausklingen lassen. Rhein-Zeitung vom 23.09.2015

Nachwuchs beweist großen Zusammenhalt

Bogel. Die Nachwuchsarbeit liegt in der Verantwortung der einzelnen Einheiten der Jugendfeuerwehren. Entsprechend des Alters der Mitglieder von 10 bis 16 Jahren erfolgt die fachliche Ausbildung, aber auch eine persönliche Erziehung zu Teamgeist, gegenseitigem Vertrauen und Verlässlichkeit. Alle Jugendfeuerwehren kommen zu gemeinsamen Übungen und Leistungsschauen, wie auch zu geselligen Ereignissen wie Zeltlagern und Schwimmwettbewerben zusammen. Der Jugendfeuerwehrtag einer Verbandsgemeinde ist ein Höhepunkt, bei dem möglichst alle Jugendfeuerwehren vereint sind, um ihren Ausbildungsstand und ihre soziale Kompetenz vergleichen zu können. So war das jetzt in Bogel beim Jugendfeuerwehrtag der Verbandsgemeinde Nastätten. Der Begriff soziale Kompetenz war auch für die Zehnjährigen nicht zu hoch angesetzt, denn sie hatten sich in bester Weise in das Gesamtgefüge Jugendfeuerwehr in gegenseitiger Anerkennung und Rücksichtnahme eingearbeitet. Angeleitet werden die Kinder und Jugendlichen durch versierte Feuerwehrfachleute, den Jugendwarten nämlich, mit Spaß an der Erziehung und Ausbildung ihrer Schützlinge. Angegliedert sind die Jugendabteilungen den Einsatzabteilungen ihrer Standorte. Der Gastgeber Bogel unterhält eine Jugendfeuerwehr mit zwölf männlichen und zwei weiblichen Mitgliedern. Aus der Einsatzabteilung sind bisher neun Jugendwarte hervorgegangen, die im Laufe von 40 Jahren – so lange gibt es die Jugendfeuerwehr in Bogel bereits – unzählige Kinder und Jugendliche ausgebildet und umsorgt haben. Viele sind dann mit dem Alter von 16 Jahren in die Einsatzabteilung übernommen worden. Die Einsatzabteilung der Bogeler Wehr zum Beispiel besteht aktuell aus 34 Aktiven, 24 davon kamen aus der eigenen Jugendfeuerwehr. Ähnliche Erfolge können andere Standorte verzeichnen. Außer dem Gastgeber hatten acht Jugendfeuerwehren die Einladung zum Jugendfeuerwehrtag angenommen, von denen drei auf einen Jahrzehnte langen Bestand zurück blicken, nämlich Obertiefenbach und Miehlen auf 20 Jahre, Nastätten auf zehn Jahre. Das waren Anlässe für Bürgermeister Jens Güllering, Kreisjugendwart Gerd Werner, Verbandsgemeindewehrleiter Stefan Wöll, Verbandsgemeindejugendwart Jörg von der Heydt und den Bogeler Wehrführer Michael Dexheimer mit Jugendwart Christian Rammersbach auf den „sehr bedeutenden“ Wert der Jugendfeuerwehren einzugehen. Ortsbürgermeister Arno Diefenbach zeigte sich besonders stolz auf „meine Jugendfeuerwehr, die unsere Gemeinde regelmäßig etwa bei Veranstaltungen in und um die Mehrzweckhalle bei der Einweisung auf die Parkflächen unterstützt“. Den vier Jubilaren hatte Jens Güllering Urkunden und Geldspenden der Sparkassenversicherung, im Feuerwehrjargon Löschpapier genannt, zur Unterstützung der Ausbildung ausgehändigt. Stefan Wöll gratulierte den vier Einheiten mit der Überreichung von Einsatzhandschuhen. Es gab aber noch mehr Urkunden und einen Wanderpokal zu erringen. Dazu mussten die Jugendfeuerwehren die von der Bogeler Einheit vorbereitete Dorfrallye absolvieren. An mehreren Station im Ort galt es, Geschicklichkeit im Umgang mit technischem Gerät zu beweisen, Fragen zur Feuerwehrtechnik und natürlich zu Bogel zu beantworten. Der begehrte Wanderpokal ging zum zweiten Mal in Folge an die Jugendfeuerwehr Obertiefenbach. Beim dritten Mal dürfen sie ihn behalten. Ein Einzelfoto zur Siegerehrung gefällig? „Nein, das wollen wir nicht“, lautet die Antwort. „Wir halten zusammen, haben zusammen unsere Aufgaben erledigt, wir üben und feiern zusammen, dann wollen wir auch alle zusammen auf ein großes Foto.“ Rhein-Zeitung vom 15.09.2015 - Norbert Schmiedel

Neues Fahrzeug weist noch Mängel auf

Bogel. Wendig ist das neue Mittlere Löschfahrzeug (MLF) der Bogeler Feuerwehr. Das erste Auto dieses Typs in der Verbandsgemeinde Nastätten „lässt sich fahren wie ein Pkw“, berichtet Wehrführer Michael Dexheimer. Der größte Vorzug sei jedoch, dass zwei der sechs Feuerwehrleute, die mitgenommen werden können, sich bereits während der Fahrt mit Atemschutzgeräten ausrüsten können. Es wurden noch weitere Pluspunkte bei der Übergabefeier genannt wie der leistungsstarke 170-PS-Motor, der Lichtmast, die moderne Pumpe oder die Tatsache, dass nun 1000 Liter Wasser mitgeführt werden statt vorher 600 Liter beim alten Löschgruppenfahrzeug (LF 8/6). Die evangelische Pfarrerin Nicole Wiehler hielt eine Andacht und erbat Gottes Segen für Mannschaft und Auto. Zugleich sprachen die Verantwortlichen von manchem Ärger, den es bis heute mit der Neuanschaffung gibt. Das MLF sei „immer noch mit ein paar Mängeln“ behaftet, räumt Verbandsbürgermeister Jens Güllering (CDU) ein. Das Fahrzeug sei einsatzbereit, müsse aber zu einem Werkstermin zurück nach Ulm. Wehrführer Dexheimer verglich den Tag mit dem geselligen Bäumchenstellen nach einer langen und schmerzhaften Schwangerschaft sowie einer komplizierten Zangengeburt. Der Beschaffungsprozess hat den Beteiligten einiges abverlangt, das wird bei den Ansprachen deutlich. „Wir haben das Angebot von Anfang an nicht als optimal angesehen“, sagt Dexheimer. Die Mängelliste umfasse 13 Punkte wie ein defektes Ladegerät oder Probleme mit Belüftung und Unterbodenschutz. „Der Preis war leider bei der Gewichtung das wichtigste Maß“, so der Wehrführer. Mit 140 000 Euro hat das MLF letztlich 29 000 Euro weniger gekostet als im Haushalt veranschlagt. Für 4000 Euro hat der Förderverein der Bogeler Feuerwehr beispielsweise den Kauf einer Rückfahrkamera ermöglicht. 50 000 Euro Zuschuss gewährte das Land, berichtet Güllering, der die Anschaffung dennoch als „teilweise sehr turbulent“ erlebt hat. „Es liegt eine aufregende Zeit hinter uns“, bestätigt Bogels Ortsbürgermeister Arno Diefenbach. Doch nun soll der Blick nach vorn gehen. In diesem Sinn hob Kreisfeuerwehrinspekteur Gerd Grabitzke die Bedeutung der Mannschaft hervor, ohne deren Einsatz alle Technik wenig wert sei. Beim MLF handele es sich um „ein Fahrzeug der neuen Generation“. „Wir werden unseren Teil dafür tun, das Beste daraus zu machen“, verspricht Michael Dexheimer. Bei seinem Dank würdigte er besonders Wehrleiter Stefan Wöll (Oberbachheim). Wöll setzt darauf, dass es dank des MLF zu einsatztaktischen Verbesserungen kommt im Bogeler Ausrückebereich. Der neue Fahrzeugtyp wird laut Bedarfsplanung in Zukunft noch häufiger in der Verbandsgemeinde angeschafft. Das alte LF 8/6 der Bogeler Einheit aus dem Baujahr 1992 wird übrigens zum Verkauf angeboten. Aufgrund des guten Zustandes war der Austausch um zwei Jahre verschoben worden. Rhein-Zeitung vom 25.08.2015 - Thorsten Stötzer

Rückblick der Waldwanderung am 17. Mai 2015

Am Sonntag, 17.05.2015 trafen sich bei herrlichem Wetter ca. 60 Personen, vor allem junge Familien mit Kindern, an der Streuobstwiese zur diesjährigen Waldwanderung, die unsere Revierförsterin Anne Merg in gewohnter Weise leitete. Anne Merg informierte die interessierten Teilnehmer bezüglich der Naturverjüngung, Wildverbiss und vor allem über naturnaher Waldbewirtschaftung. Hierbei haben unsere jüngsten Bürger von Bogel sehr gespannt zugehört. Unterwegs wurde noch eine Trinkpause eingelegt. Zum Abschluss wurden den Wanderern im Feuerwehrgerätehaus, von fleißigen Helfern des Verkehrs- und Verschönerungsvereines, Steaks, Bratwürste und Getränke angeboten. Vielen Dank, Anne Merg, für die sehr gut geleitete Waldwanderung. Arno Diefenbach Ortsbürgermeister

Vorschulkindern ein beruhigendes Gefühl vermittelt

Bogel. Für die Vorschulkinder des Kindergartens Sternennest Bogel wird es immer zur Sommerzeit besonders aufregend. Viele spannende Erkundungen stehen auf dem Programm. So ist auch der Besuch bei der Freiwilligen Feuerwehr Bogel immer fest im Terminplan eingeplant. In diesem Jahr machten sich elf Kinder auf den Weg vom Kindergarten zum Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Bogel. Dort trafen sie auf die Feuerwehrkameraden Jessica Dexheimer und Fred Haxel. Und so wird aus elf und zwei die Nummer 112, die europäische Notrufnummer. Die war nämlich ein wichtiger Bestandteil des Wissens, das die Feuerwehrleute den Kindern vermittelten. Aber auch was sonst noch alles bei einem Brand passiert, wenn die Feuerwehr kommt, wurde kindgerecht erklärt. So war es für die Kinder ein beruhigendes Gefühl zu wissen: Wenn es mal brennt, dann kommt die Feuerwehr. Woher bekommen die Feuerwehrleute eigentlich das Wasser zum Löschen? Neben vielen anderen Ideen wussten die Kids aber auch, dass dafür die Hydranten da sind. Wie man diese anhand der Hydrantenschilder finden kann, zeigte Jessica Dexheimer. Anschließend durften die Kinder Fred Haxel beim Anschließen des Standrohres helfen. Dann konnten die Kinder selbst Löschversuche vornehmen. Dabei durften sie auch nass werden. Anschließend fuhren die Kinder mit dem Feuerwehrauto einmal durch den Ort. Zum Schluss erhielten die Kinder eine Urkunde, auf der sie alle mit ihrer Unterschrift versprochen haben, nie mit dem Feuer zu spielen. Zum Abschied wurde dann noch ein Erinnerungsfoto gemacht, bei dem die Kinder auch Einsatzkleidung tragen durften. Rhein-Zeitung vom 06.08.2015

Sternennest wird beim Jubiläum zur Zirkusmanege

Bogel. 40 Jahre Kindergartenzweckverband, dieser runde Geburtstag verbindet die Gemeinden Bogel, Kasdorf, Ruppertshofen und Endlichhofen. In der Einrichtung verbringen Jungen und Mädchen die ersten Jahre ihrer Kindheit. Einen Kindergarten gab es in Bogel aber schon viel früher. Der wurde nämlich Anfang Mai 1934 im damaligen Rathaus in der Ortsstraße eingerichtet, musste aber nach dem Zweiten Weltkrieg aus finanziellen Gründen eingestellt werden. Im Juni 1971 beschloss der Gemeinderat Bogels den Abbruch des alten Schulgebäudes. Nun war ein Baugrundstück vorhanden, das die Gemeinde dem Kindergartenzweckverband kostenlos zur Verfügung stellte. Danach folgten in den drei anderen beteiligten Gemeinden die Ratsbeschlüsse zum Kindergartenbau. Aufgrund des Kindergartengesetzes von Rheinland-Pfalz vom 15. Juli 1970 und des Bestands- und Bedarfsermittlungsplanes des Rhein-Lahn-Kreises ist für die Gemeinden Bogel, Ruppertshofen, Kasdorf und Endlichhofen die Errichtung eines Kindergartens vorgesehen. Die Ortsgemeinden waren sich einig, in Bogel einen Kindergarten zu bauen und auch einem noch zu bildenden Zweckverband beizutreten. Die Gründungsbürgermeister waren Kurt Horbach (Bogel), Edmund Saueressig (Ruppertshofen), Karl Clos (Endlichhofen) und Herbert Dümmler (Kasdorf). Das ist mit vielen anderen Details nachzulesen in der Festschrift „50 Jahre Kindergarten Bogel – 10 Jahre Kindergartenzweckverband Bogel“ vom 23. Juni 1985. Die vier Ortsgemeinden sind bis heute unverändert Träger des kommunalen Kindergartens Sternennest, in dem heute 54 Kinder von sieben Erzieherinnen und aktuell ein Praktikantin betreut werden. Als der Kindergarten am 2. Juni 1975 seine Tore öffnete, waren es acht Kinder, nach wenigen Wochen war die Kapazität mit 48 Kindern bereits ausgelastet. Gesetzesänderungen machten die Aufnahme von Kindern unter drei Jahren, und seit zwei Jahren auch von Kindern unter zwei Jahren notwendig. Ortsbürgermeister Arno Diefenbach fasste sich kurz mit seinem Rückblick, der auch etliche Umbaumaßnahmen im Fokus hatte. Mit Blick in die Zukunft erwähnte er die Erneuerung der Fenster im ersten Obergeschoss sowie Veränderungen der Personaltoilette und der Wickelstation. Auch Gisela Bertram nahm dem großen Programm, das die Eltern, der Festausschuss und die Erzieherinnen vorbereitet hatten, nicht viel Zeit, als sie die besten Grüße und Zukunftswünsche der Kreisverwaltung überbrachte. Dazu schenkte sie den Kindern einen großen Lkw-Kipper, dessen Ladefläche Verbandsgemeindebürgermeister Jens Güllering mit weiteren Spielen füllte. Kinderbücher gab es vom Festausschuss, der eine Bücherwunschliste ausgelegt hatte, auf der sich Spender etwas aussuchen konnten. 40 Jahre war auch eine Zahl, die die Leiterin des Sternennestes Ulrike Häffele persönlich betraf. Das eine Jahr Praktikum mitgerechnet, ist sie bereits 40 Jahre als Erzieherin tätig. Ihre Kolleginnen überreichten ihr die Zahl 40 in Form von selbst gebackenen Donuts zu einem selbst getexteten Lied über eben diese 40 Jahre. Das Fest hatte mit einem Zeltgottesdienst auf dem gesperrten Straßenabschnitt vor dem Kindergarten begonnen. Pfarrerin Nicole Wiehler bezog beim Gesang die Kinder mit ein, die anschließend ihren Eltern, Großeltern und Angehörigen eine große Zirkusvorstellung boten. Löwen und Tiger sprangen durch Feuerreifen. Zauberer ließen Arno Diefenbach und Jens Güllering durch ein DIN-A-Blatt schlüpfen und Papiertütchen wie Ballons aufsteigen und Seerosen aus Papier aufblühen. Seiltänzerinnen balancierten mit Sonnenschirmchen, Limbotänzer bewegten sich zur Musik von Odelia Lazar unter der Querstange. Andere Artisten boten eine Jonglage auf Pferderücken, Eisen stemmende Kraftprotze sprengten sogar dicke Ketten, ganz Mutige liefen über glühende Kohlen, Glasscherben oder Nagelbretter. Im Haus gab es Kaffee und Kuchen, dort wurden die Tombolapreise ausgegeben und ein Marionettentheater zeigte die Geschichte von Petterson und Findus. Draußen wurde gegrillt. Wer hoch hinaus wollte, konnte unter Seilsicherung der Aueler Pfadfinder den großen Baum im Garten erklimmen. Ganz starkes Interesse zog die Werkstatt auf sich, bei der jedes Kind ein Igelhäuschen zusammenschrauben konnte zum Mitnehmen. Der Kunstschreiner Mario Näther aus Endlichhofen hatte mit Hilfe des Elternausschusses Bretter passend für 80 dieser Igelunterkünfte zugeschnitten. Kinderschminken fehlte auch nicht, und vor der Tür war inzwischen die große Hüpfburg aufgeblasen. Eins wurde nicht erwähnt, gehört aber zum Sternennest wie die Sterne: Der Barfußpfad auf dem Weg zur Waldhütte bei den Sieben Bergen im Bogeler Wald. Einmal in der Woche ist nämlich Waldtag, damit die Kinder den Wald und die Natur nicht nur kennen lernen, was die Erziehrinnen als „hoch wichtig“ einstufen, sondern unter ihren Füßen spüren. Bleibt zu wünschen, dass der Kindergartenzweckverband auch für die nächsten 40 Jahre die Notwendigkeiten im Kindergarten erkennt und sich für Verbesserungen einsetzt. Rhein-Zeitung vom 14.07.2015 - Norbert Schmiedel

Förderverein will kräftig zugunsten der Wehr investieren

Bogel. In der Jahreshauptversammlung des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Bogel wurden die Weichen für die Zukunft gestellt. Wegen krankheitsbedingter Abwesenheit des Vorsitzenden Frank Blum leitete die Sitzung der Zweite Vorsitzende Fred Abeln. Vor den beherrschenden Tagesordnungspunkten Beschaffungen und Vorstandswahlen wurden Berichte des Vorsitzenden, des Wehrführers, des Jugendwartes und des Kassenführers vorgetragen. Wehrführer Michael Dexheimer präsentierte den Jahresbericht 2014 aus Sicht des Vereines sowie der Einsatzabteilung. So waren im vergangenen Jahr zwölf Veranstaltungen, 20 Übungen und drei Einsätze zu bewältigen. Für die Einsatzabteilung war es ein Marathonjahr. Christian Rammersbach berichtete von der umfangreichen Arbeit der Jugendfeuerwehr, dabei hob er das gelungene Zeltlager in Holzhausen hervor. Patrick Menz gab einen erfreulichen Kassenbericht ab und legte damit den Grundstein für die anstehenden Beratungen über die Anschaffungen im Jahr 2015. Sehr lobende Worte fand Thomas Guckenbiehl für den Kassenführer, er bescheinigte Menz eine einwandfreie Kassenführung und beantragte Entlastung des Vorstandes, welche auch von der Versammlung einstimmig erteilt wurde. In den nächsten Punkten wurden dann die Beschaffungen besprochen. Aufgrund der sehr guten Kassenlage investiert der Verein kräftig und gibt rund 7500 Euro für die Ausrüstung der Feuerwehr aus. Darunter befindet sich als größter Posten die Zusatzausstattung für das neue Löschfahrzeug, welches im Sommer geliefert werden soll. Aber auch weitere Adalit-Lampen für den Mannschaftstransportwagen, Euro-Blitzer für die Verkehrswarnung, ein neuer Fotoapparat und die notwendige Reparatur der vereinseigenen Fritteuse stehen auf dem Plan. Zum Abschluss wies Rammersbach noch auf Veranstaltungen hin: Sonntag, 31. Mai: Geschicklichkeitsfahren des Kreisfeuerwehrverbandes Rhein-Lahn in Bogel, Samstag, 12. September: VG-Jugendfeuerwehrtag in Bogel, Sonntag, 13. September: VG-Feuerwehrtag in Bogel, Samstag, 3. Oktober: Bogeler Markt. Rhein-Zeitung vom 19.05.2015

Bogeler Wehrleute üben in Frankreich

Bogel/Westhouse. Seit nunmehr 25 Jahren pflegen die Freiwilligen Feuerwehren aus Westhouse (Elsass) und Bogel eine Freundschaft. Bei vielen Treffen hat man sich bereits gegenseitig über die Arbeit der Feuerwehren ausgetauscht. Nun sollte auch mal praktisch zusammen geübt werden, und so reisten die Bogeler ins Elsass. Als die Kameraden aus Bogel am Samstagnachmittag anreisten, begann direkt das Programm, und es wurde der Stützpunkt der Feuerwehren dieser Region im benachbarten Benfeld besucht. Die Bogeler konnten viel über die Abwicklung eines Einsatzes in Frankreich erfahren. So tragen sich die Kameraden für Dienstzeiten verbindlich ein, an denen sie vor Ort einsatzbereit zur Verfügung stehen. So besteht eine Einsatzsicherheit, und es werden nur so viele Personen gerufen, wie auch voraussichtlich gebraucht werden. Aber auch bei der technischen Ausstattung gab es einige Unterschiede zu entdecken. Zur Überraschung der Gäste gibt es keine Drehleiter, diese muss von einem anderen Stützpunkt alarmiert werden. Jedoch stand ein Rettungswagen in der Wache, welcher von Feuerwehrkameraden besetzt wird. Nach der Besichtigung wurden die Bogeler zu einem Empfang im Feuerwehrgerätehaus von Westhouse eingeladen. Die Gastgeber hatten Flammkuchen gebacken. So tauschte man sich den Abend über aus, und nach einer recht kurzen Nacht ging es am nächsten Morgen auf zu einer Gemeinschaftsübung. Als Übungsobjekt wurde der örtliche Bauhof angenommen, wo es zu einem Brand in der Werkshalle gekommen war. Zuerst zeigten die französischen Kameraden ihren Einsatzablauf, wobei die deutschen Feuerwehrleute einige Unterschiede bemerkten. Nachdem das Fahrzeug mit vier Personen Besatzung am Einsatzort die Atemschutzgeräteträger abgesetzt hatte, fuhr es von der Einsatzstelle zum Hydranten, um die Schläuche auszulegen. Im Gegensatz zur deutschen Methode, bei der der Innenangriff per Funk begleitet wird, gehen die Kameraden ohne Funk in das Objekt. Sie können sich nur über ein Signalhorn bemerkbar machen, wenn es zu einem Notfall kommen sollte. Für solche Fälle stehen Kameraden bereit, die in einer erweiterten Ersten Hilfe ausgebildet sind. Sie betreuen verletzte Personen bis der Rettungsdienst eingetroffen ist. Dafür steht auch ein Defibrillator zur Verfügung. Nach einer sehr guten Leistung der Sapeurs Pompiers aus Westhouse stellten nun die Bogeler Wehrleute ihren leicht abweichenden Einsatz vor. Ungewohnt war dabei die Anwendung der doch etwas anderen Ausrüstung. So werden zum Beispiel die Atemanschlüsse direkt am Helm befestigt. Die Bogeler führten ihren Einsatz in Staffelstärke durch, was mit weniger Personen und angesichts der respektablen Vorlage der französischen Einsatzkräfte eine Herausforderung war. Nun zeigte sich, dass trotz einiger Unterschiede, auch viele Gemeinsamkeiten bestehen; das Vorgehen im Trupp, das Absuchen der Räume unter Atemschutz sowie die Aufteilung der Tätigkeiten. Nach der Übung gab es einen Aperitif im Feuerwehrsaal. Dort kamen der Bürgermeister und die Beigeordnete von Westhouse hinzu. Bevor es zurück nach Bogel ging, wurde ein Essen serviert, welches die Ehefrau des Wehrführers vorbereitet hatte. Leider konnte man nicht mehr so lange verweilen, da noch die Besichtigung der Linde anstand, welche die Bogeler Feuerwehr zum 25-jährigen Bestehen der Freundschaft vergangenes Jahr den Feuerwehrkameraden in Westhouse geschenkt hatte. Danach endete viel zu schnell das kurze Wochenende in Frankreich. Man habe etwas „gelebt wie Gott in Frankreich“, aber auch viel rund um die Feuerwehr erfahren. Mit vielen neuen Eindrücken und dankbar für diese gelebte Freundschaft kam die Löschstaffel wieder in Bogel an. Für beide Seiten war die gemeinsame Übung ein tolles und lehrreiches Erlebnis, und so wurde schon jetzt eine Wiederholung auf deutschem Boden versprochen. Rhein-Zeitung vom 29.04.2015

Sängerfreundschaft feiert 45-jähriges Bestehen

Bogel. Insgesamt 119 Sänger traten beim gemeinsamen Konzert des Männergesangvereins (MGV) Liederkranz 1920 Bogel und dem MGV Brockum auf. Dabei brachten jedoch nicht allein diese beiden Chöre die hohe Anzahl aktiver Sänger auf, denn unterstützt wurden sie von dem Frauenchor sowie dem Projektchor Bogel. „Wir haben hier in Bogel bei 730 Einwohnern drei Chöre und fast 100 aktive Sänger, das ist schon etwas Besonderes“, betonte der Vorsitzende des MGV Bogel, Ulrich Kless. Neben dem gewöhnlichen Choralltag unterhalten die Bogeler Sänger seit 1970 eine Sängerfreundschaft mit dem MGV Brockum. Im Drei-Jahres-Rhythmus besuchen die beiden einander abwechselnd. Zum 45-jährigen Bestehen der Partnerschaft war es an den Niedersachsen, nach Bogel zu kommen. Dass diese Sängerfreundschaft so lange währe und diese Tradition so nachhaltig gepflegt würde, hätte der Lehrer Martin Schütz aus Bogel wahrscheinlich nicht für möglich gehalten, als er einst in Brockum im „Hotel zu Post“ residierte, wo er gemeinsam mit dem dortigen Wirt Günter Redert den Grundstein für die Chorfreundschaft legte. „Und heute feiern wir das 45-jährige Jubiläum, darauf sind wir sehr stolz“, freute sich Kless. Während des Besuchs der Niedersachsen stand neben dem Gesang und der Musik vor allem das Gesellige im Vordergrund: Untergebracht waren die Besucher in Gastfamilien, besuchten gemeinsam eine örtliche Bar und ließen den Aufenthalt beim Frühschoppen ausklingen. Den Höhepunkt bildete jedoch das gemeinsame Konzert der beiden Chöre, in dem sie einige Klassiker aus ihrem Repertoire zum Besten gaben und ihr musikalisches Können zeigten. Daneben traten ebenfalls der Frauenchor und der Projektchor auf, ein Zusammenschluss jüngerer Sänger, deren musikalischer Fokus eher auf modernerer Musik liegt. Die Sängerfreundschaft sollte jedoch nicht der einzige feierliche Anlass an diesem Abend bleiben: Es galt, einige Jubilare zu ehren. Für 25 Jahre Gesang wurde Heinz Urbanek geehrt, Walter Hoffmann erhielt eine Ehrung für 25 Jahre Arbeit im Vorstand. Ebenfalls aus den Reihen des MGV stammt der mit 60 Jahren am längsten aktive Jubilar des Abends: Willi Plies. „Wer lang atmet und lang singt, es zu hohem Alter bringt“, reimte Klaus Schneider, der als Vertreter des Kreis-Chorverbandes die Ehrungen vornahm. „Und wie sich zeigt, bestätigt sich meine Theorie, schaut man sich an, wie fit alle Sänger und Jubilare noch sind.“ Bei den Sängerinnen erhielt Annelie Sauerwein eine Ehrung für 25 Jahre Gesang, Elfriede Göth für 40 Jahre und Annelie Wilhelm für 50 Jahre. „Bleibt uns nur noch lange erhalten, dass wir noch lange gemeinsam singen“, betonte Kless. Rhein-Zeitung vom 31.03.2015 - Theresa Lambrich

Baugebiet ist eines der großen Projekte

Bogel. Wenn Bürgermeister Arno Diefenbach auf die vergangenen Jahre und Monate zurückblickt, kann er nur ein Fazit ziehen: „In Bogel lässt es sich gut leben.“ Kontinuierlich seien die Aufgaben, die anstanden, erledigt worden. Finanziell steht die Gemeinde gut da, Schulden gibt es keine. Auch die Bürger fühlen sich laut Diefenbach in ihrem Heimatort wohl. Das Vereinsleben ist intakt. All das sind Gründe dafür, dass Bogel derzeit keine Angst vor der Zukunft haben muss. Hinzu kommt ein weiterer Punkt, der für die Entwicklung von entscheidender Bedeutung ist. Der Gemeinderat arbeitet als Team, sagt Diefenbach und ergänzt voller Überzeugung: „Das macht Spaß.“ Dies ist sicherlich eine Voraussetzung dafür, dass einiges umgesetzt wurde. „80 bis 85 Prozent der Straßen in der Gemeinde sind in Ordnung“, erklärt der Bürgermeister. Die Notwendigkeit, auf wiederkehrende Beiträge umzustellen, wie es beispielsweise Gemmerich jüngst getan hat, sei daher nicht gegeben. Auch in die Mehrzweckhalle wurde einiges investiert. Die Toi lettenanlage ist neu und barrierefrei, das Feuerwehrgerätehaus hat einen Anbau erhalten, auf dem Dach sorgt eine Fotovoltaikanlage für Energie. Diefenbach erachtet es als notwendig, dass die Halle auf dem neuesten Stand ist. Denn: „Vom Sportverein ist jeden Tag jemand drin.“ Allein deshalb sei das Geld sinnvoll angelegt. Lediglich die Außen- und Notfallbeleuchtung fehlen noch. Dann ist das Projekt erst einmal abgeschlossen. Weiter geht es hingegen mit dem Neugebiet. Sowohl im vergangenen Jahr als auch im zurückliegenden Januar wurde dort Grund erworben. Die Fläche sei nun nahezu komplett im Besitz der Gemeinde. Laut Diefenbach können dort noch rund 35 bis 40 Bauplätze insgesamt entstehen. „Die nächsten Jahrzehnte sind wir versorgt“, sagt Diefenbach. Bei diesem Thema hat er jedoch auch die Situation im Ortskern im Blick und konstatiert erfreut: „Wir kriegen Häuser in Bogel los.“ Das heißt, Leerstand ist derzeit kein Problem. Kein Haus sei zu verkaufen. Etwa 780 Einwohner sind in Bogel gemeldet (inklusive Zweitwohnsitz), und die profitieren von einer recht guten Infrastruktur. Sei es die gute Busverbindung, mehrere Geschäfte und Gaststätten im Dorf oder auch andere Angebote wie ein Fitnessstudio: Die Bürger sind laut Diefenbach zufrieden. Dazu tragen dann auch die Vereine bei – unter anderem drei Chöre, Landfrauen, der Arbeiter-Samariter-Bund, Sportverein und Feuerwehr. Auch der Kindergarten ist den Bedürfnissen angepasst worden, beispielsweise durch die U 2-Betreuung. Es sei kontinuierlich etwas gemacht worden, um die Attraktivität Bogels zu erhalten, betont Diefenbach.

Faschingsparty in der Bogeler Mehrzweckhalle

Es war kurz nach 20:11 Uhr am Faschingssamstag, als Marco Dietrich die Narren in der toll geschmückten Mehrzweckhalle mit einem lauten Helau begrüßte, und die 1. Bogeler Faschingsparty eröffnete. Los ging das bunte Programm mit einem Tanz der Showtanzgruppe Stand Up, welcher schon mal für gute Stimmung sorgte. Darauf folgte ein Leidgeplagter Rentner (Walter Hofmann), der uns von seinem langweiligen Leben sehr humorvoll zu berichten wusste. Dass wir während den tollen Tagen nicht ohne Gesangseinlagen auskommen mussten, dafür sorgte eine Abordnung des Männergesangvereins, die uns mit stimmungsvollen Liedern zum Schunkeln brachte. Wie man heut zu Tage die komischsten Krankheiten behandelt, zeigten uns die Knallerfrauen. Egal ob Arm, Bein oder Zunge, mit Hilfe der Wunderkiste konnte fast alles wieder geheilt werden. Dass die Bogeler Mannsbilder auch mit langen Unterhosen eine gute Figur machen, zeigten sie bei einem lustigen Tanz, wo man schon sehr genau hinschauen musste, wer jetzt tatsächlich in welcher Hose drin steckt. Für mächtig Stimmung sorgten dann die Männer von der Feuerwehr. In Ihrem Sketch zeigten sie die unterschiedlichen Auffassungen von Mann und Frau. Während die Frauen sich bei einem Likörchen die neusten Trends bei einem Tupperabend vorführen ließen, grölten ihre Männer laut stark nicht ganz so Jugendfreie Lieder, tranken Bier und schauten Fußball. Danach stand Erotik auf dem Programm. Unsere Desperate Housewives verzauberten uns mit einem tollen Schwarzlichttanz. Walter Hofmann berichtete bei seinem 2. Vortrag wie das früher so kurz vor Ostern mit den Osterlämmern war und das die Bauern auch dem ein oder anderen Gläschen nicht abgeneigt waren. Als letzten Programmpunkt sorgten unsere Puppenspieler für den Höhepunkt des Abends. Zu verschiedenen Musikhits zeigten sie tolle tänzerische Darbietungen und brachten die Halle zum toben. Zum Abschluss bedankte sich Marco Dietrich bei allen die bei der Durchführung und Planung der tollen Party mitgeholfen haben. Die extra verpflichtete Helene Fischer war es dann, die alle Aktiven beim großen Finale mit einer langen Polonäse von der Bühne führte.

Gewerbesteuer fließt kräftig in Bogel

Bogel. Sollte der Haushaltsplan der Ortsgemeinde Bogel für das Jahr 2015 exakt so umgesetzt werden, wie er auf dem Papier steht, würde sich die allgemeine Rücklage mehr als halbieren. Das bedeutet, dass nach einer Entnahme von 141 400 Euro noch 122 400 Euro verblieben. Dennoch ist die finanzielle Lage der Gemeinde sehr stabil, Schulden lasten nach wie vor nicht auf Bogel. Der Gemeinderat hat den Etat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen. Wichtig für die Bürger ist dabei, dass die Steuersätze nicht angetastet wurden. Die Grundsteuer A (landwirtschaftliche Flächen) rangiert weiterhin bei 300 Prozent und die Grundsteuer B (bebaute Flächen) sowie die Gewerbesteuer bei jeweils 365 Prozent. Für ihren ersten Hund zahlt eine Familie 20 Euro im Jahr. Der Ergebnishaushalt für 2015, der einer kaufmännischen Gewinn- und Verlustrechnung ähnelt, schließt laut Plan mit einem Defizit von 62 700 Euro. Durch veränderte Berechnungsgrundlagen gibt es einerseits Verschlechterungen bei den Gemeindeanteilen an der Einkommenssteuer und an der Umsatzsteuer, erläuterte Bärbel Werner von der Verwaltung der Verbandsgemeinde Nastätten. Ein Plus von 15 000 Euro sieht der Haushaltsentwurf hingegen bei der Schlüsselzuweisung A vor. Im Forstwirtschaftsplan wird von einem Überschuss in Höhe von rund 16 000 Euro ausgegangen. Beim Unterhalt der Mehrzweckhalle sind höhere Ausgaben für eine Sicherheitsbeleuchtung vorgesehen. Auch die Kostenstelle für Personalausgaben ist besser ausgestattet als in den Vorjahren. Im Finanzhaushalt ergibt sich bei den ordentlichen Ein- und Auszahlungen eine kleine Unterdeckung von 10 400 Euro. Investieren will die Gemeinde im laufenden Jahr 180 000 Euro. Insgesamt 150 000 Euro sind für Grundstückskäufe von Gewerbeflächen und im Baugebiet Grabensöder vorgesehen. 30 000 Euro entfallen auf einen bereits länger geplanten Radweg entlang der Bundesstraße 274. Ob alle Ansätze realisiert werden, erscheint offen. „Wir legen das Geld sinnvoll an“, betonte Ortsbürgermeister Arno Diefenbach. In der kurzen Aussprache bekannten sich die Ratsmitglieder dazu, mit Investitionen Werte zu schaffen. Zugleich wurde die Hoffnung laut, die Haushaltsdaten im laufenden Geschäftsverkehr zu verbessern, so wie es zuletzt im vergangenen Jahr gelang. „Sehr erfreulich“, berichtete Bärbel Werner, entwickelte sich 2014 vor allem die Gewerbesteuererlöse. Statt der prognostizierten 70 000 Euro gehen wahrscheinlich über 111 000 Euro ein. Der Ergebnishaushalt schließt voraussichtlich insgesamt um 54 000 Euro günstiger ab bei einem Rest-Defizit von 22 000 Euro. Die kassenwirksamen Finanzströme 2014 erlauben es, fast 34 000 Euro der Rücklage zuzuführen.

Anschaffung von Löschfahrzeug gestaltet sich recht schwierig

Bogel. Relativ wenige Einsätze, aber vielfältige andere Aktivitäten und der Fahrzeugkauf standen kürzlich im Blickpunkt, als sich die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Bogel zur jährlichen Dienstversammlung trafen. Bevor Wehrführer Michael Dexheimer in die Tagesordnung einstieg, überlies er Ortsbürgermeister Arno Diefenbach das Wort. Dieser bedankte sich für die geleistete Arbeit und unterstrich, wie gut die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und den Bogeler Ortsvereinen laufe. Reichlich Gesprächsbedarf gab es zum Sachstand Fahrzeugbeschaffung und den Anträgen an den Förderverein. Der Wehrführer berichtete, dass zwischenzeitlich von der Verbandsgemeindeverwaltung der Auftrag für das neue Mittlere Löschfahrzeug (MLF) für die Einheit Bogel an einen Aufbauhersteller erteilt sei. Die Auftragsabwicklung gestalte sich derzeit nicht zufriedenstellend, weshalb er genaue Rahmenbedingungen und einen Liefertermin nicht verbindlich nennen konnte. Dennoch legte man fest, welche Zusatzausstattung der Förderverein beschaffen soll. Insgesamt wird der Förderverein rund 4500 Euro bereitstellen. Daneben soll der Förderverein weitere Ausrüstungsgestände wie Handlampen und Kleidung für die Jugendfeuerwehr finanzieren. Man einigte sich auf Vorschläge an den Verein in Höhe von noch mal rund 4000 Euro. Wehrführer Dexheimer gab einen Rückblick auf das abgelaufene Feuerwehrjahr. Der Personalstand sei mit 34 Aktiven recht konstant, die Übungsbeteiligung habe sich leicht verbessert. Gern würde man mehr Teilnehmer bei den Lehrgängen sehen. Ein besonderes Lob sowie ein Präsent erhielten Michael Krämer für 15 sowie Ben Konopka, Markus Römer und Hubertus Sauerwein für jeweils 13 Übungsbesuche. Bereits auf dem VG-Feuerwehrtag in Gemmerich wurden Sven Hartung und Timo Fluck zu Oberfeuerwehrmännern befördert. Jugendwart Christian Rammersbach erhielt in Nievern die Silberne Ehrennadel der Landesjugendfeuerwehr Rheinland-Pfalz. Während im vergangenen Jahr nur drei kleine Einsätze zu bewältigen waren, forderten die sonstigen Veranstaltungen umso mehr die Feuerwehrleute. Dazu gehörten das Public Viewing mit dem Sportverein, der Ausflug nach Westhouse, der Abend mit „de Pälzer“ sowie die Night-Fever-Party. Im Anschluss blickte Arnold Michel auf das Jahr aus Sicht der Alterskameradschaft zurück und berichtete über ein kreisweites Treffen. Jugendwart Rammersbach beleuchtete das erste VG-Zeltlager in Holzhausen, an dem man mit Freude teilgenommen habe. Anschließend ging es gemütlich weiter, Frank Plies und Gerhard Schupp hatten am Grill für Verpflegung gesorgt. Am Freitag, 16. Januar, gibt es um 20 Uhr einen Bildervortrag im Feuerwehrgerätehaus, bei dem Aufnahmen aller Treffen mit den Kameraden aus Westhouse gezeigt werden. Anmeldung an Wehrführer Michael Dexheimer. Rhein-Zeitung vom 06.01.2015

Bundesstraße 274 ist jetzt neu und sicherer

Bogel. Der Landesbetrieb Mobilität hat zur Substanzerhaltung und zur Verbesserung der Verkehrssicherheit die Bundesstraße 274 von St. Goarshausen bis nach Bogel erneuert. Der erste Bauabschnitt wurde im Mai fertiggestellt und hat rund 1,5 Millionen Euro gekostet; der zweite Abschnitt bis zum Ortseingang Bogel rund 750 000 Euro. Davon hat Bogel selbst 45 000 Euro für einen parallel laufenden Rad- und Fußweg übernommen.

Insgesamt wurden rund 2,25 Millionen Euro in eine wichtige Verbindungsstrecke zwischen den Verbandsgemeinden Loreley und Nastätten investiert. Bei einem gemeinsamen Ortstermin am Ortsausgang Bogel kamen jetzt Vertreter der SPD-Kreistagsfraktion um Carsten Göller, Vertreter der SPD-Gemeindeverbände Loreley und Nastätten und Innenminister Roger Lewentz zusammen, um sich ein Bild von den Erneuerungsmaßnahmen und der neu errichteten Fahrbahnverschwenkung zu machen. Am Ortseingang Bogel soll dadurch in Zukunft langsamer gefahren werden. Die Verschwenkung trägt somit zur Verkehrssicherheit in der Gemeinde bei – ein Aspekt den auch Bogels Bürgermeister Arno Diefenbach begrüßte

Rhein-Zeitung vom 25-11-2014

So kommt de Pälzer nach Bogel

Bogel. Die Organisatoren von dem Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Bogel sind sichtlich zufrieden mit einer rundum gelungenen Veranstaltung: Rund 400 Besucher kamen in die ausverkaufte Bogeler Mehrzweckhalle, um Ramon Chormann – alias de Pälzer – zu sehen und zu hören. Michael Dexheimer begrüßte die Besucher und erklärte, wie es zu dem Comedyabend in Bogel kam. In Anspielung an den Titel des aktuellen Programms von Ramon Chormann, „Doppelt so bleed“, erklärte er, was er dachte, als er Karten vom Pälzer geschenkt bekam. „Da ich den Pälzer nicht kannte, dachte ich, das ist aber bleed. Als ich die zweite Karte sah, dachte ich, das ist aber doppelt so bleed.“ Nachdem das Programm aber so gut bei dem Bogelern ankam, entstand die Idee, einen Comedyabend in Bogel selbst zu veranstalten. Chormann betrat die Bühne und ging direkt auf diese Einleitung ein, wobei er aktuelle Geschehnisse aufgriff. „Wie kommt ein Pälzer nach Bogel? Bestimmt nicht mit der Bahn!“. So war auch schon das erste Thema des Abends eröffnet und die Lokführer bekamen ordentlich ihr Fett weg, gefolgt von anderen Berufsgruppen wie Bankangestellten und Versicherungsvertretern. Chormann, ein Freund von Zahlen, rechnete mal vor, was es bedeutet, wenn seine Lebensabschnittsgefahr, also die Freundin, zu ihm sagt: „Ich hab dir schon 100 000 Mol gesagt ...“ Wenn sie es also wirklich so oft gesagt hätte, dann wäre sie alleine damit fünf Tage und 18 Stunden beschäftigt gewesen. Aber auch Tebartz-van Elst, der es mit Zahlen auch nicht so genau nimmt, sorgte für erfrischende Lacher beim Publikum. De Pälzer kommentierte den Bau in Limburg für 31 Millionen Euro mit dem trockenen Kommentar: „Auch der muss schließlich irgendwo unterkommen.“ In dem Abschnitt des Programms, wo es um das einfache Brotholen ging, konnten sich fast alle Zuschauer selbst wiederfinden. Angefangen vom „Alten Olber“, der seinen Mercedes ausgerechnet rückwärts einparken musste, über die Tücken des gemeinen Flaschenautomats bis hin zum Zigarettenkäufer, der mit Karte zahlt, wurde alles spritzig aufgeführt, was beim Einkauf die Zeit stiehlt. So war de Pälzer mal eben über eine Stunde unterwegs, um ein Brot zu kaufen. „Schlappmauls Elvira“ und „Zuchthäuslers Annemarie“ standen stellvertretend für den Wahnsinn des Alltages, den Chormann immer wieder beobachtet und gekonnt in sein Programm einbaut. „Herbert“ musste mit seinen Erlebnissen bei der Bundeswehr herhalten – wie er zum Beispiel mit defektem Fallschirm absprang. Als ihm von unten einer entgegenkam, fragte er ihn, ob er Fallschirme repariere. Die Antwort war: „Nein, Gasleitungen.“ Nach gut zweistündigem frech und spritzig präsentierten Programm kam Chormann nach lautem Applaus und Rufen der Bitte nach einer Zugabe nach. Denn eines war sicher: Das Publikum fand das Programm eindeutig alles andere als „bleed“. Gut gelaunt stand man noch etwas bei einem Glas Sekt zusammen und schloss den Abend auf diese Weise gemütlich ab. Für das Team der Freiwilligen Feuerwehr war der Abend auch ein voller Erfolg, was viele Gäste zum Ausdruck brachten. So steht der Wiederholung eines Comedyabends im kommenden Jahr nichts mehr im Weg. Rhein-Zeitung vom 20.10.2014

Spaß bei großer Party in Bogel

Bogel. Die SWR 1 Night Fever Party ist am Freitag, 14. November, in Bogel zu Gast. Mit einer Mischung aus Dance-Hits aller Zeiten und der Atmosphäre der Disco-Ära soll ein tanzfreudige und gut gelauntes Publikumunterhalten werden. SWR 1-DJs sorgen für die passende Musik. Darauf freut sich der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Bogel als Veranstalter. Auf Einladung des Vereins kommt die Kultveranstaltung von SWR 1 Rheinland-Pfalz am 14. November, in die Mehrzweckhalle nach Bogel. Einlass ist ab 20 Uhr, Beginn um 21 Uhr. Wenn DJ Hanns Lohmann dort den Plattenteller dreht, und die Fans auf der Tanzfläche zu den Bee Gees, den Stones oder Police ausgelassen Beine, Arme und Körper bewegen, wird das ein Riesenspaß, hoffen die Organisatoren. Wer sich die Party nicht entgehen lassen will, holt sich Tickets für je 7 Euro im Vorverkauf beim Versicherungsbüro Dexheimer, Am Bahndamm 7, Bogel, Telefon 06772/940 10; und im Bücherland Nastätten, Römerstraße 35 – 37, Nastätten. Restkarten sind für 8 Euro an der Abendkasse erhältlich. Rhein-Zeitung vom 17.10.2014

20. Herbstmarkt war ein voller Erfolg

Bogel. Der 20. Bogeler Markt für Ein- und Handgemachtes schreibt die Erfolgsgeschichte weiter. „Er hätte nicht besser laufen können“, sagt Rosa Rex, die gemeinsam mit vier anderen Frauen des Verkehrs- und Verschönerungsvereins (VVV) Bogel das Spektakel in und um die Mehrzweckhalle auch in diesem Jahr wieder auf die Beine gestellt hat. Und das Konzept, einen Markt ohne Fabrikwaren zu organisieren, um das Heimat- und Erntedankfest aufzupeppen, ging erneut auf. Die Idee dazu entstand 1995. Rosa Rex, Sandra Balzer, Claudia Redert und Monika Diefenbach stellten ihren Plan dem Gemeinderat vor, der diesen mit Freuden angenommen hat. Also machten sich die engagierten Damen ans Werk. Aus heutiger Sicht zeigte sich die erste Auflage eher bescheiden, doch schnell wuchs das Interesse der Menschen in Bogel, aber auch der gesamten Region an dem Angebot. Dabei sind sich die Organisatoren stets treu geblieben: Beim Bogeler Markt dreht es sich vor allem um handwerkliches Geschick, mit dem kunstvolle und schöne Gegenstände hergestellt und dann angeboten werden. Natürlich hat sich im Laufe der Jahre doch ein bisschen etwas verändert. Beispielsweise stieg Monika Diefenbach 2006 aus dem Team aus. Da jedoch Andrea Plies schon im folgenden Jahr dabei war, blieb es bei vier. Aber auch der Aufwand in Sachen Organisation ist deutlich gestiegen. Hatte alles mit 20 Ständen angefangen, waren es diesmal 81. Und die lockten laut Rosa Rex schätzungsweise an die 2000 Besucher. Zu viert ist das dann nicht mehr zu bewältigen. Doch viele fleißige Hände stehen den vier Frauen zur Seite. Den Thekendienst erledigt der VVV. Das reichhaltige Kuchenbüfett wird von Beginn an von den Landfrauen und dem Frauchenchor bewältigt – was bei einem solchen Besucherandrang eine enorme Leistung ist. „Das ist ziemlich schwer“, gesteht Rex. Es sind zahlreiche Menschen, die nicht unbedingt im Mittelpunkt stehen, aber dennoch zum Gelingen der Veranstaltung beitragen – und das ehrenamtlich. Rosa Rex nennt zwei, denen besonderer Dank gebühre: Lutz Ruppmann, der immer die Strohballen für die Puppen und Einmachgläser transportiert, und Ernst Pitsch, den sie als „Fachmann für Strom uns Sonstiges“ bezeichnet. Eigentlich kann der Bogeler Markt gar nicht mehr besser werden. Dennoch stellt das Organisationsteam weiterhin einen hohen Anspruch an sich selbst, nämlich den Wünschen der Standbetreiber nachzukommen. Was laut Rosa Rex aber nicht immer ganz einfach sei. „Doch bisher hat es immer geklappt.“ Und so seien nicht nur die überwiegende Zahl der Anbieter, sondern auch die vier Marktfrauen sowie die Besucher begeistert gewesen – von der Atmosphäre und auch dem Umsatz. „Viele Stände waren gegen 14 Uhr schon richtig leer geräumt“, sagt Rosa Rex. Auch die kleinen Gäste kamen beim Markt nicht zu kurz. Das Kinderschminken ist immer wieder ein Renner, und im Spielzelt herrschte ebenfalls großer Spaß. Es war also ein rundum gelungener Geburtstag. Bleibt die Frage, ob es die nächsten 20 Jahre so weitergeht. Vorherzusagen sei es nicht, erklärt Rosa Rex. Schließlich sei sie dann 88 Jahre alt. Gleichzeitig ergänzt sie aber: „Geplant ist es schon.“ Rhein-Zeitung vom 09.10.2014 - me

Ein- und Handgemachtes lockt seit 20 Jahren nach Bogel

Bogel. Der Bogeler Markt für Ein- und Handgemachtes feierte sein 20-jähriges Bestehen, und es waren so viele Standhalter und Anbieter gekommen wie noch nie. Die Zahl der Anmeldungen war deutlich höher, wie von den Landfrauen Rosa Rex, Andrea Plies, Claudia Redert und Sandra Balzer zu vernehmen war – doch mit 80 Standplätzen war die Fläche vor der Mehrzweckhalle erschöpft. Die vier Damen halten seit dem ersten Markt am 30. September 1995 die Fäden in der Hand. Ganz ursprünglich gab es im Oktober den Viehmarkt für die Landwirte, woraus sich das Heimat- und Erntedankfest entwickelte mit Produkten von Feld und Garten. Das Interesse nahm mit dem Aufkommen der Supermärkte ab, aber die Landfrauen erkannten den Bedarf und den Wunsch nach dem Markt für Ein- und Handgemachtes im Blauen Ländchen. Und so entwickelte sich der Markt mit anfänglich 20 Ständen zu dem, was er heute bietet. Teilnahmebedingung ist nach wie vor, dass die angebotenen Waren tatsächlich von den Standbetreibern selbst hergestellt werden. Kommerzielle Händler sind nicht zugelassen. Die Anbieter kommen inzwischen aus dem Hunsrück, dem Westerwald, der Eifel, aus dem Raum Limburg und Frankfurt. „Mehr als die Hälfte ist seit den ersten Jahren dem Markt treu geblieben und möchte immer wieder ihren ursprünglichen Stellplatz, weil sie Stammkunden haben, die sie immer an derselben Stelle aufsuchen“, erklärte Rosa Rex. „Wir müssen keine Werbung machen“, ergänzte Claudia Redert, „das geht von Mund zu Mund.“ Das bestätigte auch Gila Obré aus Limburg, die zum ersten Mal in Bogel Schmuck und Dekorationen aus Recyclingmaterial anbot. „Ich bin jetzt das erste Mal hier und finde den Markt einfach großartig.“ Der Markt bietet über Kunsthandwerk und Schmuck, Textil- und Wollwaren, Holzarbeiten von filigraner Laubsäge bis zur Kettensäge, Obstprodukte von der Frucht über Marmeladen und Gelees bis zu Saft, Likör und Wein, Honig und Honigprodukten eine unglaubliche Auswahl. Daneben werden feine Seifen und Naturkosmetik angeboten. Der Klassiker des Marktes aber war und ist das, was Feld und Garten bieten, etwa Obst, Salat, Gemüse, Kohl, Karotten, Zwiebeln, Rettich, Kartoffeln, Brot aus nach strengen Bio-Richtlinien selbst erzeugtem Getreide. In gleicher Weise wurden auch die angebotenen Fleisch und Wurstwaren hergestellt, egal ob vom Bachheimer Hof der Familie Simon in Oberbachheim oder vom Bioland-Hofladen „Kikeriki“ in Kasdorf. Nicht zu kurz kam auch der soziale Gedanke, etwa beim Familienflohmarkt zugunsten der Stiftung Bärenherz. Seit ihrer Teilnahme im Jahr 2002 konnten rund 16 000 Euro übergeben werden. Ähnlich ist das Projekt Nepal einzustufen, bei dem Plastiktüten zu kleinen Kunstwerken recycelt werden. Auch für die Kinder war Platz geschaffen, denn sie hatten ihren eigenen Flohmarkt. Die Beschickung der Parkplätze lag in bewährten Händen der Jugendfeuerwehr. Dem ganzen Marktgeschehen aber ging der Bunte Abend in der Mehrzweckhalle voraus mit den drei Bogeler Chören, dem MGV „Liederkranz“, dem Frauenchor und dem Chor Alegria. Die „Stand-Up“-Tanzgruppe des Sportvereins imponierte auf der Bühne, und bis zum Abwinken spielte das Party-Duo The 2-Fifties zum Tanz. Dann begann die Arbeit der Vereinsmitglieder mit dem Reinigen und Aufräumen der Halle, denn wenige Stunden später bauten die Standhalter hier ihre Stände auf. Auch die Mitglieder der einzelnen Ortsvereine mussten dann an ihre Arbeit, denn ihnen oblag die Bewirtung in der Halle mit Kaffee und Kuchen. Das Grillfeuer war Sache der Feuerwehr, und das Zelt mit Zwiebelkuchen und Federweißer war das Revier des MGV Liederkranz. Rhein-Zeitung vom 06.10.2014 - Norbert Schmiedel

Handgemachtes lockt seit zwei Jahrzehnten

Bogel. Der Bogeler Markt für Ein- und Handgemachtes wird am Samstag, 4. Oktober, 20 Jahre alt. Was mit der Idee von vier Frauen begann, einmalig einen Markt nur für Selbstgemachtes zu veranstalten, entpuppte sich als Marktlücke. Das Bogeler Heimat- und Erntedankfest war der ideale Termin und so startete, in Absprache mit dem Gemeinderat, am 30. September 1995 der erste Markt mit circa 20 Ständen. Heute sind es immer um die 70 Standbetreiber, die in und vor der Mehrzweckhalle ihre immer noch nur selbst hergestellten Waren anbieten. Inzwischen kommen viele Stammkunden und decken sich mit Marmeladen, handgestrickten Socken und Geschenken für jede Gelegenheit ein. Das Kuchenbüfett der Landfrauen und des Frauenchors erlebt schon früh einen großen Ansturm. Individualität und Kreativität sind zwei wichtige Bestandteile, die zum Erfolg dieses ganz besonderen Marktes geführt haben, so die Veranstalter. Fabrikware finde absolut keinen Platz. Es sei handwerkliches und künstlerisches Können gefragt. Hausgemachtes Brot, Wurst, Brotaufstriche, Gelees, Liköre, Weine, Gurken und manches mehr sind ein ganz besonderes Geschmackserlebnis. Aber auch Dekoratives ist zu entdecken. Zu den selbst hergestellten Produkten gehört jede Art von Kunsthandwerk, ob Keramikarbeiten Schmuck, Glückwunschkarten, herbstliche Blumengestecke, kreative Holzarbeiten – geschnitzt oder gedrechselt und alle Arten von Handarbeiten. Aber auch Kinder sollen ihren Spaß haben. Daher gibt es wieder einen Kinderflohmarkt. Den ganzen Tag wird Kinderschminken für den Nachwuchs angeboten. Auch das Spielzelt ist wieder dabei. Dort werden verschiedene Spiele angeboten, die richtig Spaß machen. Der Erlös kommt wie immer dem Kinderhospiz Bärenherz in Wiesbaden zugute. Für die Bewirtung sei bestens gesorgt, heißt es. Der Männergesangverein wird in seinem Außenzelt selbst gebackenen Zwiebelkuchen und Federweißen anbieten, die Feuerwehr serviert Grillspezialitäten. Auch in der Halle gibt es Essen und Trinken inklusive des reichhaltigem Kaffee- und Kuchenbüfetts. Dafür sorgen die Landfrauen und der Frauenchor. Die Jugendfeuerwehr kümmert sich um die Parkplätze, damit kein Verkehrschaos entsteht. Und wer immer noch nicht genug Marktflair genossen hat, kann ab 18 Uhr im Außenzelt des MGV den Markttag beim „kölschen Abend“ ausklingen lassen. Rhein-Zeitung vom 01.10.2014

Bogeler Markt wird 20

Bogel. Der Bogeler Markt für Ein- und Handgemachtes wird am Samstag, 4. Oktober, 20 Jahre alt. Was als Idee, einen Markt nur für Selbst gemachtes von vier Frauen zu veranstalten gedacht war, entpuppte sich als Marktlücke. Das Bogeler Heimat- und Erntedankfest war der ideale Termin, und so startete in Absprache mit dem Gemeinderat am 30. September 1995 der erste Markt mit etwa 20 Ständen. Heute sind es immer um die 70 Stände, die in und vor der Mehrzweckhalle ihre immer noch nur selbst hergestellten Waren anbieten. Außerdem gibt es einen Kinderflohmarkt. Den ganzen Tag wird Kinderschminken angeboten, auch das Spielzelt ist wieder dabei. Um 18 Uhr beginnt im Außenzelt des MGV ein „kölscher Abend“. Rhein-Zeitung vom 25.09.2014

Dexheimer bleibt erster Mann in Bogeler Wehr

Bogel. Die Wahl eines neuen Wehrführers ist nach dem Gesetz alle zehn Jahre erforderlich. Bei der freiwilligen Feuerwehr in Bogel war es nun soweit. Zur Wahl kamen Wehrleiter Stefan Wöll, Stellvertreter Michael Schmidt sowie von der Verwaltung Iris Beeres nach Bogel. Jens Güllering, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Nastätten, unterstrich den Stellenwert der Wahl eines Wehrführers, in dem er ebenfalls der Wahlversammlung beiwohnte. Güllering nutzte die Gelegenheit, um sich vorzustellen und die Kameraden der Einheit Bogel kennenzulernen. Bogels Ortsbürgermeister Arno Diefenbach war ebenfalls gekommen und unterstützte die Wahlhandlung. Nach einleitenden Worten des Wehrleiters begann die Wahl. Aus der Versammlung wurde Michael Dexheimer nach zehn Amtsjahren zur Wiederwahl vorgeschlagen. In einem zügigen Wahlgang wurde er einstimmig von den Kameraden wiedergewählt. Wehrleiter Wöll gratulierte zur Dexheimer zu seiner erneuten Wahl und ging kurz auf einige Punkte der Einheit Bogel ein. Dabei unterstrich er die verantwortungsvollen Aufgaben der Einheit innerhalb der Feuerwehrorganisation der VG Nastätten sowie die Einbindung der Feuerwehr Bogel in den Einsatzplänen mehrerer Ortsgemeinden der VG Loreley. Ortsbürgermeister Diefenbach schloss sich den Gratulationen an und sagte, er hoffe auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit der Feuerwehr mit der Ortsgemeinde. Beeres und Güllering schlossen sich den Worten an. Michael Dexheimer bedankte sich bei seiner Kameradin und den Kameraden für dieses tolle Wahlergebnis, was er als Bestärkung ansah, den eingeschlagenen Kurs fortzuführen. Besonderen Dank drückte er seinem stellvertretenden Wehrführer aus, der im Hintergrund als verlässlicher Partner den Wehrführer unterstütze. Aber auch viele Kameraden, so Dexheimer, wie Gerätewarte, Jugendwarte, Gruppenführer seine eine wichtige Stütze für die Wehrführung und machen einen prima Job. Auch der Förderverein und seine Führung unterstütze die Arbeit der aktiven Einheit maßgeblich. Im Anschluss ging die Einheit Bogel zum Alltag über und führte eine Übung zur Rettung aus großen Höhen durch. Nach der Übung bedankte sich Michael Dexheimer bei seinen Kameraden für die gute Mitarbeit in den vergangenen zehn Jahren, indem er zu einem Umtrunk einlud. Rhein-Zeitung vom 24.09.2014

Holzhäuschen als Belohnung für die Maler aus dem „Sternennest“

Bogel. Der Malwettbewerb der Dachdeckerinnung Rhein-Lahn hat dem Kindergarten „Sternennest“ in Bogel ein schönes, massives Holzhäuschen beschert. Das haben die Dachdeckermeister Uwe Grebert aus Eschbach, Vorstandsmitglied der Dachdeckerinnung, und Johannes Lauer aus Lahnstein, zugleich Innungsobermeister und Kreishandwerksmeister, auf dem gemeindlichen Spielplatz in der Nähe des Kindergartens kürzlich aufgebaut, und die Kinderschar hat es jetzt in Besitz genommen. Es ist ein tolles Spielhaus, in massiver Zimmermannskunst in grün gestrichenem Fachwerk errichtet. Die kleineren Gefache wurden entsprechend der Unfallverhütungsvorschriften mit rot gestrichenen Holzverbundplatten maßgerecht geschlossen. Die Anstricharbeiten haben die Eltern in Eigenleistung erbracht, die Dachschalung und das Eindecken war dann Sache der Fachleute, unter ihnen auch der Auszubildende im Betrieb Lauer, Marco Schwan. Anlässlich der „Nacht der Technik“ der Handwerkskammer Koblenz im November 2013 hatten die regionalen Dachdeckerinnungen Koblenz, Mayen-Ahrweiler, Neuwied und Rhein-Lahn einen Monat später zu diesem Malwettbewerb aufgerufen. Die Kinder sollten zum Thema „Malt euer schönstes Holzhäuschen mit Dacheindeckung“ ein Bild schaffen. Im Rhein-Lahn-Kreis hatten sich nur vier Kindertagesstätten und Kindergärten zur Teilnahme gemeldet, wie Johannes Lauer und Alexander Zeitler, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Rhein-Lahn, mitteilten. Die Sternennest-Kinder Tim und Nicola Heuser, Emma Hofmann, Johannes Reckermann, Anton Ruppmann und Mina-Jolie Lehner aber kümmerte das überhaupt nicht. Unter Aufsicht der Projektleiterin Kristina Plötz malten sie das schönste Bild von allen und wurden von der Jury der Innung zum Sieger erklärt. Das jetzt aufgestellte Häuschen allerdings ist kein eingekaufter und vor Ort montierter Bausatz. Es ist ein von Grund auf geplantes Bauwerk, dessen Entwurf von Ausbildern im Berufsbildungszentrum in Mayen entwickelt wurde. Die zimmermannsgemäße Herstellung war dann Sache der Auszubildenden des Zimmererhandwerks am Ausbildungszentrum der Handwerkskammer Koblenz. Im Fachwerk ist kein Spalt, keine Fuge zu sehen, da wackelt nichts, die Holzverbindungen sind verzapft und gesichert. Das Häuschen steht kippsicher auf exakt nivellierten Betonfüßen. Am Ende musste der TÜV noch seinen Segen dazu geben, schließlich steht das Spielhaus auf Gemeindegrund für alle Kinder zur Verfügung. Ortsbürgermeister Arno Diefenbach strahlte eine große Freude aus über den „Zugewinn für unseren Kindergartenzweckverband Bogel, Ruppertshofen und Endlichhofen“. Für den Wettbewerb hatten die Handwerker insgesamt fünf dieser schönen Häuschen hergestellt. Rhein-Zeitung vom 24.09.2014 - Norbert Schmiedel

Feuerwehren feiern Silberhochzeit

Bogel. „Eigentlich ist es wie in vielen Ehen“, meint Michael Dexheimer, Wehrführer in Bogel. „Nach anfänglich engen Kontakten schlief die Freundschaft etwas ein, und man traf sich nur noch selten.“ Doch nach dem Wiederaufleben der Beziehungen im Jahr 2007 sei die Freundschaft zwischen den Sapeurs Pompiers Westhouse im Elsass und der Freiwilligen Feuerwehr Bogel so lebendig wie noch nie. So reisten die Bogeler Feuerwehrleute am vergangenen Wochenende mit Partnern und dem Bogeler Bürgermeister ins Elsass, um quasi die Silberhochzeit der befreundeten Wehren zu feiern. Als am frühen Abend der Bus am Rathaus von Westhouse eintraf, standen bereits der Gemeinderat, mit Schärpen in Nationalfarben, die Feuerwehrleute und Bürger der Gemeinde zum Empfang bereit. Viele kannten sich bereits aus vorangegangenen Treffen und begrüßten sich herzlich. Im festlich geschmückten Ratssaal stand ein Aperitif bereit. Claude Wissenmeyer, Bürgermeister von Westhouse, begrüßte in seiner Ansprache die Gäste aus Bogel. Der Bogeler Wehrführer Dexheimer bedankte sich herzlich für den Empfang. Im Anschluss bezog man die Zimmer bei den Gastfamilien, um dann zum gemeinsamen Abendessen in den Saal der Feuerwehr zu gehen. Die Kameraden aus Westhouse hatten diesen in den Nationalfarben beider Länder geschmückt und bereits die Flammkuchenofen angeheizt. So verbrachte man einen wunderschönen Abend. Am Samstag besuchte man Straßburg. Das erste Ziel war die Hauptfeuerwache der Stadt, in der die Gäste sich einen Überblick über die Arbeit der französischen Kollegen verschafften. Passend zum Besuch übte eine Gruppe freiwilliger Feuerwehrleute an einem Brandhaus die Brandbekämpfung. Insbesondere die durchdachte Bauform der Gebäude sorgte für großes Interesse bei den Bogeler Feuerwehrleuten. Die Jubiläumsfeier der 25-jährigen Freundschaft fand am Abend statt. Im Feuerwehrsaal (salle Ste Barbe) fanden Feuerwehrangehörige und Bürger ein festliches Ambiente vor. Bürgermeister Claude Wissenmeyer aus Westhouse begrüßte die Gäste und blickte auf die freundschaftliche Beziehung der beiden Wehren zurück, die durch den Kontakt von Raymond Specht (früherer Bürgermeister von Westhouse) und Ado Ruppmann (früherer Bürgermeister von Bogel) entstanden ist. Er zeigte sich erfreut über den Kontakt zur deutschen Gemeinde und bat seinen Amtskollegen, Arno Diefenbach aus Bogel, die Freundschaft über die Feuerwehren hinaus zu pflegen; vielleicht, so sein Wunsch, entstehe eine Partnerschaft der Gemeinden. Als Erinnerung überreichte er seinem deutschen Amtskollegen ein Buch der Gemeinde Westhouse. Arno Diefenbach schloss sich den Worten seines französischen Kollegen an. Auch er zeigte sich erfreut, wie gut sich der Kontakt zwischen den Menschen hier und dort entwickelt hat. Diefenbach bedankte sich bei den Organisatoren um Gemeinderat und Feuerwehrführung von Westhouse. Als Erinnerung überreichte er eine gerahmte Luftaufnahme von Bogel. Außerdem schenkte er den Elsässern eine Fahne des Innenministeriums mit dem Wappen von Rheinland-Pfalz, die der frühere Landtagsabgeordnete und jetzige Landrat Frank Puchtler für die Bogeler Wehrleute organisiert hatte. Der Chef der Feuerwehr Westhouse, Christian Striebel, blickte in seiner Ansprache auf den Beginn der Freundschaft beider Feuerwehren zurück. Striebel selbst war beim ersten Treffen in Bogel dabei gewesen. Er grüßte auch im Namen der Witwe von Raymond Specht. Sie wünsche und hoffe, dass die seit einem Vierteljahrhundert bestehende Freundschaft noch lang fort bestehe. Striebel hob die entstandenen privaten Kontakte sowie die enge Freundschaft zwischen seiner und der Familie seines Bogeler Kollegen Michael Dexheimer hervor. Zur Erinnerung an die Jubiläumsfeier überreichte Striebel ein Bild, auf dem viele Fotos und Zeitungsausschnitten die gemeinsamen Erlebnisse in Erinnerung riefen. Zum Abschluss bedankte sich Dexheimer bei allen, die dieses Fest ermöglicht hatte, und hob den Chef des Pompiers, Christian Striebel, den Gemeinderat und die Beigeordnete von Westhouse, Suzanne Wendling, und alle Gastfamilien hervor. Ein besonderer Dank ging an beide Bürgermeister sowie an den Vorsitzenden des Fördervereines der Feuerwehr Westhouse, Eric Fromm. Jessica Dexheimer und Annika Altenhofen übersetzten gekonnt die Rede auf Französisch, obwohl dies für die meisten Elsässer nicht notwendig gewesen wäre. Zum Abschluss überreichten die Bogeler, angeführt vom stellvertretenden Wehrführer Lukas Häffele, einen Lindenbaum mit einer Erinnerungstafel. Dieser soll ein sichtbares Zeichen der wachsenden Freundschaft sein. Rhein-Zeitung vom 18.12.2014

Für Radweg hat sich günstigere Lösung ergeben

Bogel. Bei der jüngsten Gemeinderatssitzung haben einige Ratsmitglieder Neuland betreten. Bevor es um inhaltliche Themen ging, verpflichtete Bürgermeister Arno Diefenbach erst noch Michael Schneider als Mitglied des Gremiums. Dieser hatte an der konstituierenden Sitzung am 2. Juli nicht teilnehmen können. Doch nun war der neue Gemeinderat vollständig arbeits- und beschlussfähig – und einiges wurde recht intensiv beraten. Wichtiger Punkt war die Breite eines Radweges, dessen Bau sich günstigerweise im Rahmen der laufenden Baumaßnahmen an der Bundesstraße 274 am Ortseingang aus Richtung St. Goarshausen ergibt. Rechts von der Fahrbahn soll der Radweg mit einer Länge von 150 Metern zwei Ortsstraßen verbinden und so einen praktischen Rundkurs bilden. Es wurde beschlossen, den Radweg mit zuerst geplanter Breite von 1,50 Metern auf 2 Meter zu erweitern. Wegen der Straßenbaumaßnahmen habe sich eine neue, günstigere Kalkulation ergeben, rechnete Diefenbach vor, sodass die Gemeinde trotz eines höheren Eigenanteils von 3000 Euro wesentlich unter der ursprünglichen Kostenrechnung bleiben würde. Einstimmig votierte das Gremium dafür. Der Bebauungsplan des Neubaugebiets Grabensöder ist bereits seit 2006 in Arbeit. In der Sitzung ging es unter anderem um die Reihenfolge der Erschließung mit der Verlegung von Wasser- und Kanalleitungen. Diefenbach informierte den Rat über einen Vorschlag der Verbandsgemeindewerke, an welcher Stelle sinnvollerweise mit der Wasserleitung begonnen werden solle, um dann mit den Kanalarbeiten Schritt für Schritt nachziehen zu können. Details dazu sollen in einer eigenen Sitzung mit dem Planer und den Werken erläutert werden. Festgelegt werden muss in der nächsten Zeit auch noch die Bauweise für die Wohnhäuser. Da der Sportverein ein Kulturträger der Gemeinde sei, solle er auch entsprechend unterstützt werden, war die Meinung von Ortsbürgermeister und Gemeinderat. Daher erfolgte der einstimmige Beschluss, die Anschaffung eines leistungsfähigen Rasenmähers mit einem Zuschuss und einem Kredit zu unterstützen. Diefenbach informierte außerdem darüber, dass die Syna entsprechend dem bestehenden Vertrag nach und nach die Standsicherheit der Straßenleuchten prüfen werde, zunächst bei 27 Stück, was die Gemeinde mit der vertraglich festgelegten Summe belaste. Das akzeptierte der Rat. Beschlossen wurde dann noch die Anschaffung eines Kombigerätes mit Heckenschneider und Hochentaster zur Pflege der gemeindlichen Grünanalgen. Kosten: rund 1200 Euro. Die Reinigung der Fensterflächen an der Mehrzweck- und der Friedhofshalle bereiteten der Gemeinde bisher große Probleme, weil die ehrenamtliche Arbeit auf dem Rollgerüst mit Gefahren verbunden war. Es wurde daher beschlossen, diese Arbeiten künftig nach Bedarf von einem ansässigen Reinigungsunternehmen durchführen zu lassen. Die Kosten seien „sehr niedrig“, befand der Rat und stimmte vollständig zu. Auch die Aufstellung von zwei Hinweis- und Informationstafeln am Barfußweg an der Braubacher Straße wurde einstimmig befürwortet. Unter Verschiedenes berichtete Arno Diefenbach dann über die Anschaffung von Spielgeräten, zu deren Aufbau noch Helfer benötigt werden würden. Weiterhin sei der gemeindeeigene Mulcher repariert und der Nutzungsvertrag zur Werbetafel neben dem ehemaligen Hotel Ruppmann seitens der Gemeinde gekündigt worden. Großes Lob sprach Diefenbach allen Helfern aus, die an der Sanierung des Dorfplatzes beteiligt waren, „das hat uns viel Geld an Planungskosten erspart, nur etwas Material musste gekauft werden“. Wichtig war für den Ortsbürgermeister, sich jetzt schon Gedanken zu machen zum 1125-jährigen Bestehen des Dorfes im Jahr 2018. Zum Schluss informierte Diefenbach den Rat, dass die Verbandsgemeindeverwaltung Loreley ihren Flächennutzungsplan zur Information über die Abstände der Windkraftanlagen in der Gemarkung Auel überreicht hatte. Rhein-Zeitung vom 25.08.2014 - Norbert Schmiedel

De Pälzer treibt es auf die Spitze

Bogel. Premiere in Bogel: Zum ersten Mal wird dort der Comedian Ramon Chormann alias De Pälzer zu sehen und zu hören sein. Am Freitag, 17. Oktober, tritt er um 20 Uhr auf Einladung des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Bogel in der Mehrzweckhalle mit seinem neuen Erfolgsprogramm „Doppelt so bleed!“ auf. Einlass ist ab 19 Uhr. Zum Inhalt des Programms: Unser Pälzer „Sich-Uffreescher“ Ramon Chormann, der Schnuude macht, der den Leuten ganz genau aufs Maul schaut, treibt wieder einmal die Kleinigkeiten des schwerer werdenden Alltags auf die Spitze. Der Mundart-Kabarettist, Sänger und Pianist mit Hausmacher-worscht-Vorlieben befasst sich dieses Mal ausgiebig mit Zahlen, mit denen wir nur so um uns werfen: „Ich hab dir schun 100 000 Mol gesaat ...“ (bei einem Satz, der fünf Sekunden dauert, wären das insgesamt fünf Tage und 18 Stunden), und selbstverständlich mit den Widrigkeiten des heutigen Alltags, von Problemen mit dem Flaschenautomaten über die Euro-Krise („Mer kann sich jo mol um e paar Milliarde verechne!“) bis hin zu Auswüchsen einer „Krusch-Schublad“ zu einem Krusch-Haus. Er nimmt die Schnäppchen- und Angebots-Jäger sowie die Freibier-Gesichter unter die Lupe und bemängelt natürlich wieder allgemeine Umgangsformen: „Die meischte Leit kennen heit net nor net rechne, sondern noch net emol richtig Guten Tach saa. Des is dann werklich doppelt so bleed!“. Chormann ist singend und babbelnd in Hochform, er steigert sich aus ruhigen erzählenden Phasen bis zur exzessiven „Uffreescherei“, und seine Bekannten „es Zuchtheislers Annemarie un es Dummbeitels Heinz“ geben ihm noch den Rest – ein Muss für alle Fans des Pfälzer Originals mit Kultstatus und solche, die es werden wollen. Karten für Ramon Chormanns Programm „Doppelt so bleed!“ gibt es ab dem 11. August im Vorverkauf für 17 Euro (Abendkasse 19 Euro). Vorverkaufsstellen sind die Buchhandlung Bücherland, Römerstraße 35–37 in Nastätten (montags bis freitags 9 bis 13 Uhr und 14 bis 19 Uhr, samstags 9 bis 14 Uhr) und das Versicherungsbüro Dexheimer, Am Bahndamm 7 in Bogel (montags bis freitags 9 bis 12 Uhr). Die Sitzplätze werden im sogenannten Windhundverfahren vergeben, das heißt, wer zuerst kauft, kann sich die besten Plätze aussuchen. Rhein-Zeitung vom 07.08.2014

Bogel feiert eine lebendige Partnerschaft

Bogel. Seit 30 Jahren besteht die Partnerschaft der Gemeinde Bogel mit der französischen Gemeinde Couffé im Departement von Loire-Atlantique – und sie ist so frisch und persönlich wie am Anfang. Das zeigte sich beim Dorffest in Bogel, zu dem eine große Anzahl französischer Gäste angereist war. „30 Jahre ist die offizielle Zeit des Bestehens der Partnerschaft, begonnen hat sie drei Jahre vorher im Jahr 1981“, erklärte Ortsbürgermeister Arno Diefenbach, „als Jugendfußballer aus Couffé einen Austausch mit deutschen Jugendfußballern suchten.“ Damals waren Walter Kaiser Vorsitzender des Sportvereins Bogel und Ado Ruppmann Ortsbürgermeister. Die Begründung einer Partnerschaft schien aber ein Jahr nach dem ersten Besuch der Fußballer aus Couffé gefährdet. In Couffé hatte ein neuer Bürgermeister mit dem neuen Gemeinderat seine Arbeit aufgenommen, und keiner wusste von der Partnerschaftsanfrage seiner Vorgänger. Der neue Bürgermeister kam mit dem Rat zuerst einmal nach Bogel, um sich kennenzulernen. Von da an gab es keine Probleme mehr. Am 14. Juli 1984, dem französischen Nationalfeiertag, unterzeichneten Bernard Quignon und Ado Ruppmann die Partnerschaftsurkunde. Bis heute wird die Partnerschaft geprägt von vielen persönlichen Kontakten und Freundschaften, von Besuchen, die immer durch ein Programm zu Anlässen wie dem Erntedankfest oder geschichtlichen Hintergründen wie der Öffnung der DDR-Grenze bestimmt waren. Eine Rheinsteigwanderung beanspruchte die Gäste besonders, denn bei ihnen gibt es keine Wanderwege mit solchen Steigungen. Jetzt waren die Freunde aus Couffé wieder zu Gast, um beim Dorffest das 30-jährige Bestehen der Partnerschaft zu feiern. Ado Ruppmann und Edmund Klamp als damaliger Beigeordneter feierten mit, waren sie doch mit Erich Schaub, ebenfalls damaliger Beigeordneter, die Gründungsväter der Partnerschaft. Als 1999 Rainer Truber Ortsbürgermeister wurde, führte er mit dem Gemeinderat die Partnerschaft nahtlos fort. Gleiches galt für Arno Diefenbach, als er im Jahr 2009 Ortschef wurde. Rainer Truber behielt weiterhin den Vorsitz des Partnerschaftskomitees. Nicht nur Fußballer haben den Weg nach Bogel gefunden, auch Radsportler machten Station. Umgekehrt nahm der MGV Bogel an Reisen nach Couffé teil, woran sich Bürgermeister Raimund Friesenhahn „sehr gern erinnert“, wie er in seiner Begrüßung betonte. Er konnte mehrmals die Gelegenheit zu einer Reise nach Couffé nutzen. Landrat Frank Puchtler fand, dass „solche Partnerschaften unbedingt gefördert werden müssen, sind sie doch ein wichtiger Garant für Frieden und Völkerverständigung über alle Grenzen hinweg“. Er erinnerte mahnend an „die Zeit vor genau 100 Jahren“, als Deutschland und Frankreich Erzfeinde waren. „Und heute feiern wir zusammen das Bogeler Dorffest, was für eine großartige Entwicklung.“ Der Bürgermeisterin von Couffé, Martine Coraboeuf, überreichte er den Wappenteller des Kreises. Die Landfrauen hatten eine reichlich bestückte Kuchentheke eingerichtet, für das Grillfeuer erklärte sich die Feuerwehr zuständig, und am Ausschank wurde nicht nur Bier gezapft, sondern auch Rheinwein aus Bornicher Lagen ausgeschenkt. Bier war das Stichwort für Friesenhahn, der in Jens Güllering seinen Nachfolger im Amt vorstellte und ihn gleich in die Pflicht nahm: „Wir beide spendieren unseren französischen Gästen ihr beliebtes deutsches Bier, das sie mit nach Couffé nehmen sollen, um es dort mit ihren Freunden zu trinken“. Die genannte Summe versprach eine gute Menge des Gerstensaftes. Für die Organisation dankte Arno Diefenbach dem Verkehrs- und Verschönerungsverein, „weil nur wir alle zusammen ein so schönes Fest mit unseren französischen Freunden auf die Beine stellen können“. Rhein-Zeitung vom 06.08.2014 - Norbert Schmiedel

Freunde aus Couffe besuchen das Dorffest

Bogel. Die Gemeinde Bogel feiert am Samstag, 2. August, und Sonntag, 3. August, ihr Dorffest. Anlässlich des Partnerschaftsbesuches aus dem französischen Couffe geht es diesmal auf dem Dorfplatz hoch her. Das Fest beginnt am Samstag, 2. August. Für 15 Uhr wird die Ankunft der Besucher aus Couffe erwartet. Anschließend werden sie begrüßt, und es gibt einen Willkommenstrunk am Dorfplatz, bevor die Quartiere verteilt werden. Um 19 Uhr besuchen die Gäste dann das Dorffest. Der Sonntag, 3. August, beginnt um 10 Uhr mit einem Gottesdienst. Danach, ab 11 Uhr, erwartet alle Besucher ein Frühschoppen. Die Feier zum 30-jährigen Bestehen der Partnerschaft beginnt um 13.30 Uhr. Der Rest des Tages steht zur freien Verfügung. Der Montag, 4. August, steht zur freien Verfügung. Die Jugendlichen fahren zum Holiday Park nach Haßloch. Für Dienstag, 5. August, 9.30 Uhr, ist die Abfahrt an der Mehrzweckhalle vorgesehen zum Besuch der Sommerrodelbahn auf der Loreley, Wandern auf dem Rheinsteig, Picknick, kleines Länderspiel auf dem Bogeler Sportplatz mit anschließendem Grillen am Abend. Am Mittwoch, 6. August, 9 Uhr, fährt die Gruppe nach Hachenburg zur Brauerei mit Besichtigung und Führung. Um 13 Uhr steht ein Picknick an. Anschließend wird das Cadillac-Museum in Hachenburg besucht. Zurück in Bogel beginnt um 20 Uhr die Abschlussfeier in der Mehrzweckhalle. Am Donnerstag, 7. August, reisen die französischen Gäste ab. Rhein-Zeitung vom 31.07.2014

Neuer Gemeinderat um Arno Diefenbach nimmt die Arbeit auf

Bogel. Das Wahlergebnis war überwältigend: 93,7 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen entfielen bei der Kommunalwahl im Mai auf Arno Diefenbach, der somit mit großer Mehrheit in seinem Amt als Ortsbürgermeister bestätigt wurde. Diefenbach bedankte sich auf der konstituierenden Sitzung des Ortsgemeinderats für das ihm entgegengebrachte Vertrauen und versprach, er werde sich auch weiterhin dafür einsetzen, die Gemeinde Bogel voranzubringen. Besonders dankte er den Bogelern für ihre Genesungswünsche während seiner schweren Krankheit im vergangenen und Anfang dieses Jahres. Auch bei der Beigeordnetenwahl herrschte Einhelligkeit. Uwe Holstein, der bei der Gemeinderatswahl die meisten Stimmen auf sich vereinigt hatte, wurde in seinem Amt als Erster Beigeordneter bestätigt. Zweiter Beigeordneter ist nun Dirk Ruppmann. Beide Entscheidungen fielen einstimmig. Dem neuen Rechnungsprüfungsausschuss gehören Torsten Ruppmann, Andreas Geisel und Frank Blum an. Und auch die Vertreter für die Verbandsversammlung des Kindergartenzweckverbandes Bogel stehen nun fest: Es handelt sich um Arno Diefenbach, Frank Blum, Andreas Geisel, Ilona Dick, Yvonne Dietrich, Jörg Reckermann, Sabine Dauer-Metz, Hubertus Sauerwein und Marcus Kranz. Im Anschluss an die diversen Wahlen überreichte Arno Diefenbach den ausscheidenden Ratsmitgliedern Wolfgang Balzer, Hartmut Fallen, Heinz Häffele und Michael Dexheimer eine Urkunde und ein Weinpräsent zum Dank. Ihnen allen sprach er im Namen der Gemeinde seine Anerkennung für ihren Einsatz sowie die besten Wünsche für die Zukunft aus. Besondere Würdigung erfuhren die Ratsmitglieder Frank Blum und Torsten Plies für ihre 20-jährige Tätigkeit im Ortsgemeinderat. Ihnen zollte, vertreten durch Arno Diefenbach, der Gemeinde- und Städtebund Rheinland-Pfalz Dank und Anerkennung. Zusätzlich überreichte Diefenbach den beiden verdienten Gemeinderäten eine Luftaufnahme der Gemeinde Bogel. Rhein-Zeitung vom 09.07.2014

112 eingeprägt: Kinder wählen den Notruf

Was man zu Hause nicht einfach machen soll, konnten die Vorschulkinder aus dem Kindergarten Sternennest in Bogel bei der örtlichen Feuerwehr ausprobieren. Im Rahmen der Brandschutzerziehung erklärte ihnen Jessica Dexheimer von der Feuerwehr, wie man richtig einen Notruf absetzt. Ganz wichtig ist es, sich die Notrufnummer 112 einzuprägen. Aber auch viele andere Punkte rund um das Thema Feuergefahren wurden den Kleinen erklärt. Zum Beispiel, dass man sich nicht verstecken darf, wenn es doch mal zu einem Feuer gekommen ist. In diesem Fall muss direkt Hilfe geholt werden. Dass man vor den Feuerwehrleuten in ihren schweren Klamotten und dem Atemschutzgerät keine Angst haben muss, zeigte eindrucksvoll der Feuerwehrmann Fred Haxel den Kindern. Danach erzählte Jessica Dexheimer noch die Geschichte von den Rauchengeln, also den Rauchmeldern im Haus, die auf die schlafenden Menschen aufpassen. Ihre Erläuterungen schloss sie damit, dass die Kinder zu Hause einmal nachsehen sollen, ob auch ihre Wohnung mit den nützlichen Lebensrettern ausgestattet ist. Aber nach so vielen Erklärungen wollten die Kinder dann doch mal selbst was ausprobieren. So ging es dann vor die Feuerwehrhalle, wo die Fahrzeuge und Geräte gezeigt wurden, aber auch schon ein kleiner Einsatz auf die Kinder wartete. Ein kleines Holzhaus hatte Feuer gefangen und musste schnell gelöscht werden. Nun konnten die Jungen und Mädchen an der Kübelspritze ihr Löschtalent beweisen. Bei warmem Wetter war es dann auch gerade recht, dass der eine oder andere Wasserspritzer die Kinder nass machte. Dabei konnten die Kinder sich zuvor davon überzeugen, dass es ausreichend Löschwasser gibt und wie es die Feuerwehr aus dem Hydranten unter der Straße holt. Als endlich „Feuer aus“ gemeldet wurde, ging es noch mal auf zu einer Rundfahrt mit dem Feuerwehrauto durch Bogel. Am Ende des ereignisreichen Nachmittages übten die Kinder noch mal das Absetzen eines Notrufs. Als alle erfolgreich die Aufgabe gemeistert hatten, gab es noch eine Urkunde für die erfolgreiche Teilnahme und Infomaterial zum Mitnehmen. Auch wenn die Kleinen hoffentlich nie den Notruf wählen müssen, die Nummer 112 haben sie nun im Kopf fest gespeichert nach ihrem Besuch bei der Feuerwehr. Rhein-Zeitung vom 08.07.2014

Beim Geburtstag sind Socken und Stiefel überflüssig

Bogel. Das zehnjährige Bestehen des Barfußpfades wurde in Bogel auf Einladung von Kindergarten, Elternausschuss und Förderverein gefeiert. Der Pfad wurde in diesem Frühjahr mit der Unterstützung des Forstamtes erneuert. Lehrtafeln und ein neues Eingangsschild verschönern die Strecke zusätzlich. Nach den Begrüßungsworten durch Ortsbürgermeister Arno Diefenbach und Kindergartenleiterin Ulrike Häffele wurde eine Waldandacht von Pfarrerin Yvonne Fischer aus Lahnstein gehalten, bei der sogar die Kleinsten aufmerksam zuhörten. Im Anschluss zeigten die Kindergartenkinder unter Mithilfe ihrer Erzieherinnen ihr musikalisches Talent und unterhielten die Gäste mit einem tollen Waldlied. Zum Abschluss des offiziellen Teils wurde der Barfußpfad eröffnet. Dabei konnte man dann auch erstmals das neue Eingangsschild bewundern, welches Stephan Beilstein von Hand angefertigt hatte. Danach ging es mit den nackten Füßen durch die zehn Stationen, die mit unterschiedlichen natürlichen Materialien wie Moos, Laub, Sand, Tannenzapfen und Matsch befüllt waren. Anschließend wurden verschiedene Workshops angeboten. So konnten die Kinder nach Lust und Laune die Bäume mit lustigen Knetgesichtern verschönern, ein Mobile aus Naturmaterialien anfertigen, eine Astgabelrassel herstellen oder das Riesen-Insektenhotel befüllen. Zusätzlich zu den vielen Aktivitäten kam natürlich das Essen und Trinken nicht zu kurz. Der Kindergarten bedankte sich bei allen Spendern, die für ein Büfett sorgten, sowie allen, die zum guten Gelingen des Jubiläums beigetragen haben. Rhein-Zeitung vom 08.07.2014

Bogel hat jetzt superschnelles Internet

Bogel. Der Ausbau der Breitbandversorgung ist fertig: Die Gemeinde Bogel ist mit schnellem VDSL versorgt. Bereits zum Ende des Jahres 2013 wurde die Infrastruktur fristgerecht errrichtet. Nach Angaben des Bürgermeisters Arno Diefenbach sind die ersten Anschlüsse bereits freigeschaltet. „Die erreichten Übertragungsraten entsprechen den vertraglich zugesagten“, schreibt der Ortschef.
Wie kam es dazu, dass Bogel nun schnelles Netz hat? Auf das Pilotprojekt des Kreises wollte die Gemeinde offenbar nicht warten. Es zeige sich, dass das Land Rheinland-Pfalz bei der flächendeckenden Versorgung der ländlichen Regionen mit Hochgeschwindigkeitsinternet im bundesweiten Vergleich einen der letzten Plätze belegt, sagt Diefenbach. Da kurzfristig nach wie vor keine Besserung in Sicht scheint und mit überschaubaren finanziellen Mitteln keine akzeptable Lösung gefunden werden kann, bedurfte es der Eigeninitiative und eines unkonventionellen Weges, um eine Verbesserung für die Bürger der Region zu erreichen. Die Gemeinde Bogel konnte bereits 2012 Gewerbetreibende, Ortsvereine und zahlreiche private Haushalte überzeugen, dass das schnelle DSL mit Glasfaser die Zukunft für den Ort sein wird – sei es für die Betriebe, für Heimarbeitsplätze, für Kinder sowie Schüler und auch für die Erweiterung der Gemeinde durch Verkauf von Bauplätzen oder auch Verkauf der privaten Immobilien. Die Projektkosten in Höhe von rund 40 000 Euro konnte die Gemeinde durch Zuschüsse der Gewerbetreibenden, Ortsvereine und Privathaushalte zum größten Teil schließen.
Bogel gilt eigentlich als versorgt. Wie konnte nun trotzdem der Auftrag vergeben werden? In Bogel hat man sich eine clevere Lösung einfallen lassen. Nicht die Gemeinde, sondern der Verkehrs- und Verschönerungsverein ist Initiator des Projekts. Damit hat es Bogel sogar geschafft, dass die Industrie- und Handelskammer Koblenz in ihrem „Positionspapier der regionalen Wirtschaft des Rhein-Lahn-Kreises 2020“ ausdrücklich darauf hingewiesen hat, dass, auch wenn EU-Richtlinien und andere rechtliche Einschränkungen Hürden aufbauen, findige Gemeinden zeigen, wie man auf unkonventionellem Weg erfolgreich sein Ziel erreicht. Mit der Maßnahme sei eindrucksvoll bestätigt worden, dass eine intakte Dorfgemeinschaft in Eigeninitiative Zukunftsprojekte auf den Weg bringen kann, lobt Diefenbach seine Bogeler.
Gleichzeitig bedankt sich der Verkehrs- und Verschönerungsverein bei allen, die dieses Projekt mit Zuschüssen unterstützt haben. Um entsprechende Verträge müssen sich die Interessenten nun selbst kümmern, wobei die Telekom als Vertragspartner der Ausbaumaßnahme grundsätzlich auch anderen Anbietern einen diskriminierungsfreien Zugang zum Breitbandnetz bietet. Details müssen die Einwohner dann mit dem entsprechenden Anbieter klären.
Rhein-Zeitung vom 31.03.2014

"Doppelt so bleed!"- Die Erfolgstournee geht weiter

Ramon Chorman, alias de Pälzer, spielt am 17.10.2014 sein Erfolgsprogramm in Bogel in der Mehrzweckhalle. Der aus dem SWR bekannte Comedian kommt erstmals nach Bogel.
 Die Veranstaltung wird vom Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Bogel durchgeführt, der auch die Bewirtung 
mit Snacks und Getränken übernimmt.
 Sobald die Karten im Vorverkauf (ca. Mai) sind, werden wir an dieser Stelle darüber informieren.
Viele Veranstaltungen vom 
Pälzer sind schnell ausverkauft, daher aufpassen und schnell zuschlagen. Die Karten sind auch eine tolle Geschenkidee.
mehr Infos: http://www.chormann.de

Freundschaft soll gebührend gefeiert werden

Bogel. In diesem Jahr jährt sich der Beginn der Freundschaft zwischen den „Sapeurs Pompiers Westhouse“ und der freiwilligen Feuerwehr Bogel zum 25. Mal. Diesen Anlass wollen die befreundeten Wehren mit einem großen Fest im französischen Westhouse in der Region Elsass feiern.
Um das Fest vorzubereiten und zu planen, kamen sechs Gäste aus dem elsässischen Westhouse nach Bogel. Wehrführer Michael Dexheimer begrüßte seinen Amtskollegen Christian Striebel nebst Ehefrau Nathalie in der Wambacher Mühle, wo man sich zum Mittagessen traf. Mit den Striebels war die Erste Beigeordnete der Gemeinde Westhouse, Suzanne Wendling, mit Ehemann Vincent angereist. Die Gruppe komplettierten der Vorsitzende des Fördervereins der Feuerwehr Westhouse Eric Fromm und seine Freundin. Nach einem Mittagessen wurde ausführlich die Wache der freiwilligen Feuerwehr Nastätten besichtigt, bevor es dann nach Bogel ging. Dort fand am Abend eine gemeinsame Besprechung zum Jubiläumsfest statt. Zur Gruppe kamen der Ortsbürgermeister, Arno Diefenbach, der Vorsitzende des Fördervereins der Feuerwehr, Frank Blum, sowie der stellvertretende Wehrführer Lukas Häffele dazu. Für die Alterskameraden nahm Arno Michel an der Besprechung teil.
Im Laufe des Abends wurden viele Punkte besprochen. So konnte nach Überprüfung der Terminkalender beider Feuerwehren und Gemeinden, ein gemeinsamer Termin gefunden werden. Am Wochenende, 12. bis 14. September, wird in Westhouse gefeiert. Nach einem offiziellen Teil soll eine große Fete im Feuerwehrsaal steigen. Dort besteht die Möglichkeit, sich unter Freunden und Kameraden auszutauschen.  Aber auch ein Rahmenprogramm mit einem Besuch des naheliegenden Straßburg steht auf dem Plan.
Während der Besprechung wurden Aufgaben verteilt, und so werden beide Seiten auf das Gelingen des Festes hinarbeiten. Die Mitglieder der Feuerwehr Bogel und deren Förderverein können sich schon jetzt auf einen tollen Ausflug ins Elsass freuen.
Nach dem man alle Punkte besprochen hatte, ging man zu einem gemütlichen Abend in einem Bogeler Wirtshaus über. Wieder einmal hatte man viele Stunden über gemeinsam Erlebnisse, aber auch über das Feuerwehrwesen gesprochen. So gab es viel zu lachen und man freut sich schon jetzt auf ein baldiges Wiedersehen.
Am Sonntag schloss dann der Besuch mit Gesprächen, einem Spaziergang durch Bogel und einem Mittagessen ab. Ein weiterer großer Schritt in der deutsch-französischen Freundschaft, zwischen den beiden Feuerwehren war damit getan.
Rhein-Zeitung vom 12.02.2014

Ort feiert mit Markt, Musik und Darbietungen

Bogel. Bereits das Stellen des Kerbebaums durch die freiwillige Feuerwehr am Freitagabend lockte zahlreiche Besucher in die Gemeinde im Blauen Ländchen. Doch die 50 Liter Freibier dürften nicht der einzige Grund dafür gewesen sein, denn eine halbe Stunde später begann der Bunte Abend, durch dessen Programm Ortschef Arno Diefenbach führte. Das Bogeler Bürgerhaus war zu diesem Anlass bis zum letzten Platz gefüllt.
Die Bogeler Ortsvereine hielten einige Darbietungen parat. Die Kinderturngruppe, die Kindertanzgruppe Stand up und die Seniorengruppe zeigten mit Tänzen dem Publikum, was sie einstudiert hatten. Stimmlich versüßten Frauen-, Männer- und Projektchor den Anwesenden den Abend. Zum Tanz bis nach Mitternacht spielte die Gruppe The 2-Fifties.

Regen hält Gäste nicht ab
Der Bogeler Markt für Ein- und Handgemachtes am Samstag ist bereits zu einer festen Größe im Kalender herangewachsen. Die Jugend der Feuerwehr übernahm die Regelung des Verkehrs. Das war auch nötig, denn trotz des Dauerregens gab es kaum mehr Parkplätze. Eine Wiese diente ebenfalls als Parkraum, aber die Aussage „Keine Garantie, dass sie sich festfahren“, führte dazu, dass Allradfahrzeuge auf der Fläche überwogen. Die aufgebauten Stände im Freien mit Schutz vor Regen glichen einem orientalischen Basar, wenn auch die Besucher beschirmt und eher winterlich gekleidet waren. Im Bürgerhaus ging es beschaulicher zu. Wer noch nichts Warmes zum Anziehen hatte, konnte sich dort auf jeden Fall eindecken.
Angebot ist breit gefächert
Natürlich gab es auch Kaffee und Kuchen und lud neben der Einkaufstour zum Verweilen ein. Das Angebot war breit gefächert, leckere Konfitüren, fantasievolle Essigkreationen, wertvolle Handarbeiten bis hin zu kreativen Schmuck und Kunstgegenständen. Natürlich gab es auch heimische Lebensmittel zu kaufen, wie Wurst, Käse, Honig, Obst und Gemüse und wer nicht abwarten konnte, holte sich gleich etwas vom Grill. Man merkte allerdings auch, dass Weihnachten bereits vor der Tür steht. Ein großer Teil der angebotenen Waren wies darauf hin. Und hier gibt es „Serientäter“. Sie kommen Jahr für Jahr und holen sich immer wieder ein neues Artefakt und bereichern ihre Weihnachtsdekoration. Ein kleiner Flohmarkt und Kinderschminken rundete das Angebot auch für die jüngeren Besucher ab.
Der Abschluss des dreitägigen Festes in der Gemeinde bildete des Sonntag. Los ging es mit einem Erntedankgottesdienst. Anschließend sorgten die Holzhäuser Musikanten für gute Laune beim Frühschoppen.
Rhein-Zeitung vom 08.10.2013 - Uwe Jannaschk

In der Partnerstadt Couffé hat sich viel getan

Bogel. Montmartre, Sacré Coeur, Eiffelturm – zunächst einmal standen Paris und seine Wahrzeichen auf dem Programm, als 21 Mitglieder des Freundeskreis Bogel- Couffé und neun Fußballer der SG Bogel in die Partnerstadt Couffé reisten. Zum Glück hatte der Wind die übliche Smogglocke weggeweht, als die Gruppe in der französischen Hauptstadt ankam, und so konnte man vom Montmartre aus den herrlichen Ausblick auf Paris genießen. An eine Fahrt auf den Eiffelturm war allerdings nicht zu denken: Die Warteschlange war so lang, dass mit 55 Minuten Wartezeit gerechnet werden musste. So ruhten sich die Reisenden lieber ausgiebig im Schatten des Turmes aus, bevor sie sich auf die letzte Etappe der Hinfahrt machten.
Gegen 19.30 Uhr erreichten die Bogeler schließlich die Sporthalle in Couffé, wo ihre Gastgeber sie schon erwarteten. Nach offizieller Begrüßung durch den Vorsitzenden des Comité de jumelage de Couffé, Daniel Pageau, und Rainer Truber, Vorsitzender des Freundeskreises Bogel-Couffé, wurden die Gäste in ihre privaten Quartiere gebracht.

Die Älteren staunten nicht schlecht
Tags darauf, am Freitag, wurde dann die Umgebung erkundet. Die Älteren, die glaubten, in Couffé schon alles gesehen zu haben, staunten nicht schlecht über den Umbau des Theaters und den Neubau der Kantine und des Kindergartens. Auch für die Betreuung von Kindern und Jugendlichen zwischen zwei und zwölf Jahren, deren Eltern berufstätig sind, ist ein neues Gebäude errichtet worden. Während also einige Reiseteilnehmer sich die Stadt anschauten, fuhren die Fußballer an den Atlantik, um dort ausgiebig im Meer zu baden. Ein gemeinsames Mittagessen in einem Restaurant in Cellier, die Besichtigung des Grabes von Louis de Funès und der anschließende Besuch eines Weinkellers rundeten den Tag ab.
Der Samstag führte die Reisenden zusammen mit ihren Gastgebern auf die Insel Noirmoutier, die bei Ebbe über eine befestigte Straße, bei Flut dagegen nur über eine Brücke zu erreichen ist. Anschließend besichtigte man auf dem Festland eine uralte Windmühle, deren hölzernes Original-Räderwerk aus dem Jahr 1750 stammt und immer noch in Betrieb ist. Tag für Tag mahlt diese Windmühle 100 Kilogramm Getreide. Abends saß man noch gemütlich in der Mehrzweckhalle von Couffé zusammen.
Auch der Sonntag war bis zum Rand gefüllt: Nach dem Besuch eines alten Fischerdorfs stand das ehemalige Industriegelände, auf dem sich früher Werften befanden, auf dem Programm. Heute als Museen genutzt, beherbergen die früheren Werften auch „les machines“ genannte Figuren. Ein künstlicher, beweglicher Elefant von über zehn Metern Höhe, auf dem mehr als 40 Personen sitzen können, gehört zum Beispiel dazu. Langsam drehte er seine Runden und spritzte mit seinem schwenkbaren Rüssel die zu nahe stehenden Zuschauer nass. Und das war längst nicht die einzige Attraktion: Auch ein mehrstöckiges Karussell mit integrierter Rutschbahn war zu bestaunen.

Erinnerungen wurden wach
Die Zeit verging wie im Flug, und schon war der Abschiedsabend gekommen, den die Bogeler mit Salaten, Gegrilltem und aus Bogel mitgebrachtem Bier vom Fass gestalteten. Zum Abschluss überreichte Rainer Truber drei Fotobücher an Daniel Pageau – Bücher, die 30 Jahre Partnerschaft aus deutscher Sicht widerspiegeln. Erinnerungen wurden wach, die Bücher gingen reihum. Am Montag ging es dann wieder in Richtung Heimat. Um 22.30 Uhr kam die Gruppe müde, aber ganz erfüllt von der erlebnisreichen Reise wieder in Bogel an.
Rhein-Zeitung vom 09.09.2013

VG-Feuerwehrtag in Miehlen

Miehlen. Ein weiteres Highlight des Wochenendes war der VG Feuerwehrtag in Miehlen. Einige Kameraden von uns wurden geehrt und befördert. Zum Feuerwehrmann wurde Moritz Ruppmann befördert, Oliver Fuchs, Gabriel Guckenbiehl und Daniel Ostermann wurden zum Oberfeuerwehrmann befördert. Für 25 Jahre Dienst in der FF Bogel wurden Peter Maus und Walter Schug mit dem silbernen Feuerwehrehrenzeichen ausgezeichnet. Es gratulierten herzlich die mitgefahrenen Kamerden, die Wehrführung und unser Ortsbürgermeister welcher extra zur Veranstaltung gekommen war.
Im Laufe der Veranstaltung wurde auch unser früherer Feuerwehrsachbearbeiter Karl Seidel in den Ruhestand verabschiedet. Wir danken ihm im Namen der FF Bogel für die gute Zusammenarbeit und wünschen ihm alles Gute für die Zukunft.
http://www.feuerwehr-bogel.de/

Im Verkehr geht Sicherheit vor

Bogel. Die Kindertagesstätte Sternennest beteiligt sich am Projekt „Sicher zur Schule“ der Landesverkehrswacht Rheinland-Pfalz und der Unfallkasse Rheinland-Pfalz. Unterstützt wird das Projekt vom Forum Verkehrssicherheit Rheinland-Pfalz, von den Sparkassen und der Landesbausparkasse Rheinland-Pfalz (LBS).
Diesen Institutionen geht es darum, Wegeunfällen von Schul- und Kindergartenkindern gegenzusteuern. Immerhin wurden in Rheinland-Pfalz im vergangenen Jahr 5482 Wegeunfälle registriert, an denen Kita- oder Schulkinder beteiligt waren. Unfälle in Kitas oder Schulen sind in dieser Statistik nicht enthalten, sonst wäre die Zahl deutlich höher, wie Manfred Breitbach, stellvertretender Geschäftsführer der Unfallkasse, bei einem Termin in der Kita zu bedenken gab. Nun wäre eine ganze Reihe von Personen verantwortlich, Kindern das richtige Verhalten auf dem Weg zum Kindergarten oder zur Schule nahezubringen, wie Breitbach fortfuhr. Das wären in erster Linie die Eltern, dann die Erzieher und später die Lehrer. In der Kita Sternennest aber sprach er die Leiterin Ulrike Häffele mit ihren Mitarbeiterinnen an, denen er eigens zur Verkehrserziehung angefertigte Broschüren, aber auch Seminare ans Herz legte, bei denen spezielle pädagogische Schritte und praktische Verhaltensweisen vorgestellt werden.
Werner Kraus von der Landesverkehrswacht Rheinland-Pfalz unterstrich das Vorbildverhalten von Erwachsenen, „denn Kinder lernen durch Nachahmen“. Die Frage an die Kinder, wer denn auf seinem Weg zur Kita eine Straße überqueren müsse, beantworteten die Kinder mit Schulterzucken. Offenbar keines von ihnen. „Ich komme mit dem Bus“, oder „Mein Vater bringt mich mit dem Auto“, oder „Meine Mutter bringt mich bis an die Eingangstür“, waren einige der Antworten. Diese Frage hatte bei den Kindern schon mal nicht den gewünschten Erfolg, denn das Überqueren der Straße sollte vor der Kita kurz geprobt werden.
Da zeigten die Kleinen aber, was sie bisher gelernt hatten: „Erst ein paar Mal hin- und her schauen, ob kein Auto kommt, dann schnell rüberrennen.“ Sie nahmen die Erwachsenen bei der Hand und zeigten, wie es gemeint war. Aber das waren nur die ersten Schritte: Die Kinder haben ja erst mit der Verkehrserziehung angefangen. Finanzielle Unterstützung erfährt das Projekt durch die Sparkassen, für die von der Naspa Lahnstein Gunther Schmitz nach Bogel gekommen war, und von der LBS, die das Vorstandsmitglied Uwe Wöhlert vertrat: „LBS und Sparkassen fördern die Bildung in Rheinland-Pfalz von der Einschulung bis zur Doktorarbeit. Mit "Sicher zur Schule" erweitern wir das Spektrum um ein Thema, das uns allen besonders am Herzen liegt.“
Um sich nicht nur mit Worten und Erklärungen den Kindern zuzuwenden, hatte Manfred Breitbach viele reflektierende weiche kuschelige Anhänger mitgebracht, die im Anschluss an die Projektvorstellung ausgeteilt wurden. Dabei handelte es sich um putzige, schielende Robben mit zwei Füßen und Flossen.
Rhein-Zeitung vom 17.08.2013 - Norbert Schmiedel

Maseratis machen halt vor Vito Antolinos Fachwerkstatt in Bogel

Bogel. Maseratis aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland kennen Vito Antolino als Spezialisten für Fahrzeuge der italienischen Nobelmarke. Bei einer Maserati-Rundfahrt von Wiesbaden durch den Rheingau und den Taunus war folgerichtig die Fachwerkstatt von Antolino in Bogel ein Ziel zum Verschnaufen.
Bei Bruscetti, Oliven und Espressi wurde gefachsimpelt, Erfahrungen ausgetauscht und vor allem der Kontakt nach Bogel gepflegt. Nicht alle der 24 nach Außen edlen, im Innern mit sportlicher Technik ausgestatteten Karossen fanden Platz vor dem Werkstatttor. Die Parkflächen in der Gartenstraße waren für kurze Zeit sehr wertvoll geworden, aber über die Preise der Fahrzeuge wurde nicht gesprochen. Die Weiterfahrt verlief sehr leise: Die Fahrer wollten nicht mit röhrenden Motoren auf sich aufmerksam machen.
Rhein-Zeitung vom 28.05.2013 - nos

Public Viewing

London/Bogel: Fußballfans aufgepasst; das Finale der Champions League am 25. Mai 2013 zwischen Borussia Dortmundund FC Bayern München wird auf einer Großbildleinwand im Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Bogel übertragen. Los geht’s ab 19:00 Uhr.
Die Wurst gibt’s vom Grill, das Bier aus dem Fass.
Finale Made in Germany

Mädchen und Jungen zeigen tolles närrisches Programm

Bogel. Auch die fünfte Kinderfastnacht in Bogel war wieder ein voller Erfolg. Mit etwas Verspätung startete ein buntes Programm, das, trotz der kurzen Vorbereitungszeit in diesem Jahr, von den Mädchen und Jungen toll vorgetragen wurde. Das Foto zeigt
die engagierten Bambini mit ihrem Fußballtanz. Die von vielen helfenden Müttern und Vätern bunt dekorierte Halle war wie immer voll besetzt. Am Ende waren sich die kleinen Narren einig: „Es war so ein toller Tag!“
Rhein-Zeitung vom 12.02.2013

Feuerwehr hofft für die Zukunft auf Verstärkung

Bogel. Die Dienstversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Bogel bot einen Einblick in die Arbeit der Feuerwehrmänner und -frauen in den vergangenen 12 Monaten, aber auch einen Ausblick auf das kommende Jahr. Wehrführer Michael Dexheimer hatte neben der aktiven Mannschaft, der Jugendfeuerwehr, den Alterskameraden und dem Förderverein auch Ortsbürgermeister Arno Diefenbach und den Verbandsgemeindewehrleiter Stefan Wöll eingeladen.
Was die drei zu berichten hatten, wäre auch für Außenstehende interessant gewesen, denn in dieser Form wird die zeitintensive ehrenamtliche Arbeit der Feuerwehr selten öffentlich dargestellt. Arno Diefenbach bedankte sich für die „ständige Einsatzbereitschaft Tag und Nacht im Ernstfall“, aber auch für die Unterstützung bei gemeindlichen Aufgaben, zum Beispiel bei der Kindergartenbetreuung. Die Arbeit in der Jugendfeuerwehr sei nicht hoch genug einzuschätzen, und die große Eigenleistung bei der Renovierung und Erweiterung des Gerätehauses, bei der sich die Alterskameraden intensiv eingebracht hatten, habe der Gemeinde viel Geld gespart. Stefan Wöll nahm die Umstationierung des Mannschaftstransportwagens „Pritsche“ (MTW-P) mit Anhänger von Miehlen nach Bogel zum Anlass, den „Grisu“, einen kleinen grünen Feuerdrachen, als Maskottchen an Michael Dexheimer auszuhändigen, bevor er das Fahrzeugbeschaffungskonzept der Verbandsgemeinde vorstellte und das Ausbildungskonzept erklärte. Vor weiteren Neubeschaffungen von Fahrzeugen sei künftig eine Neubewertung erforderlich. Es bleibe aber das Ziel, jeden Ausrückebereich mit mindestens einem zusätzlichen Tragkraftspritzenfahrzeug auszustatten. Für Bogel müsse daher die für 2013 geplante Ersatzbeschaffung des Löschfahrzeugs 8/6 auf 2015 verschoben werden.
Ein noch größeres Problem sei die Personalstärke der Feuerwehren. Zurzeit gebe es in der Verbandsgemeinde 705 aktive Feuerwehrangehörige. 34 Zugängen stünden jedoch 37 Abgänge gegenüber, und in 2013 würden mit Erreichen des 63. Lebensjahres weitere 20 Kameraden ausscheiden. Sehr erfreulich sei dagegen die Teilnahme an Ausbildungsgängen, besonders zum neu eingerichteten Digitalfunk. Michael Dexheimer bestätigte die hohe Einsatzbereitschaft seiner Kameraden und lobte darüber hinaus die hohe Übungsbeteiligung. Zwei Übungen finden pro Monat statt.
Bei den sechs ernsten Einsätzen von Bränden über Verkehrsunfälle bis hin zur Suche nach Personen hätten im Schnitt 19 Einsatzkräfte zur Verfügung gestanden, laut Dexheimer „ein sehr gutes Ergebnis bei Tag, wenn viele außerhalb an ihren Arbeitsstellen sind.“ Verwaltungsgrenzen würden ohnehin keine Rolle spielen, und auch festgelegte Ausrückebereiche würden die Feuerwehr nicht bremsen.
Dexheimer griff den Dank des Ortsbürgermeisters auf und stellte die Arbeit von Jessica Dexheimer und Fred Haxel heraus, die im Kindergarten Brandschutzübungen mit den Kindern durchführen. Jugendwart Christian Rammersbach galt ein besonderer Dank für seine Arbeit mit der Jugendfeuerwehr, der 15 Kinder, davon zwei Mädchen angehören. Die Gruppe komme jeden Montag zusammen, „was eine große Disziplin von den Kindern verlangt“. Der Förderverein habe, so Dexheimer weiter, im abgelaufenen Jahr 4400 Euro zur Verfügung gestellt. Davon wurden etwa Werkzeuge und Kleidung, aber auch ein Warngerät, mit dem Kohlenmonoxid in Gebäuden gemessen werden kann, zur Sicherheit der eingesetzten Feuerwehrmänner angeschafft.
Für die Bevölkerung sei der Informationsabend über Rauchmelder im privaten Bereich ein großer Erfolg gewesen. Bevor die Dienstversammlung zum Jahresende zum geselligen Teil überging, wurde Pascal Plies zusätzlich zum Gerätewart und Robin Balzer zum Jugendwart gewählt. Drei Feuerwehrkameraden wurden in die Wehr übernommen, womit die Zahl der Aktiven 35 beträgt.
Rhein-Zeitung vom 31.12.2012 - Norbert Schmiedel

70 Stände locken Besucher zum Markt

Bogel. Ein Herbstmarkt der ganz besonderen Art bot sich in Bogel den Besuchern. Die Marktfrauen des Verkehrs- und Verschönerungsvereins hatten unter der Devise „Ein- und Handgemachtes“ ein umfangreiches Sortiment zusammengestellt. Bei der Auswahl der Stände wurde Wert darauf gelegt, dass sie zum Motto des Marktes passen.
Das Angebot an mehr als 70 Ständen ließ kaum einen Wunsch offen. So wurden Marmeladen, Schönes für Haus und Garten, aber auch selbst gestaltete individuelle Schmuckstücke angeboten. Am Verkaufsstand von Monika Struth und Brigitte Trees aus Weyer lief einem das Wasser im Mund zusammen. Allerlei Köstlichkeiten wie Marmelade, Essig, Liköre und Schnäpse aus den verschiedensten Früchten trafen den Geschmack der Käufer. „Alles, was wir anbieten, ist eigenhändig geerntet und zubereitet. Wir haben schon mehr als die Hälfte unserer Waren verkauft“, lacht Monika Struth. Warme Schals und handgestrickte Socken in allen Formen und Farben und vieles andere, was gestrickt, gehäkelt und gestickt wird, konnte erworben werden. Gebastelte und handwerklich hergestellte Gegenstände beispielsweise aus Holz, Ton oder Glas wie die handbemalten Kugeln von Elwira Hrouda aus Hofheim waren ebenso im Angebot wie geschmackvolle Floristik, Gewürze und Naturseifen. Mit einer witzigen Idee punkteten Petra Dorn und Michaela Bickel, die aus Königsstein angereist waren. An ihrem Stand reihten sich unzählige Figürchen, die alle aus kleinen Tontöpfen hergestellt waren. Ob Fußballspieler, Engel, Hexe oder Eule, dem Einfallsreichtum waren keine Grenzen gesetzt. „Angefangen haben wir mit kleinen Weihnachtsfiguren. Dann kamen immer neue Figuren hinzu“, erinnert sich Michaela Bickel. Viele der Minitontopffiguren entstehen auf Bestellung. „Wir haben zum Beispiel für einen Verein Tennisspieler gebastelt“, bestätigt Petra Dorn.
Während Petra Dorn und Michaela Bickel zum ersten Mal zu Gast auf dem Bogeler Herbstmarkt waren, ist Alexandra Gruca schon Stammgast. Ihre selbst hergestellten und langlebigen Kerzen fanden schnell Abnehmer. „Gerade vor der Weihnachtszeit kaufen viele Besucher Kerzen“, freut sich Alexandra Gruca. Zum Herbstmarkt kommt sie immer wieder gern. „Hier herrscht eine angenehme Atmosphäre, und es kommen viele Leute“, ist sie zufrieden. Aber auch landwirtschaftliche Erzeugnisse direkt vom Bauernhof oder vom Imker standen zum Verkauf und fanden reißenden Absatz.
Die Marktfrauen boten Kaffee und eine reiche Kuchenauswahl an, der Männergesangverein Liederkranz Bogel 1920 schmackhaften Zwiebelkuchen, Federweißer und andere Getränke und die Freiwillige Feuerwehr herzhaftes Grillgut. Sehr begehrt waren bei den jüngeren Marktbesuchern das kostenlose Kinderschminken, der Flohmarkt und das Theaterstück „Der Grüffelo“.
Rhein-Zeitung vom 09.10.2012 - Susanne Schneider

Bogeler fahren Ernte mit viel Gesang ein

Bogel. Fester Bestandteil des traditionellen Heimat- und Erntedankfestes in Bogel ist der beliebte „Bunte Abend“, der von den ortsansässigen Vereinen gestaltet wird. Auch in diesem Jahr hatten sich alle Mitwirkenden wieder viel Mühe gegeben, um ein unterhaltsames und kurzweiliges Programm auf die Beine zu stellen.
In der liebevoll dekorierten Mehrzweckhalle, in der allerlei Herbstliches zu einem gemütlichen Ambiente beitrug, bewiesen die Bogeler Bürger Heimatverbundenheit und Zusammenhalt. Die teilnehmenden Ortsvereine bestätigten mit ihren Auftritten und ihrem Einsatz, wie wichtig sie für das Dorfleben sind. Vor einem gut gelaunten Publikum hatte der Frauenchor aus Bogel keinerlei Schwierigkeiten, gleich zu Beginn mit einem dynamischen Auftritt zu punkten. Ganz zwanglos und leger brachten die Sängerinnen die Lieder „Was wär’n die Männer ohne uns“ und „Marmor, Stein und Eisen bricht“ zu Gehör. Besonders bemerkenswert war der tadellose Vortrag des Stücks „Was wär’n die Männer ohne uns“, in dem die Macken der Herren der Schöpfung mit einem Augenzwinkern auf den Arm genommen werden. Nach nur vier Wochen Probezeit wagte der Frauenchor auch die Premiere des launigen Liedes und landete einen vollen Erfolg. Dirigentin Margit Luckenbach, die zudem am Klavier begleitete, konnte stolz auf die musikalische Leistung ihrer Sängerinnen sein.
Mit der Tanzgruppe der Sportvereinigung 1899 Bogel ging es schwungvoll weiter. Die sechs jungen Damen im Alter von zehn bis zwölf Jahren beeindruckten die Zuschauer nicht nur mit ihrem verschmitzten Charme, sondern auch mit Rhythmusgefühl und Synchronität. Selbstverständlich ließen die Bogeler Bürger ihre Mädels nicht ohne eine Zugabe von der Bühne. Trotz des rundum gelungenen Auftritts gab es auch einen Wermutstropfen zu beklagen. Imke Rauch und Anja Haibach beenden nach zweieinhalb Jahren ihre Tätigkeit als Übungsleiterinnen der Tanzgruppe. Somit war die Tanzaufführung an diesem Abend die letzte in der altbewährten Besetzung. Die beiden Trainerinnen haben sich mit ihrem Engagement um die Entstehung einer tollen und talentierten Tanzgruppe verdient gemacht. Zum Glück ist trotz des Weggangs von Imke Rauch und Anja Haibach das Fortbestehen der Tanzgruppe für die Zukunft gesichert, da sich Larissa Bilo bereit erklärt hat, die Arbeit der beiden weiterzuführen.
Auch der Projektchor trug zu dem gelungenen Verlauf des Abends bei. Das gefühlvolle „Halleluja“ sorgte für andächtige Stille im Saal. Die Sängerinnen und Sänger transportierten die Stimmung des Liedes erstklassig. Viel Sehnsucht verströmte „Dort wo die Blumen blühen“. Unter der Leitung von Dirigentin Irina Kotykova gaben die Mitglieder des Projektchores auch hier ihr Bestes und brillierten mit ihrem niveauvollen Gesang. Voller Ideenreichtum steckte die Interpretation des Liedes „Lord of the Dance“. Mit viel Bewegung und dem Einsatz von Schellen setzte die Gruppe überzeugend eine moderne Note, die viel Anklang beim Publikum fand.
Den Schlussakkord setzte der Männergesangverein „Liederkranz“ Bogel 1920 mit ihrer Dirigentin Irina Kotykova. Die Präsentation der Sänger war ein gutes Beispiel dafür, wie harmonisch sich die Tradition eines klassischen Männergesangvereins mit modernen Einflüssen verträgt. Mit den Stücken „Der Wein und Liebe“, „The longest time“ und „Der Weinklopper“ vermittelten die Sänger bemerkenswert die Bandbreite ihres Könnens. Damit ging ein Wohlfühlabend zu Ende, nicht jedoch ohne dass das ein oder andere Paar zur Musik des Party Duos „The 2-Fifties“ die Gelegenheit zu einem Tanz nutzte.
Rhein-Zeitung vom 08.10.2012 - Susanne Schneider

Keine Fabrikware beim Herbstmarkt

Bogel. Aus einer Schnapsidee heraus ist der Bogeler Markt zu einer Erfolgsgeschichte geworden, die aus dem Kalender der Gemeinde nicht mehr wegzudenken ist. Das sich das so entwickelt, hat auch Rosa Rex, eine der vier ehrenamtlichen Marktfrauen des Verkehrs- und Verschönerungsvereins, nicht gedacht. Umso mehr freut es sie, dass auch nach mehr als 15 Jahren die Stimmung innerhalb und um die Mehrzweckhalle immer gut ist.
Rund 70 Stände können die Besucher am Samstag, 6. Oktober, von 11 bis 18 Uhr in Augenschein nehmen. Der Markt ist Teil des Heimat- und Erntedankfestes vom 5. bis 7. Oktober. „Die Vorbereitungen laufen gut“, sagt Rex, „wir sind zufrieden.“ Allerdings könnte auch eine zweite Mehrzweckhalle gefüllt werden. Deshalb, so die Organisatorin, müsse manchmal ein bisschen hin- und hergerückt werden. Die Helfer wirbeln ab 6 Uhr in der Halle herum. „Früher war noch die Rocknacht am Abend vorher“, erinnert sich Rex, deshalb haben sie damals noch zeitiger aufstehen müssen, um Ordnung zu machen.
Das Besondere beim Bogeler Markt ist, dass es keine Fabrikware angeboten wird, sondern nur selbst geerntete, eingemachte oder hergestellte Produkte. „Das ist das A und O“, sagt Rosa Rex. Handwerkliches und künstlerisches Können sind gefragt. Das reicht von Essen und Trinken über Dekoratives bis hin zu Nützlichem.
Freuden für den Gaumen sind beispielsweise hausgemachtes Brot, Wurst, Käse, Brotaufstriche, Liköre oder Weine. Auch gibt es jede Art von Kunsthandwerk, Schmuck aus Edelsteinen, Glückwunschkarten, herbstliche Blumengestecke, kreative Holzarbeiten – geschnitzt oder gedrechselt. Außerdem können die Marktgäste zum Teil die Herstellung miterleben: So können sie unter anderem erfahren, wie Schieferarbeiten, Bürsten, Keramikobjekte oder auch Pralinen entstehen.
Aber nicht nur Erwachsene können den Markt genießen, sondern auch die Kinder sollen ihren Spaß haben. Daher gibt es wieder einen Kinderflohmarkt. Den ganzen Tag wird Kinderschminken angeboten. Das Team des Kindergartens hat ein zusätzliches Angebot: Es gibt zu verschiedenen Uhrzeiten, die beim Markt bekanntgegeben werden, ein kleines Theaterstück, das im Kindergarten aufgeführt wird. Wieder dabei ist das Spielzelt, in dem verschiedene Spiele angeboten werden. Der Erlös kommt dem Kinderhospiz Bärenherz, Wiesbaden, zugute.
Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt. Der Männergesangverein wird in seinem Außenzelt selbst gebackenen Zwiebelkuchen und Federweißen anbieten, die Freiwillige Feuerwehr steht am Grill. In der Halle gibt es ebenfalls Angebote. Die Landfrauen und der Frauenchor werden wieder für ein reichhaltiges Kaffee- und Kuchenbüfett sorgen.
Die Jugendfeuerwehr kümmert sich auch um die Parkplätze. Die Organisatoren bitten, den entsprechenden Anweisungen des Nachwuchses zu folgen.
Rhein-Zeitung vom 02.10.2012 - me

Bogeler Wehr hat aufgerüstet

Bogel. Einiges hat sich in den vergangenen Wochen bei der Freiwilligen Feuerwehr Bogel getan. So hat beispielsweise die Gemeinde die Außenfassade des Gerätehauses verputzen und streichen lassen. Die Wehr ist zufrieden: Das Gebäude erstrahlt nun in einem satten Dunkelrot. „Wir sind jetzt im Grunde fertig“, sagt Wehrführer Michael Dexheimer und ist froh darüber.
Doch das ist noch nicht alles an Veränderungen. Die Verbandsgemeinde Nastätten hat ein zweites Fahrzeug an die Bogeler Wehrübergeben. Das wurde möglich, weil ein neues Mehrzweckfahrzeuges (MZF 2) für die Wehr in Miehlen angeschafft worden war. Das bisher dort stationierte Mannschaftstransportfahrzeug (MTW-p) verstärkt nun die Retter in der Gemeinde Bogel.
Das Fahrzeug kann bis zu sieben Einsatzkräfte transportieren und verfügt über eine Ladefläche, die Platz für zusätzliches Material bietet. Dazu zieht das Gefährt einen Anhänger, der Einsatzmittel zur Wasserförderung transportiert. Außerdem bietet die Neuanschaffung einen weiteren Vorteil: Es können mehr Retter zum Einsatzort gefahren werden. Insgesamt sind mehr als 34 Wehrleute in Bogel aktiv. Aber auch der Jugendfeuerwehr kommt das Fahrzeug zugute, da bisher nicht immer alle Jugendlichen in das Löschfahrzeug passten.
Auch der Förderverein unterstützt die Kameraden weiter in finanzieller Hinsicht. Im Rahmen der Fertigstellung der Fassade am Gerätehaus sind die Mitglieder dabei, für die Beschriftung zu sorgen. Für das Mannschaftstransportfahrzeug finanziert der Verein zusätzliche Beladung in Form von Werkzeugen sowie Teile des Innenausbaus des Fahrzeuges. Diese Anschaffungen sollen in den kommenden Wochen laufen.
Aber auch in den vergangenen Monaten konnte der Förderverein viel Geld für die Brandschützer in sinnvolle Ausrüstung investieren. Wohl als erste Wehr in der Region hat man sich mit den Gefahren einer Kohlenmonoxid-Vergiftung im Einsatz beschäftigt. Um die Wehrleute bei vermeintlich unverfänglichen Einsatzsituationen zu schützen, hat der Förderverein zum Jahresbeginn einen CO-Warner beschafft.
Zudem: Alle Einsatzkräfte, die noch Gummistiefel als Teil ihrer Schutzausrüstung hatten, wurden nun mit Lederstiefeln ausgestattet. Mit weiteren kleineren Anschaffungen wird der Verein wieder mehrere Tausend Euro in diesem Jahr in die Ausstattung der Freiwilligen Feuerwehr Bogel investieren. Damit wird die Sicherheit der Mannschaft, aber auch die der Bürger verbessert.
Um Geld für zukünftige Projekte zu haben, veranstaltet der Verein am Samstag, 29. September, eine SWR-Night-Fever-Party in der Mehrzweckhalle Bogel. Die Feuerwehr hofft an diesem Tag auf ein volles Haus.
Rhein-Zeitung vom 11.09.2012

Kindergarten "Sternennest"

Im Kindergarten ist ein neuer Bauraum für die Kinder eingerichtet worden. Es fehlte noch ein passender Anstrich für die Wände. Hierfür erklärte sich Nora Förster aus Bogel bereit diese unentgeltlich nach dem Thema Dschungelbuch zu gestalten, was Ihr hervorragend gelungen ist. Anschließend wurden die Wände kostenlos von der ortsansässigen Autolackiererei Kaiser, deren Inhaber die Eltern von Nora Förster sind, versiegelt. Jetzt kann der neu gestaltete Bauraum ausgiebig von den Kindern genutzt werden. Die Kinder, das Erzieherteam und der Elternausschuss bedanken sich recht herzlich für das Engagement von Nora Förster und ihren Eltern.

Sternennest renoviert

Bogel. Der kommunale Kindergarten Sternennest in Bogel freut sich über neue Garderoben und einen gemütlichen Spielraum im Dschungelbuch-Look. Ein Teil der 2500 Euro teuren neuen Garderobe wurde dabei mit einer Spende der Naspa-Stiftung finanziert. Motiviert hatte sich der Elternausschuss in zwei Ferienwochen ans Werk gemacht: Die alten Garderoben wurden abgerissen, die Flurwände in leuchtenden Farben gestrichen, alles geputzt, neuer Teppichboden verlegt und so manche Dekoration angebracht, um den Kindern eine freundliche Spielumgebung zu schaffen. Das Ergebnis kann sich nun sehen lassen.
Rhein-Zeitung vom 21.08.2012

Es ist ein schönes Gefühl, wenn man hilft

Bogel. Man müsste schon blind sein, um es zu übersehen: Michael Dexheimer ist Feuer und Flamme für die Feuerwehr. Mitte der 1980er-Jahre, als Kind, habe er mitbekommen, wie bei einem Brand in Bogel sechs Menschen ums Leben kamen, erzählt er: „Da habe ich mich spontan entschlossen, in die Jugendfeuerwehr einzutreten. Und seither bin ich hoffnungslos mit dem Feuerwehrfieber infiziert.“ Was sich bis in eines seiner Hobbys hinein bemerkbar macht, das er vor einigen Jahren aus Zeitgründen leider aufgab: Michael Dexheimer fertigte sogenannte Dioramen – Miniaturlandschaften, in denen sich der Realität nachempfundene kleine Szenen abspielen. Weder auf qualmende Dampflokomotiven noch auf spektakuläre Hubschrauberlandungen oder rasante Formel-Eins-Rennen hatte er sich spezialisiert. Nein, Michael Dexheimers Dioramen zeigen, wie könnte es anders sein, Miniatur-Feuerwehreinsätze.
Wehrführer in Bogel
Aber die sind natürlich nur eine Randnotiz. Eigentlich spiegelt sich sein Engagement in viel wichtigeren Dingen wider: Der 39-Jährige ist Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Bogel mit 35 Aktiven und zwölf Jugendfeuerwehrleuten und schrieb für unsere Zeitung eine viel beachtete Serie zum Thema Feuerwehr. Dexheimer ist zudem Zweiter Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbands („Das ist eine Art Gewerkschaft, die sich um die Belange der Feuerwehrleute kümmert“) und betreibt unter http://www.rheinlahn.de/ eine Website, auf der er über vieles schreibt, was für Feuerwehrleute von Interesse ist. Und als ob das noch nicht genug wäre, arbeitet er auch noch in der Feuerwehreinsatzzentrale in Nastätten mit. Die tritt in Aktion, sobald ein Notruf die Leitstelle in Montabaur erreicht, sie alarmiert und koordiniert die Ortsfeuerwehren und wickelt deren Einsätze ab. „Dadurch bekomme ich natürlich wesentlich mehr als die sechs bis acht Einsätze mit, die pro Jahr in meinem Heimatort Bogel so anstehen“, sagt Dexheimer und räumt im nächsten Atemzug ein: „Natürlich ist das manchmal ganz schön belastend.“
Es ist aber immer wieder auch befriedigend. „Vergangenes Jahr konnten wir in Nastätten in letzter Minute eine Frau aus einem brennenden Haus retten“, erinnert sich Michael Dexheimer. „Das ist dann ein sehr schönes Gefühl, wenn man in einer solchen Situation helfen konnte – und auch Dankbarkeit dafür erlebt.“ Vor allem, weil dies leider keine Selbstverständlichkeit ist. Immer häufiger komme es vor, dass Leute sich beschweren, wenn die Feuerwehr wegen eines Einsatzes Straßen absperrt oder wenn es bei einer Übung angeblich zu laut zugeht: „Darin sehe ich eine ganz ungute Entwicklung in unserer Gesellschaft.“
Freiraum von der Ehefrau
Bleibt bei so viel Engagement überhaupt noch Zeit für anderes? Ja, natürlich, muss es, denn sein Geld verdient der gebürtige Bogeler als Versicherungsfachmann, bildet Nachwuchskräfte aus und arbeitet in einem Arbeitskreis zur Weiterentwicklung der Ausbildung mit. Ach, und fast hätte er es vergessen: In dieser Wahlperiode mischt Dexheimer auch noch als Parteiloser für die SPD-Fraktion im Orts- und Verbandsgemeinderat in der Kommunalpolitik mit.
Ein derart umfangreiches Pensum, darauf legt er großen Wert, würde er natürlich nicht ohne seine Ehefrau Jessica schaffen, die ihm dafür den nötigen Freiraum lässt, sich, obwohl in Teilzeit ebenfalls berufstätig, hauptsächlich um das anderthalbjährige Töchterchen kümmert, den Haushalt schmeißt und zusätzlich „klassische Männerarbeiten“ wie Rasenmähen oder Heckenschneiden übernimmt. So kann sich ihr Mann ganz auf Beruf, Gemeinderat und nicht zuletzt auf die Feuerwehr konzentrieren, bei der es allein schon genug Baustellen gibt. „Nachwuchsprobleme“ lautet eines der Stichworte, wobei in Bogel die Welt in dieser Hinsicht auf dem Kopf zu stehen scheint. „Wir haben hier ein Luxusproblem, nämlich viele junge Feuerwehrleute, aber nur zwei Kameraden, die schon über 50 sind“, erklärt Dexheimer. „Da fehlen manchmal die erfahrenen Profis. Andererseits machen bei den Jungen viele sehr Engagierte mit, die sich für keinen Arbeitseinsatz zu schade sind.“
In ein paar Jahren werde das Hauptproblem der Feuerwehren nicht mehr die finanzielle Ausstattung, sondern die Personalfrage sein, ist er sicher: „Nicht nur, dass es zu wenige Feuerwehrleute gibt. Sondern es sind ja auch immer mehr Pendler gezwungen, zur Arbeit nach Frankfurt oder sonst wohin zu fahren. In gleichem Maß nimmt die Bereitschaft der Arbeitgeber, ihre Angestellten für Feuerwehreinsätze freizustellen, leider immer mehr ab.“ Und noch etwas bereitet dem Bogeler Wehrführer zunehmend Sorgen: der Verwaltungsaufwand, der immer monströsere Ausmaße annimmt. „Dokumentieren, wer welche Ausbildung und welchen Lehrgang macht, die Leute an ihre Lehrgänge erinnern, für den demnächst fertiggestellten Anbau unseres Gerätehauses den ganzen Papierkram erledigen und, und, und … Ein Angestellter, der nicht wie ich auch mal was vom Büro aus erledigen kann, schafft das doch gar nicht.“
Sicherheit auch in Ferien
Vieles ließe sich in puncto Bürokratie vereinfachen, davon ist er überzeugt, und so manche unnötige Hürde abbauen: „Ein Beispiel: Wenn jemand neu in die Feuerwehr eintritt, stehen erst mal mehr als 100 Stunden Ausbildung auf dem Programm. Das schreckt doch ab. Meiner Meinung nach wäre es besser, das Ganze in kleinere Portionen aufzuteilen – schließlich können wir beim Nachwuchs ja nicht aus dem Vollen schöpfen. Aber auf Landesebene ist man da leider wenig einsichtig.“
Wehrführer, Versicherungsfachmann und „Zertifizierter Vorsorgespezialist“, wie es auf seinem Visitenkärtchen steht – da drängt sich irgendwie der Verdacht auf, dass Michael Dexheimer ein äußerst sicherheitsbewusster, um nicht zu sagen ein sicherheitsbedürftiger Mensch ist. „Ja, stimmt schon“, gibt er unumwunden zu. „Meiner Frau ist das manchmal schon zu viel. Daran, dass ich im Hotel immer als Erstes schaue, wo die Rettungswege sind, hat sie sich ja inzwischen gewöhnt. Aber dass ich im Urlaub permanent aufpasse, dass uns niemand Geld stiehlt, stört sie immer noch.“ Also gelobte Ehemann Michael Besserung und gab sich in den jüngsten Ferien auf Mallorca auch in dieser Hinsicht ganz entspannt: „Und was passierte? Prompt wurde uns das Portemonnaie geklaut.“
Rhein-Zeitung vom 02.06.2012 - Ulrike Bletzer

Vorschulkinder bei Wehr zu Gast

Bogel. Vorschulkinder vom „Sternennest“ besuchten kürzlich die örtliche Feuerwehr. Fred Haxel und Jessica Dexheimer erwarteten die zehn Kinder und ihre Erzieherinnen. Eine Kollegin konnte leider nicht mitkommen, weil sie krank war, aber die Kinder konnten ihr sicher nach dem Besuch einiges vom tollen Erlebnis erzählen.
Im kleineren theoretischen Teil erklärte Jessica Dexheimer den Umgang mit dem Feuer sowie das Verhalten im Brandfall. Die Kinder konnten schon einiges dazu beitragen. Unter welcher Nummer man die Feuerwehr erreicht, war sowieso schon klar. Anschließend zeigte Fred Haxel den Mädchen und Jungen seine komplette Einsatzuniform und zog sie inklusive Atemschutz an. Auch dies ist nicht unwichtig, damit die Kinder im Ernstfall keine Angst vor den Brandschützern haben. In voller Montur erkundeten alle zusammen das Feuerwehrauto. Hier lernten die Kinder, dass nicht nur Schläuche im Feuerwehrauto sind. Wo kommt denn das Wasser überhaupt her, wenn kein Teich oder Fluss in der Nähe ist, fragten die Kinder. Das Feuerwehrauto hat einen Wassertank. Man zeigte ihnen auch die Wasserentnahme aus einem Unterflurhydranten.
Der Höhepunkt des Besuchs war das Selbstlöschen. Mit der Kübelspritze durfte der Nachwuchs auf ein „brennendes“ Holzhaus zielen und somit das Feuer löschen. Das Wetter war schön, deshalb waren die teilweise nassen Hosen schnell getrocknet. Sehr aufregend war dann auch die Fahrt mit dem Feuerwehrauto. Fred Haxel drehte eine Runde mit allen durch den Ort.
Zum Abschluss erhielten die Kinder noch Geschenke, unter anderem eine Urkunde und Bücher. Dort wird auch das wichtige Thema Rauchmelder angesprochen. Die Kinder glauben, sie hätten welche zu Hause. Fred Haxel und Jessica Dexheimer hoffen, dass das überall auch so ist. Nachdem nun alle noch mit ihren Namen auf einem Feuerwehrhelm unterschreiben durften, nahmen die Vorschulkinder diesen noch als Gabe mit in den Kindergarten.
Rhein-Zeitung vom 05.04.2012

Autolackiererei Kaiser bildet für Eigenbedarf aus

Bogel. Pascal Beilfein, Georgius Stamatiadis und Mike Spitzer gehören zu den 152 jungen Leuten in der Wirtschaftsregion Mittelrhein, die eine Lehre zum Fahrzeuglackierer absolvieren. Alle drei lernen ihr Handwerk in der Autolackiererei Kaiser in Bogel bei Nastätten. „In der Regel übernehme ich die Lehrlinge nach erfolgreicher Gesellenprüfung. Das sage ich ihnen auch zu Beginn der Lehre. Meine Erfahrung ist, dass das Übernahmeangebot ihre Motivation steigert“, sagt der Geschäftsführer der Firma, Maler- und Lackierermeister René Förster.
In einer ländlichen, strukturschwachen Region sei es besonders wichtig, für den Eigenbedarf auszubilden. „Noch haben wir keine Nachwuchssorgen“, meint Förster. Der durch den demografischen Wandel bedingte Fachkräftemangel werde jedoch auch vor seinem Handwerk nicht Halt machen. „Wir Meisterbetriebe müssen unsere Zukunft durch gute Ausbildung sichern“, betont der Firmenchef, der den von Heinz Kaiser gegründeten Betrieb vor 17 Jahren übernahm.
Rhein-Zeitung vom 30.03.12

Kindergarten weiht Rutschenturm ein

Bogel. Unzählige Eltern kamen mit ihren Kindern zum Kindergartenfest, um gemeinsam ein neues Spielgerät seiner Bestimmung zuzuführen. Viel zu lange hatte der Kindergarten keinen Rutschenturm, da der rund 30 Jahre alte Vorgänger nicht mehr zu reparieren war. Der neue ist knapp vier Meter hoch und wesentlich stabiler.
Bevor jedoch darauf getobt werden konnte, wünschte Norbert Preismann, Bürgermeister von Ruppertshofen, den Kindern sowie Erzieherinnen viel Spaß mit dem Neuen und bedankte sich bei allen Helfern. Gebaut wurde der Turm in Zusammenarbeit der Firmen Jürgen Göth und Bräcklein. Tatkräftig mitgeholfen haben auch Lutz Ruppmann, Gemeindearbeiter von Bogel, Eltern sowie weitere freiwillige Helfer. Die Materialien wurden vom Förderverein des Kindergartens Bogel finanziert. Auch Ulrike Häffele, die Kindergartenleiterin, freute sich, dass der Turm nun endlich stand. Gemeinsam mit den Kindern und einigen Eltern sang sie ein eigens komponiertes Rutschenturmlied, um sich damit bei allen Helfern zu bedanken.
Dann durften die Kinder endlich ihren Turm, der wie ein Geschenk eingewickelt war, gemeinsam auspacken. Es gab sogar eine Kinderolympiade mit einer Schatzsuche, Sandsäckchenweitwurf, Mohrenkopfschleudern und natürlich Rutschen. Die Eltern hatten Kuchen mitgebracht, es wurde gegrillt, und keiner ließ sich von dem tristen Wetter stören. Die Erwachsenen konnten zudem für eine Tombola Lose erwerben. Der Erlös wurde dem Kindergarten gespendet. Als gelungenen Abschluss führten die Erzieherinnen des Kindergartens ein kleines Theaterstück auf.
Rhein-Zeitung vom 19.03.2012 - Gina Haubner

Bogel investiert in weitere Projekte

Bogel. Das Jahr 2012 wird für die Ortsgemeinde Bogel zu einem Investitionsjahr. Die Kindertagesstätte (Kita) ist von Ortsbürgermeister Arno Diefenbach und MdL Frank Puchtler als existenziell wichtig eingestuft worden. Seit Puchtlers Besuch dort wurden bereits etliche kleinere Verbesserungsmaßnahmen vorgenommen. Jetzt informierte sich Puchtler über weitergehende Investitionen in Bogel.
Mithilfe von Spenden kann ein Zaun um den Spielplatz am Park, den die Kita nutzt, aufgestellt werden. Der Gemeinderat und der Kindergartenzweckverband haben sich dafür ausgesprochen. Zum Zweckverband gehören neben Bogel die Gemeinden Ruppertshofen, Kasdorf und Endlichhofen. Vorsitzender ist Arno Diefenbach.
Die Rheinstraße wird wegen Kanalarbeiten und der anschließenden vollständigen Herstellung der Fahrbahn ab Montag, 5. März, voll gesperrt. Eine Umleitung ist ausgeschildert. Für die kleine Ortsstraße zwischen der Kreisstraße und der B 274 erhält die Gemeinde einen Zuschuss aus dem Investitionsstock des Landes in Höhe von 10 000 Euro. Die Wiederherstellungskosten im Bereich der Kreisstraße nach Auel teilen sich der Kreis, die Verbandsgemeindewerke und die Gemeinde Bogel.
Die Kosten für die Hausanschlüsse werden den Eigentümern in Rechnung gestellt. Darüber wurden die Anlieger in einer Versammlung bereits informiert, wie Diefenbach erläutert. Er weist die Anlieger darauf hin, dass sie ihre Fahrzeuge während der Bauzeit außerhalb des Bauabschnittes parken: „Ich sehe da kein Problem, die Anwohner haben sich bisher sehr kooperativ gezeigt, wofür ich ihnen dankbar bin.“ Wenn alles glattgeht, dauern die Bauarbeiten bis Juni.
Da die Firma Miehlener Pflaster- und Straßenbau ohnehin wegen der Asphaltierungsarbeiten mit dem notwendigen Gerät im Einsatz ist, wird auch der Fußweg zum Friedhof mit einer Bitumendecke versehen. Um Kosten zu sparen, wurde im Gemeinderat darüber nachgedacht, die Ü-60-Gruppe anzusprechen, ob sie die Bankette in Eigenleistung herstellt. Nach der Errichtung des Feuerwehrgerätehauses an der Mehrzweckhalle mit Sanitäreinrichtung, dem Einbau neuer Fenster und der Erneuerung des Dachs mit einer Fotovoltaikanlage steht nun ein einheitlicher Außenputz mit einem neuen Außenanstrich des Gesamtkomplexes auf der Arbeitsliste des Ortsbürgermeisters. Was die DSL-Versorgung des Ortes betrifft, plagen Arno Diefenbach noch einige Kopfschmerzen. Die Verhandlungen mit der Telekom werden fortgeführt, „weil auch für Bogel die Lösung der DSL-Frage für das Gewerbe wie für Private äußerst wichtig ist“. Auch der Verkauf von Baugrundstücken sei heutzutage von einer schnellen Datenverbindung abhängig. Von Puchtler nach der
Finanzierung gefragt, erklärte Diefenbach, die sehr gute wirtschaftliche Entwicklung im Forst habe Rücklagen ermöglicht. „Das ist ein großer Erfolg, den wir unserer Forstrevierleiterin Anne Merg zu verdanken haben.“
Rhein-Zeitung vom 03.03.2012 - Norbert Schmiedel

Vertragsunterzeichnung: Rat ist einstimmig dafür

Bogel. Einen ersten Schritt in Sachen Windenergie hat der Gemeinderat in Bogel in seiner jüngsten Sitzung unternommen. Die Mitglieder stimmten geschlossen für die Unterzeichnung des Vertrags mit dem Unternehmen ABO-Wind. Damit sind die Weichen für einen gemeinsamen Windpark der Gemeinden Bogel, Auel und Lierscheid gestellt.
Geplant ist die Errichtung von fünf Windrädern, wovon eins im Bereich „Dickheck“ nordwestlich von Bogel stehen soll. Ortsbürgermeister Arno Diefenbach sieht die Vertragsunterzeichnung als Chance. „Wir gehen damit kein Risiko ein.“
Hinweisschilder: Außerdem wurde in der Sitzung die Anbringung von Hinweisschildern an der Haupt- beziehungsweise Bundesstraße in Bogel beschlossen. Ausgewiesen werden die Mehrzweckhalle, der Friedhof sowie der Sportplatz. „Letzteres ist gerade dann wichtig, wenn Mannschaften aus anderen Orten bei uns zu Gast sind“, erklärt Diefenbach.
Rallye: Ihr Einverständnis gaben die Ratsmitglieder auch der Anfrage des Motorsportclubs Zorn. Dieser möchte während seiner Rallye traditionell die Wirtschaftswege der Gemeinde nutzen. „Das war bisher immer problemlos, daher erteilen wir gern die Genehmigung“, sagt der Ortsbürgermeister.
Mehrzweckhalle: Auch die Mehrzweckhalle war Thema im Rat. Die Auftragsvergabe des fälligen Außenputzes erhält die Firma IBR aus Dornburg. Erfreulicherweise sieht die Haushaltslage der Gemeinde so gut aus, dass die Maßnahme komplett ausgeführt werden kann.
Spielplatz: Sanierungsbedarf besteht laut einem Bericht des TÜV Rheinland auch auf den Spielplätzen in Bogel. Der Spielplatz am Kindergarten weist im Großen und Ganzen keine Mängel auf, nur der Spielhügel sollte im Auge behalten werden. Offene Haken an den Schaukeln auf dem Spielplatz in der Gartenstraße sind nicht zulässig und müssen eingedreht werden. Zudem beanstandet der TÜV einen zu geringen Sicherheitsabstand zu den Stützbalken der Schaukeln. Zudem muss der Balancierbalken ausgetauscht werden. In der Kritik steht wegen Fäulnis ebenfalls das Podest des Rutschenturms auf der mittleren Trift. Das Gremium einigte sich darauf, schnellstmöglich Abhilfe zu schaffen und die Sicherheit somit zu gewährleisten.
Rheinstraße: Schließlich informierte Arno Diefenbach noch über den aktuellen Stand der Baumaßnahme Rheinstraße, die aufgrund anstehender Kanalerneuerungen notwendig war. Im Bereich der Kreisstraße wird, sobald die Arbeiten wetterbedingt wieder aufgenommen werden können, eine Vollsperrung nötig.
Besuch: Zum Abschluss der Sitzung verwies Arno Diefenbach noch auf einen Termin. Am 27. Februar wird um 16 Uhr Frank Puchtler im Rathaus anwesend sein, um sich über bereits erledigte und geplante Maßnahmen zu informieren.
Rhein-Zeitung vom 04.02.2012 - Susanne Schneider

Bogeler können per Mobilfunk im Internet surfen

Bogel. Ab sofort können die Bürger von Bogel mit Hochgeschwindigkeit mobil im Internet surfen. Die Telekom hat ihr Mobilfunknetz in der Gemeinde um UMTS (Universal Mobile Telecommunications System) erweitert. Damit lassen sich Texte, Bilder und Musik mit bis zu 42,2 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) senden und empfangen. Der mobile Anschluss steht dem Anschluss über das Festnetz in nichts nach. Die Bogeler können über das neue Mobilfunknetz jetzt auch vom heimischen Computer online gehen. Was sie benötigen, ist ein sogenannter UMTS-Stick. Der Preis hängt von der Nutzung ab. Ein Tagespass kostet 4,95 Euro, ein Abo für Vielsurfer gibt es ab 29,95 Euro.
Rhein-Zeitung vom 11.02.2012

Feuerwehr-Förderer: Projekt Anbau ist abgeschlossen

Bogel. Der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Bogel unterstützt die örtliche Wehr schon seit vielen Jahren. Im vergangenen Jahr wurde ein größerer Betrag in den Anbau des Feuerwehrgerätehauses investiert. Für dieses Jahr wurden auf der Jahreshauptversammlung einige Anschaffungen beschlossen. So soll die Wehr einen CO-Warner erhalten, der die Einsatzkräfte vor gefährlichem Kohlenmonoxid im Einsatz warnt. Darüber hinaus sollen alle Kameraden mit Lederstiefeln ausgestattet werden, die Atemschutzgeräteträger haben diese bereits von einigen Jahren erhalten.
Für eventuelle Umbauarbeiten oder weitere Ausstattungsgegenstände für einen neuen Mannschaftstransporter, den in diesem Jahr die VG Nastätten in Bogel stationieren will, hat der Verein ebenfalls Geld bereitgestellt. So wird der Förderverein wieder einige Tausend Euro investieren.
Auch den Bürgern will der Verein wieder einiges bieten. Am 9. März soll es einen Infoabend geben, an dem sich die Bürger zur neuen Rauchmelderpflicht informieren können. Am 29. September wird eine Night-Fever-Party mit dem SWR veranstaltet.
Alles in allem zeigte sich der Vorsitzende Frank Blum über die Arbeit des Vereins sehr erfreut. Im Anschluss gab Wehrführer Michael Dexheimer einen Bericht über die Aktivitäten der Einsatzabteilung ab. Er berichtete von sieben Einsätzen und 16 Übungen. Erfreut zeigte er sich über die Tatsache, dass insgesamt 25 Lehrgangsplätze von Kameraden besetzt wurden.
Jugendwart Christian Rammersbach vermeldete, die Jugendfeuerwehr Bogel plagten aktuell keine Nachwuchssorgen. Dies ist bei seinem Kameraden Arnold Michel ganz anders, er sieht derzeit keinen Zuwachs für seine Altersabteilung. Auch eine Ergänzungswahl für den Vorstand stand auf der Tagesordnung: Die Versammlung wählte Torsten Plies auch für die nächsten fünf Jahre wieder zum Beisitzer der Fördermitglieder im Vorstand.
Weitere Informationen zur Freiwilligen Feuerwehr Bogel und ihrem Förderverein finden sich im Internet unter der Adresse www.feuerwehr-bogel.de
Rhein-Zeitung vom 23.01.2012

Bogeler Sportplatz strahlt in neuem Licht

Bogel. Der Sportplatz in Bogel erstrahlt in neuem Licht: Statt wie bisher zwei, beleuchten seit letztem Jahr vier Flutlichtanlagen die Spielstätte. Das kommt vor allem den Fußballern des Sportvereins (SV) Bogel zugute, die nun auch in den Abendstunden bei bester Sicht Tore schießen können.
Bereits im Oktober 2011 wurden die Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt. „Alles ist bereits installiert und in Betrieb“, berichten Ortsbürgermeister Arno Diefenbach und der Zweite Vorsitzende des SV Bogel, Mark Hofmann. In diesem Zusammenhang ist laut Arno Diefenbach großer Dank an Robert Menz, ehemaliger Vorsitzender des SV, zu richten, da er die Modernisierung tatkräftig unterstützte und organisierte. Die Ergänzungsmaßnahme zur bestehenden Flutlichtanlage wurde von der Firma Palm aus Gemmerich ausgeführt und belief sich inklusive Nebenkosten auf 14 000 Euro. Der Landessportbund Rheinland-Pfalz bezuschusste das Projekt mit 35 Prozent der reinen Kosten, das entspricht 4200 Euro. Auch über eine Förderung von der Kreisverwaltung des Rhein-Lahn-Kreises in Höhe von 2950 Euro konnte sich der Sportverein freuen. „Die große finanzielle Unterstützung ist eine gute Sache“, lobt Arno Diefenbach. Der Antrag auf Förderung des Vorhabens wurde 2010 schon einmal gestellt, zum damaligen Zeitpunkt hatten aber andere Sportvereine Priorität. „Wir sind froh, dass es mittlerweile geklappt hat“, bestätigt Arno Diefenbach. Vom Erfolg der Maßnahme möchte sich jetzt im Rahmen eines Ortstermins auch Frank Puchtler überzeugen.
Damit sind aber nicht für alle Zeit Verbesserungsmaßnahmen rund um den Sportplatz aus der Welt. „Es gibt immer was zu tun“, bestätigt Arno Diefenbach. Im Frühjahr soll der Außenverputz des Gebäudes, in dem die Umkleideräume untergebracht sind, erfolgen. Diese Arbeiten werden dann vom Sportverein in Eigenleistung erbracht. Auch der Rasen ist pflegeintensiv, Unebenheiten müssen von Zeit zu Zeit regelmäßig ausgeglichen werden. In den Wintermonaten findet das Training der jüngeren Fußballspieler in der Mehrzweckhalle von Bogel statt. Auch andere Abteilungen des Sportvereins, wie zum Beispiel die Volleyballer oder die Gymnastikgruppe, nutzen die Halle regelmäßig. Zudem spielen die Fußballer in den Hallen der Mitglieder der Sportgemeinschaft. Sobald das Wetter es zulässt, wird aber wieder Fußball unter freiem Himmel gespielt.
Rhein-Zeitung vom 12.01.12 - Susanne Schneider

Kinder sollen wieder toben können

Bogel. Häufig können sich die Kinder auf dem Spielplatz des Bogeler Kindergartens Sternennest nicht austoben. Der Grund: Der Boden verschlammt schnell, und es bilden sich Pfützen. Doch eine Lösung des Problems ist in Sicht. Eine spezielle Matte, in der Erde eingelassen, soll das Wasser aufsaugen und den Boden trockener machen. Das erklärte Bogels Ortsbürgermeister Arno Diefenbach bei einem Ortstermin in der Betreuungseinrichtung. Eingeladen dazu hatte der Landtagsabgeordnete Frank Puchtler (SPD). Ob das noch in diesem Jahr klappt, bleibt jedoch abzuwarten. Denn die Maßnahme kostet rund 2000 Euro, und die müssen erst einmal bewilligt werden.
Das Vorhaben, den Spielplatz trockenzulegen, umzusetzen, sollte generell aber gelingen. Denn in Bogel gehen die Eltern und Erzieherinnen motiviert zur Sache. So wurde beispielsweise der Spielturm komplett renoviert. „Wir haben ihn eigenhändig abgeflext und neu verschweißt“, erklärt Diana Reckermann-Sommer vom Elternbeirat. Einzelne Teile seien locker gewesen, das habe ein Sicherheitsrisiko dargestellt. Doch noch können die Kinder nicht auf dem Rutschturm toben. Denn dieser muss erst an seinem ursprünglichen Platz wiederaufgebaut werden. Ein Fest zur Einweihung ist für März geplant.
Das Eingangstor wurde ebenfalls 2011 in Ordnung gebracht. Einen Zaun rund um das Sternennestgelände hat die Ü 60-Gruppe ehrenamtlich errichtet. Erst vor Kurzem haben die Eltern in Eigeninitiative die Wände neu verputzt und gestrichen.
Der Kindergartenzweckverband als Träger unterstützt zwar einzelne Projekte, aber längst nicht alles. Um das nötige Geld zusammenzubekommen, organisieren die Eltern und Erzieherinnen deshalb jedes Jahr verschiedene Aktionen, darunter den Markt für Ein- und Handgemachtes sowie den Basar an St. Martin. Der Großteil der Erlöse wird dann in Renovierungsarbeiten des knapp 40 Jahre alten Hauses gesteckt.
Bei dem Treffen ging es zudem um die Polizeipuppenbühne. Diese spezielle Abteilung der Polizei hat im vergangenen Jahr auch das Sternennest besucht. Bei der landesweiten Aktion wird den Kleinen spielerisch – in Form eines Kasperletheaters – aufgezeigt, wie sie sich im Straßenverkehr korrekt verhalten. Das kam gut an und soll in Bogel wiederholt werden. Möglich ist das allerdings erst 2013, da die Wartezeit bei der landesweiten Aktion zwei Jahre beträgt.
Ab 2013 besteht ein Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz für unter Zweijährige. Die Leitung der Bogeler Einrichtung hat diesbezüglich bereits Interesse geäußert. Da es sein kann, dass dann im Kindergarten umgebaut wird, hat die Leiterin Ulrike Häffele eine entsprechende Anfrage ans Jugendamt und das Landesamt für Soziales gestellt. Eine Antwort hat sie aber noch nicht.
Rhein-Zeitung vom 06.01.2012

Bogel produziert jetzt eigenen Strom

Bogel. Schnell handeln war für Ortsbürgermeister Arno Diefenbach und den Gemeinderat die Devise, nachdem sich der Rat am 18. Oktober für die Installation einer Fotovoltaikanlage auf dem Dach von Mehrzweckhalle mit Feuerwehrgerätehaus entschieden hatte. Grund: Die Anlage sollte noch in diesem Jahr ans Netz gehen.
Die Firma Rhein-Lahn-Solar hatte ein Angebot über rund 76 500 Euro bei der Verwendung von Dünnschichtmodulen abgegeben. Diese sehr flachen und in gewissem Rahmen flexiblen Module, genau 429 an der Zahl, wurden inzwischen montiert, sodass die Anlage noch im Dezember in Betrieb genommen werden konnte. Das sichert der Gemeinde noch die Einspeisevergütung von 28,74 Cent pro Kilowatt/Peak (kWp).
Wie der Vertreter von Rhein-Lahn-Solar erklärte, arbeiten Dünnschichtmodule zwar nicht ganz so effizient wie kristalline Module, dafür aber produzieren sie auch bei ungünstigerem Lichteinfallwinkel noch Strom. Die Dachfläche der Mehrzweckhalle ist nach Süd-Ost ausgerichtet und bietet damit nicht die optimale Neigung. Das bot für Dünnschichtmodule wiederum den Vorteil, dass sie bei relativ geringer Neigung eng verlegt werden konnten, ohne sich dabei gegenseitig Schatten zu werfen. So konnten deutlich mehr Module auf der Fläche von 320 Quadratmetern aufgebracht werden als bei kristalliner Ausführung. Damit war bei geringeren Investitionen ein Ausgleich geschaffen zwischen den Leistungen der unterschiedlichen Module.
Eigentümer und Betreiber der Anlage ist die Ortsgemeinde Bogel. Ortsbürgermeister und Rat waren durch den Solarpark am Gewerbegebiet Heide auf Rhein-Lahn-Solar aufmerksam geworden und fingen an, sich für eine Fotovoltaikanlage für das Dach der Mehrzweckhalle zu interessieren. Der neue Anbau für das Feuerwehrgerätehaus wurde mit einbezogen, um mehr Dachfläche mit den Modulen belegen zu können. Die Wirtschaftlichkeitsberechnungen mit Udo Pfaffenberger von der Verbandsgemeindeverwaltung gab den Bogelern Recht, die Idee in die Tat umzusetzen. Bei optimalen Bedingungen leistet die Anlage 38,61 kWp pro Stunde, wird sich in 9,2 Jahren amortisieren und eine Rendite von 9,9 Prozent erbringen.
Rhein-Zeitung vom 28.12.2011 - Norbert Schmiedel

Windrad könnte Haushalt weiter verbessern

Bogel. Erfreuliches hatte Bärbel Werner bei der Gemeinderatssitzung in Bogel zu berichten. „Laut Nachtragshaushalt schließt die Gemeinde das Haushaltsjahr 2011 mit einem Überschuss von circa 20 000 Euro ab“, erklärte die Finanz- und Steuerexpertin, die bei der Verbandsgemeinde Nastätten für die Haushaltspläne zuständig ist. Hauptursache sei die gesunkene Arbeitslosigkeit, die im Gegenzug die Einnahmen durch die Einkommenssteuer steigen ließ. Im Spätjahr 2011 war die Arbeitslosenquote in der Verbandsgemeinde Nastätten mit 2,8 Prozent ausgesprochen niedrig.
Nach dem Bau der Fotovoltaikanlage auf dem Dach der Mehrzweckhalle in diesem Jahr stehen natürlich auch für 2012 einige größere Investitionen an. Mit veranschlagten 72 500 Euro ist die Erneuerung des gemeindeeigenen Teils der Rheinstraße dabei der größte Posten. 26 500 Euro muss die Gemeinde selbst tragen, der Rest kommt von Anliegern, Land und Verbandsgemeinde.
Ein weiteres wichtiges Vorhaben ist die Asphaltierung des Fußwegs zum Friedhof entlang der Straße in Richtung Auel. „Der bisher geschotterte Weg ist vor allem für ältere Menschen sehr schlecht zu gehen“, erklärte Ortsbürgermeister Arno Diefenbach. Die 18 000 Euro, die voraussichtlich für die Asphaltarbeiten anfallen, bestreitet die Gemeinde komplett aus Eigenmitteln.
Auch die Mehrzweckhalle wird vom Haushaltsplan profitieren und im kommenden Jahr für rund 20 000 Euro einen neuen Anstrich erhalten. Es handelt sich um eine Maßnahme, die ursprünglich auf die Jahre 2012 und 2013 verteilt werden sollte.
Um die Gefahr durch Raser zu entschärfen, will die Gemeinde außerdem im Frühjahr für zwei bis drei Wochen testweise ein Geschwindigkeitsanzeigegerät aufstellen und es, wenn es sich bewährt, käuflich erwerben. Bedarf dafür bestehe an mehreren Stellen in Bogel, betonte Diefenbach, zum Beispiel am Ortsausgang Richtung St. Goarshausen oder in der Nähe des Kindergartens.
Auch über „Zukunftsmusik“ debattierten die Ratsmitglieder: Angedacht ist die Errichtung einer Windkraftanlage auf einer gemeindeeigenen Fläche im Wald, was weitere Einnahmen durch Pacht und möglicherweise Gewerbesteuer in die Kasse spülen würde. „Wenn die Behörden keine Einwände haben, könnten wir theoretisch Ende 2014 grünes Licht für die Windkraftanlage bekommen“, erklärte Diefenbach. Zwischenzeitlich war eine Einwohnerversammlung zu dem Thema anberaumt. Anschließend will der Gemeinderat nun entscheiden, ob das Windkraftvorhaben in der Bogeler Gemarkung konkret in Angriff genommen wird.
Rhein-Zeitung vom 16.12.2012 - Ulrike Bletzer

Neues Feuerwehrfahrzeug

VG Nastätten. Rund 100 000 Euro gibt die Verbandsgemeinde Nastätten im kommenden Jahr aus, um die Anforderungen der Feuerwehrverordnung zu erfüllen. Konkret bedeutet dies, dass ein Mehrzweckfahrzeug angeschafft und in Miehlen stationiert wird. Dort steht es strategisch günstig, denn es kann innerhalb von 25 Minuten an jedem denkbaren Einsatzort in der VG sein und muss im Ernstfall nur kurze Wege zu den chemischen Betrieben im Miehlener Industriegebiet zurücklegen. Der bisher in Miehlen stehende Mannschaftstransportwagen, der vor 15 Jahren angeschafft wurde, wird künftig bei der Wehr in Bogel stationiert. Die Anschaffung des Fahrzeugs hat der Rat in seiner jüngsten Sitzung in Oberwallmenach beschlossen. Ratsmitglied Wener Kratz (FWG) nannte es ein Unding, dass das Land den Kommunen vorschreibt, ein solches Fahrzeug vorzuhalten, zugleich aber die Mittel für das Feuerwehrwesen kürze.
Das neue Fahrzeug dient dem Nachschub von Einsatzausrüstung. Zudem können bis zu sechs Wehrleute befördert werden. Im Miehlener Gerätehaus wird für jeden möglichen Ernstfall Ausrüstung vorgehalten. Die Einheit ist für Chemieunfälle ebenso gerüstet wie für Wasserschäden und das Auslaufen von größeren Mengen Öl. Spezielle Schutzkleidung, alles Erforderliche für die Dekontamination und ein Boot stehen bereit. Die für einen Einsatz jeweils notwendige Ausrüstung wird in Gitterboxen oder auf Paletten vorgehalten und bei Bedarf mit einem Hubwagen auf das neue Mehrzweckfahrzeug geladen.
Beim Gewicht des neuen Fahrzeugs haben Wehrleiter Stefan Wöll und die Verwaltung darauf geachtet, dass alle, die einen Führerschein der alten Klasse 3 haben, das neue Modell fahren dürfen. Das bestellte Fahrgestell der Firma MAN reizt den zulässigen Rahmen mit 7,49 Tonnen vollständig aus. Sollte sich später herausstellen, dass das nicht ausreicht, ist eine Auflastung bis 8,6 Tonnen möglich. Dann müssten jedoch weitere 15 000 Euro ausgegeben werden, damit die infrage kommenden Fahrer einen entsprechenden Führerschein erhalten.
Rhein-Zeitung vom 28.11.2011

Auszeichnung für unseren Wehrführer

Unser Wehrführer Michael Dexheimer wurde auf der Verbandsversammlung des Kreisfeuerwehrverband Rhein-Lahn e.V. mit dem "Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber" ausgezeichnet. Hiermit würdigte der Verband seine Leistungen als ehemaliger Jugendfeuerwehrwart, als Wehrführer und schließlich seine 10-jährige Vorstandsarbeit im Kreisfeuerwehrverband (KFV). Die Auszeichnung nahm der Vorsitzende des KFV, Gerhard Bingel, und der Präsident des Landesfeuerwehrverband Rheinland-Pfalz, Otto Fürst, gestern in Dachsenhausen vor.
Übrigens wurde Michael Dexheimer wie der gesamte Vorstand für die nächsten 5 Jahre im Amt bestätigt. Die Versammlung war spannend wie selten. Heftig kritisierten die Verbandsvertreter die Landespolitik, die zweckgebundene Feuerschutzsteuer um 6 Mio. Euro zu kürzen und dem allgemeinen Landshaushalt zuzuführen. Ebenso scharf wurde die Diskussion mit dem Präsidenten des LFV über die geplante Beitragserhöhung geführt. So trugen die Vorstandsmitglieder einen Button mit der Aufschrift "Finger weg von der Feuerschutzsteuer". Vor dem Podium prangte ein Plakat mit gelicher Aufschrift.

Rat will Solaranlage für Hallendach

Bogel. Die Breitbandversorgung, die Fotovoltaikanlage auf dem Dach der Mehrzweckhalle und die Windkraftanlage in der Gemarkung „Dickheck“ waren die wichtigsten Themen, über die der Gemeinderat Bogel in seiner jüngsten Sitzung zu beraten hatte. Zum Breitbandausbau durch die Telekom informierte Ortsbürgermeister Arno Diefenbach den Rat und die Zuhörer, dass die Verbandsgemeindeverwaltung Nastätten Förderanträge für alle vergleichbaren Projekte der Gemeinden bei der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) gestellt habe.
Die Aussichten, Fördermittel zu erhalten, wären aber relativ gering. Frühestens 2013 könne mit Förderungen gerechnet werden, wenn überhaupt. Die Telekom habe für Bogel eine sogenannte Investitionslücke von 28 000 Euro errechnet. Die Summe sei vergleichsweise noch günstig, weil schon Glasfaserkabel im Ort verlegt worden sind.
Wenn die Gemeinde Bogel bereit ist, diese Summe zu investieren, würde die Telekom mit dem weiteren Ausbau eines VDSL-Netzes beginnen. Bogel zähle aber, fuhr Diefenbach fort, wegen der vorhandenen LTE-Technik (Datenverbindung über Funk) nicht zu den Gemeinden, die als unterversorgt gelten.
Ratsmitglieder und Zuschauer wiesen darauf hin, dass sich die LTE-Technik als instabil und sehr langsam erwiesen habe und nicht weiter ausgebaut werden sollte. Es erging der Beschluss, das Ergebnis der Antragstellung der Verwaltung bei der ADD abzuwarten und erst im Falle eines negativen Bescheides die genannte Summe selbst zu investieren, um das schnelle VDSL-Netz zu bekommen.
Zur beabsichtigten Installation einer Fotovoltaikanlage auf dem Dach der Mehrzweckhalle stellte Diefenbach die Ausschreibungsergebnisse vor. Von Rhein-Lahn-Solar lagen zwei Angebote vor, eins über rund 76 500 Euro, und eins über 107 900 Euro. Die Firma Palm aus Gemmerich berechnete rund 86 000 Euro für die Anlage. Da das Thema im Rat nicht neu war, war keine weitere Beratung notwendig. Die Entscheidung fiel zugunsten des günstigen Angebots von Rhein-Lahn-Solar mit der Installation der Dünnschichtmodule aus deutscher Fertigung aus, weil sie zugleich die höchste Rendite, 68 Prozent, erbringe. Die Vertragslaufzeit beträgt 20 Jahre.
Zum Thema Windkraftanlage in Kooperation mit den Gemeinden Auel und Lierschied waren Ortsbürgermeister und Rat der Ansicht, dass vor einer Entscheidung eine Einwohnerversammlung und eine Sitzung mit den Gemeinderäten der betroffenen Gemeinden erfolgen sollte. Grundsätzlich aber war der Rat nicht abgeneigt, sich an dem Projekt zu beteiligen.
Weiterhin teilte Diefenbach mit, dass das 1995 angeschaffte Bodenpflegegerät für die Mehrzweckhalle defekt sei. Die Reparatur koste 600 Euro, ein neues 300 Euro. Beschluss: Eine Fachfirma soll zuerst ein neues Gerät vorführen, das dann im kommenden Jahr angeschafft werden könnte. Saniert werden muss der Bürgersteig in der Oranienstraße, was den Ratsmitgliedern bereits bekannt war. Beschluss: Maßnahmen sollen erst bei einem Ortstermin zusammen mit den VG-Werken erörtert werden, um zugleich den Zustand den Kanals begutachten zu können, bevor unnötige Oberflächenarbeit vorgenommen wird.
Rhein-Zeitung vom 20.10.2011 - Norbert Schmiedel

Wenig Hoffnung auf Förderung für DSL-Ausbau

Nastätten. Die Aussichten, dass weite Teil der Verbandsgemeinde (VG) Nastätten mit schnellen DSL-Anschlüssen über Kabel versorgt werden, sind gering. Das ist der Tenor eines Berichts der für 26 000 Euro engagierten Beratungsfirma Athanus, die im Auftrag der VG die Möglichkeiten in diesem Bereich auslotet. Das Kernproblem ist nach Aussagen des Unternehmens die gerade in Betrieb gegangene Mobilfunkantenne der Firma Vodafone in Bogel, die weite Teile der Verbandsgemeinde mit dem neuen, schnelleren LTE-Standard versorgt. Diese Funklösung bietet aber nicht das Tempo modernster kabelgebundener Anschlüsse und hat nach Angaben von Athanus einen wesentlichen Nachteil: Wo LTE-Mobilfunk funktioniert, gibt es nach Ansicht des Landes keine Unterversorgung mit schnellem Datenverkehr mehr. Folglich gebe es auch keine Fördermittel für den Ausbau von leistungsfähigeren Glasfaserleitungen.
Das Oberurseler Unternehmen Athanus hat in den vergangenen Monaten die Verbandsgemeinde Nastätten auf die bestehende Infrastruktur untersucht und Möglichkeiten beschrieben, wie die Situation verbessert werden kann. Erster Ansprechpartner war dabei die Telekom, weil kein anderes Unternehmen Interesse bekundete. Damit die Telekom überhaupt erwägt, das Glasfasernetz auszubauen, wurden vor allem kleine Orte mit wenigen potenziellen Kunden zu sogenannten Losen zusammengefasst. Denn lediglich für zehn der 32 Orte in der VG hatte die Telekom zuvor Interesse an einem DSL-Ausbau signalisiert. „Wir wollen nicht, dass die anderen Gemeinden hinten runter fallen“, heißt es seitens Athenus.
Für alle Orte aber gelte: Der kabelgebundene DSL-Ausbau wäre nicht umsonst zu haben. Die Telekom fordert stets einen Beitrag der Kommunen, der sich in der VG Nastätten auf mehr als 2 Millionen Euro für alle Orte summieren könnte. Beispiel: Der Glasfaserausbau in Miehlen wäre Voraussetzung, um auch umliegende Gemeinden anschließen zu können. Allein für Miehlen wird aber ein Beitrag der Kommune von rund 450 000 Euro berechnet.
Das scheint unerschwinglich, es sei denn, das Land fördert den Ausbau. Dann würde es 90 Prozent der Kosten tragen. Aufgrund des LTE-Funknetzes aber ist die Landesförderung mehr als ungewiss. Trotzdem hat Athanus für alle gebildeten Lose Förderanträge gestellt, die nun bei der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion zur Prüfung liegen. Die Alternative wäre, den Glasfaserausbau ohne Förderantrag anzugehen. „Für einige Ortsgemeinden ist das sinnvoll“, sagen die Fachleute. In Bogel beispielsweise verlangt die Telekom von der Ortsgemeinde vergleichsweise moderate 28 000 Euro als Beitrag, weil bereits eine leistungsfähige Leitung in der Nähe liegt.
Raimund Friesenhahn, Bürgermeister der Verbandsgemeinde, rechnet aufgrund der LTE-Versorgung derzeit nicht mit Fördermitteln des Landes. Trotzdem habe man Anträge eingereicht, da sich die Richtlinien der Behörden jederzeit ändern könnten. Im Falle einer Ablehnung sei zu hoffen, dass die Kapazität von LTE sich aufgrund des technischen Fortschritts noch erhöhen werde.
Rhein-Zeitung vom 07.10.2011

Bogeler Vereine bieten eine bunte Show unter der Erntekrone

Bogel. Showeinlagen, Musik und Unterhaltung, aber auch Gelegenheiten zu persönlichen Gesprächen bot der bunte Abend, den der Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV) zum Auftakt des Heimat- und Erntedankfestes in Bogel veranstaltete. Ortsbürgermeister Arno Diefenbach dankte dem Vorsitzenden des VVV, Rainer Truber, und den Ortsvereinen für ihre Arbeit im Vorfeld der Veranstaltung.
Der Freiwilligen Feuerwehr sprach er seinen Dank aus für das Einholen und Aufstellen des Kerbebaumes. Zugleich nutzte Diefenbach die Gelegenheit, den Frauen seine Anerkennung auszusprechen, die den Markt für Hand- und Eingemachtes organisiert hatten. Ein Gottesdienst mit Pfarrer Michael Wallau, musikalisch begleitet von dem Posaunenchor, den Kindergartenkindern und dem Frauenchor, gehörte ebenso zum Festprogramm wie ein Frühschoppen mit den Liesenfelder Musikanten.
Diefenbach hielt einen Rückblick auf das Jahr, das der Gemeinde einen Anbau des Feuerwehrgerätehauses und dadurch eine neue Toilettenanlage für die Gemeindehalle brachte. Außerdem ist die Hauptstraße nun ausgebaut. Im Ausblick auf die kommenden Monate kamen Baumaßnahmen in der Rheinstraße und dem Gässchen zwischen Haupt- und Rheinstraße sowie die Befestigung des Fußweges zum Friedhof zur Sprache. Nach herzlichen Dankesworten an die Gruppe Ü 60 für ihre geleisteten Arbeiten übergab Diefenbach das Zepter an die Tanzband Viola Dance Express.
Die beiden Musiker steuerten ihr Publikum fröhlich durch den Abend, wobei sie ein besonderes Händchen für die Unterhaltung der Kinder bewiesen. Nach dem Auftritt des Frauenchores unter der Leitung von Margit Luckenbach zog der 2010 gegründete Projektchor das Publikum mit wunderbaren Liedern in seinen Bann. Irina Kotykova hatte die Stücke mit beiden Chören einstudiert.
Die Bühnenshows mit sportlichen Tanzvorführungen waren das Metier der Kinder und jungen Frauen des Sportverein. Gemeinsam mit ihren Trainerinnen Imke Rauch und Anja Haibach hatten sie das Programm eingeübt.
Friedhelm Willmann führte abwechselnd mit dem Ortsbürgermeister durch das Programm. Über allem schwebte die Erntedankkrone. Der Saal war mit Strohballen, Heufiguren, Sonnenblumen, Papierdrachen und einem mit Feldfrüchten gefüllten Erntekarren festlich geschmückt. Küche und Ausschank boten ihr Bestes, sodass dieser bunte Abend ein schöner Auftakt zum Heimat- und Erntedankfest war.
Rhein-Zeitung vom 05.10.2011 - nos

In Bogel ging es ans Eingemachte

Bogel. Beim alljährlichen Markt für Hand- und Eingemachtes zum Heimat- und Erntedankfest sollen ausschließlich selbst hergestellte Waren angeboten werden. Diesem Anspruch wurden die Verkäufer auch dieses Mal wieder gerecht. Zu ihnen zählten vor allem die Selbstvermarkter der Region mit ihren Milch- und Fleischprodukten, Backwaren, Gemüse und Obst sowie Säften und Wein.
Die Freiwillige Feuerwehr sowie die Vereine boten wieder verschiedene Leckereien vom Grill, aber auch aus dem Backofen, wie zum Beispiel frischen Zwiebelkuchen, an. Dazu gab es Federweißen, den der Männergesangverein Liederkranz Bogel servierte. Zahlreiche Bogeler Frauen spendierten hausgemachten Kuchen, zu dem der Kaffee besonders gut schmeckte. Schulkinder besserten mit dem Verkauf von Apfelsaft ihre Klassenkasse für die kommende Klassenfahrt auf oder verkauften auf dem Flohmarkt Spielsachen und Bücher. Auch das Handwerk kam nicht zu kurz: Etliche Hobbykünstler zeigten ihre Fertigkeiten zum Beispiel an der Drechselbank oder am Schmiedefeuer. Sie stellten unter anderem Messer her oder präsentierten auf unterschiedliche Weise gestalteten Schmuck sowie Textilwaren. Bei aller Geschäftigkeit ist beim Bogeler Markt aber auch immer ein sozialer Aspekt vertreten: ein Stand, dessen Erlös an das Kinderhospiz „Bärenherz“ in Wiesbaden geht.
Für die professionellen Anbieter galten dieselben Regeln wie für die Amateure: Alles musste selbst hergestellt sein – auch die Kosmetika und die Honigprodukte. Unverkennbar in Eigenleistung produziert waren die zahlreichen Marmeladen und Gelees von Monika Struth und Daniela Friedrichs aus Weyer. Nur mit einer Sorte konnten sie nicht dienen: Sanddorn. Aber das war kein Problem beim Markt. „Sanddorn hat unsere Kollegin am Nachbarstand“, empfahlen die beiden ihren Kunden freundlich und hilfsbereit.
Rhein-Zeitung vom 04.10.2011

Feuerwehrnachwuchs zeigt sein Geschick auf Hindernisparcours

Welterod. Der alljährliche Jugendfeuerwehrtag der Verbandsgemeinde Nastätten war dieses Mal in Welterod. Sieben örtliche Einheiten unterhalten eine Jugendfeuerwehr, in der der 10- bis 16-jährige Nachwuchs gefördert wird. So waren in Welterod rund 60 Jugendliche, Jungen und Mädchen, zusammengekommen.
Der Welteroder Jugendfeuerwehrwart Udo Friedrich, selbst erfahrener Brandbekämpfer und Helfer in gefährlichen Situationen, hatte mit seinen Kameraden rund um das Bundeshaus und im Feuerwehrgerätehaus einen Parcours aufgebaut, an dem den Jugendlichen verschiedene Aufgaben gestellt wurden. Als Trophäe erhielt die Siegermannschaft den von Wehrleiter Stefan Wöll gestifteten Wanderpokal.
Udo Friedrich hatte wegen der Chancengleichheit die Jugendlichen der sieben Einheiten in neun Sechser-Mannschaften eingeteilt. Diese Gruppen gingen nacheinander auf den Parcours. Dass es bei der Lösung der Aufgaben nicht nur auf feuerwehrspezifische Kenntnisse ankam, sondern auch auf Teamgeist und Koordinationsvermögen, war schnell klar. So mussten beispielsweise Golfbälle in Feuerwehrschläuchen ertastet werden. Noch störrischer als dieser B-Schlauch sind die A-Schläuche, oder auch Ansaugschläuche genannt. Diese mit Stahlringen armierten relativ kurzen Schläuche zu einem Kreis zu verbinden, war harte Arbeit für die Jugendlichen. Bei Personenrettungen oder der Bergung von Gegenständen kommen immer wieder Seile zum Einsatz, die aber nur in bestimmter Weise geknotet werden dürfen, damit sich eine Schlinge nicht zuzieht. Auch solche Knoten, Bunde oder Stiche stellen die Jugendlichen her. „Links, rechts, links, rechts“, dieses Schrittkommando beim Sommerski nicht zu beachten, bedeutete Stolpern und damit Zeitverlust.
Koordination war dabei der Garant für den Erfolg. Eine Wasserversorgung mit einem Steigrohr am Hydranten über eine längere Strecke mit mehreren B-Schläuchen für einen Löschangriff herzustellen, war eine weitere Aufgabe. Ratzfatz wurde das Steigrohr gesetzt und die Schläuche aneinandergekuppelt. Tatsächlich nass wurden die Transporteure von Wasserbechern auf einer Krankentrage über einen Hindernisparcours oder auch die Volleyballspieler. Die hatten Wasserbomben als Spielbälle und Handtücher zum Auffangen und Zurückspielen dieser „Bälle“ über das Netz. Viele zerplatzten auf dem Boden. Mit Fachwissen hatte das Fragespiel im Gerätehaus zu tun. Wie hoch ist der Wasserdurchsatz bei den verschiedenen Strahlrohren und Schläuchen? lautete eine Frage. Eine Übung machte den Jugendlichen besonderen Spaß, das Kistenstapeln. Unter der Drehleiter, zweifach gesichert, sollte einer aus jeder Mannschaft Getränkekisten so hoch wie möglich stapeln und gleichzeitig mit ihnen in die Höhe klettern. Der höchste Turm bestand aus 22 Kisten – dann fiel er zusammen.
Die Beobachter, Stefan Wölls Stellvertreter Michael Schmidt, Kreisjugendwart Gerd Werner, Verbandsgemeindejugendwart Jörg von der Heydt und sein Stellvertreter Dominik Ried waren hoch zufrieden mit dem Verlauf und den Ergebnissen des Feuerwehrtages. Den Wanderpokal errang die Mannschaft aus Obertiefenbach, der Gastgeber erreichte den vierten Platz.
nos - Rhein-Lahn Zeitung

Bogeler wandern mit ihren Besuchern aus Couffe

33 Besucher aus Couffe/Frankreich waren kürzlich zu Besuch in Bogel. 1984 wurde die offizielle Partnerschaft zwischen den Gemeinden Bogel und Couffe geschlossen. Zahlreiche gegenseitige Besuche folgten nach. Wie bei jedem Besuch waren außer geselligen Zusammenkünften auch in diesem Jahr gemeinsame Ausflüge geplant. Eine Wanderung führte von Dörscheid über Abschnitte des Rheinsteigs nach Kaub. Weitere Ausflugsziele waren Altstadt und Landtag in Mainz sowie die Bundesgartenschau in Koblenz. Der gemeinsame Abend wurde vom Männerchor, dem Projektchor und dem einmaligen Sockentheater gestaltet. Ortsbürgermeister Arno Diefenbach begrüßte die Couffeer Gäste offiziell und bedankte sich seitens der Gemeinde bei den jeweiligen Partnerschaftsausschüssen für die Organisation der Veranstaltungen bei den gegenseitigen Besuchen. Rainer Truber als Vorsitzender des Partnerschaftsausschusses in Bogel hielt einen kurzen Rückblick auf die Geschichte der Partnerschaft. Gäste und Gastgeber nahmen am Ende des Besuchs Abschied voneinander mit dem Versprechen, sich in zwei Jahren in Couffe wieder zu treffen.
Rhein-Zeitung vom 12.08.2011

Neues Feuerwehrgerätehaus feierlich übergeben

Bogel. Der Muttertag brachte für die Freiwillige Feuerwehr Bogel ein ganz besonderes Geschenk: Pfarrer Michael Wallau übergab das neue Feuerwehrgerätehaus mit segensreichen Worten seiner Bestimmung. Vorangegangen war ein Gottesdienst in der Mehrzweckhalle und eine Feierstunde. Wehrführer Michael Dexheimer konnte neben Ehrengästen aus Kommunal- und Landespolitik und Feuerwehren des Kreises auch Feuerwehrkameraden aus dem elsässischen Westhouse begrüßen. Um die seit Beginn der 80er-Jahre bestehende Freundschaft weiter zu vertiefen, schlug Dexheimer mit einem besonderen Geschenk „eine Brücke über den Rhein“: Er überreichte dem Feuerwehrkommandanten aus Westhouse eine Einzelanfertigung einer Schlauchkupplung, die die unterschiedlichen Normen der deutschen und französischen Feuerwehrschlauchanschlüsse überbrückt.
Außerdem überraschte Dexheimer den Alterskamerad Arnold Michel: Er wurde zum Ehrenwehrführer ernannt. Eine weitere Ehrung erfuhr die Autolackiererei Kaiser, die zum Feuerwehrpartner erklärt wurde, „nicht nur weil sie dann und wann kleinere Lackschäden an unseren Fahrzeugen problemlos behebt“, wie Dexheimer die Entscheidung begründete.
Raimund Friesenhahn, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Nastätten, sprach und gratulierte im Namen aller politisch und verwaltungsmäßig für die Feuerwehr Verantwortlichen. 2000 freiwillige Arbeitsstunden seien seit Baubeginn des Gerätehauses im Mai 2009 in Eigenleistung erbracht worden. „Hut ab! Seid stolz auf das, was ihr gleistet habt. Hier hat nicht die Verwaltung als Träger der Feuerwehr Unterstützung geleistet, sondern die Feuerwehr hat mit diesem Arbeitseinsatz die Verwaltung unterstützt.“ Schließlich habe weniger Geld ausgegeben werden müssen, als ursprünglich gedacht. Das Bauvorhaben war, wie Dexheimer ausführte, eine Gemeinschaftsarbeit zwischen der Verwaltung mit der Feuerwehr und der Ortsgemeinde. Denn als es nicht möglich gewesen war, die Toilettenanlagen im Untergeschoss der Mehrzweckhalle barrierefrei zu erneuern, erfolgte ein Anbau in das bisherige Feuerwehrgerätehaus hinein. Dadurch halbierte sich die Nutzfläche für die Feuerwehr. Folge: Ein Neubau beziehungsweise eine Erweiterung des Gerätehauses wurde notwendig.
Die Verbandsgemeinde hat rund 30 000 Euro in das Gebäude investiert. Das Land gab aus dem Investitionsstock rund 45 000 Euro dazu. Jetzt haben die Feuerwehrleute auch einen kleinen Versammlungsraum. Je nach Gelegenheit halten sich dort 35 aktive Feuerwehrleute, davon zwei Frauen und zwölf Jugendliche, auf.
Am Übergabetag präsentierte sich die Feuerwehr vor der Halle mit ihren Fahrzeugen. Rauchmelder wurden demonstriert in der Hoffnung, immer mehr Bürger überzeugen zu können, diese kleinen Geräte in ihren Häusern und Wohnungen zu installieren. Der Feierstunde folgte ein gemütlicher Nachmittag mit vielen teilweise „rheinüberbrückenden“ Gesprächen.
Rhein-Zeitung vom 10.05.2011

Bogeler Feuerwehr bezieht ihr neues Gerätehaus

Die Freiwillige Feuerwehr Bogel hat ein neues Gerätehaus. Auch wenn es noch nicht komplett fertig ist – einige Maßnahmen stehen noch aus –, wird die neue Unterkunft am Sonntag, 8. Mai, mit einer Feier eingeweiht. Vor rund zwei Jahren hatten die Wehrleute mit dem Projekt begonnen. Ein großer Teil der Arbeiten wurde in Eigenleistung ausgeführt. 2000 Stunden wurde gemeinsam gewerkelt. Der Förderverein hat zur Ausstattung des Gerätehauses mehrere Tausend Euro aufgebracht.
Bei dem Fest am kommenden Wochenende werden auch die neuen Sanitäranlagen in der Mehrzweckhalle ihrer Bestimmung übergeben. Zu der Doppeleinweihung kommen zahlreiche Gäste – auch die befreundeten Wehrleute aus Westhouse im Elsass. Den Besuchern wird ein umfangreiches Programm geboten. Der Tag beginnt um 10 Uhr mit einem Gottesdienst in der Mehrzweckhalle. Anschließend, gegen 11 Uhr, sprechen einige Festgäste Grußworte. Ab 12 Uhr gibt es dann einen Tag der offenen Tür für die ganze Familie – unter anderem mit Kaffee und Kuchen. Darüber hinaus können sich die Besucher über Brandschutzthemen informieren, Vorführungen ansehen und Feuerwehrfahrzeuge besichtigen. Dabei gibt es erstmals den neuen Rüstwagen und ein neues Tanklöschfahrzeug des Kreises zu sehen. Für die Kinder gibt es weitere Aktionen und eine Hüpfburg.
Rhein-Zeitung vom 03.05.2011

Vorbeugen heißt die Devise

Nicht erst warten bis der Ernstfall eingetreten ist, sondern vorher aktiv werden.  So bemüht sich seit vielen Jahren die Freiwillige Feuerwehr Bogel  um die Aufklärung Ihrer Bürger. Wichtiger Bestandteil ist dabei die Brandschutzerziehung im Kindergarten „Sternennest“ in Bogel.
Auch in diesem Jahr fanden so wieder sechs Kinder der Vorschulgruppe mit Ihrer Betreuerin Martina den Weg in das Feuerwehrgerätehaus. Hier empfingen die Feuerwehkameraden Fred Haxel und Michael Krämer  die Mädchen und Jungen.  Auch wenn die Brandschutzerzieherin der Feuerwehr kurzfristig ausgefallen war, so hatte sie bereits alles für den Tag vorbereitet. Nun konnten die beiden Feuerwehrmänner mit den Kindern über die Vorbeugung und das Verhalten im Brandfall und bei Notlagen sprechen.  Wenn es erst gar nicht zu einem Brand kommt, ist es für alle Beteiligte das Beste.  Sollte es aber doch passieren, wissen nun die Kleinen wie Sie sich verhalten sollen.
Nach Theorie im Schulungsraum der Feuerwehr ging es dann endlich an die Praxis und es durfte mit einem „richtigen“ Feuerwehrschlauch  ein fiktives Feuer gelöscht werden. Dies und die anschließende obligatorische Rundfahrt mit dem Feuerwehrauto waren natürlich die Highlights des Morgens bei der Feuerwehr.
Der Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Bogel zeigte sich nach der Rundfahrt überrascht, wie selbstverständlich die Kinder sich ihre Kindersitze unter den Arm klemmten und zurück ins Gerätehaus brachten.  Ordnung muss eben sein. Wenn doch die großen Feuerwehrleute auch immer so freiwillig alles Aufräumen würden!
Im Anschluss konnten noch mal die schweren Klamotten der Feuerwehrleute anprobiert werden und dann wurde auch schon das Erinnerungsfoto geschossen.  Für alle Kinder gab es wie in jedem Jahr eine Teilnahmeurkunde und zwei kleine Büchlein, um auch mit den Eltern noch mal über das Erlebte zu sprechen.
Die nächste Möglichkeit die Bogeler Feuerwehr zu besuchen, gibt es bereits am 08. Mai für Groß und Klein. An diesem Tag feiert die Feuerwehr Bogel die Einweihung des Feuerwehrgerätehauses mit Fahrzeugausstellung, Hüpfburg, Vorführungen und Musik. Da es auf den Muttertag fällt, können die Väter dann die Mütter einladen. Die Küche kann kalt bleiben! http://www.feuerwehr-bogel.de/

Einweihung des Anbaus am Feuerwehrgerätehaus

Obstbrand der anderen Art

Ein Arbeitseinsatz der Gemeinde Bogel alarmierte die Feuerwehr. Nach dem eine Baumschnittaktion der Gemeinde auf der Streuobstwiese abgeschlossen war, wurde das Gehölz auf der Wiese verbrannt. Die fleißigen Helfer verließen die Wiese dann, um eine Mittagspause einzulegen. Dabei muss sich das Feuer selbständig gemacht haben und breitete sich auf der Wiese und einem Baumstumpf aus.
Ein vorbeifahrender aufmerksamer Autofahrer aus einem Nachbarort handelte umsichtig als er das Feuer sah. In Bogel traf er auch zufällig am Feuerwehrgerätehaus die Feuerwehrmänner an, die gerade den Hof vor dem Anbau am Gerätehaus pflasterten. Schnell rückten die Kameraden mit Feuerpatschen bewaffnet aus und konnte nach kurz Zeit den Flammen Einhalt gebieten.
Der Ortsbürgermeister war sichtlich überrascht, als er von der Baumschnittaktion nachhause kehrte und von seine Frau gebeten wurde, einmal aus dem Fenster zu sehen.
Wenn die geretteten Bäume einmal groß sind, wird daher bestimmt mal 1 Liter "Obstbrand" für die Feuerwehr rausspringen.

Miniflitzer dürfen endlich wieder sausen

In Bogel ist das Rennfieber ausgebrochen. Jetzt hat es die Modellautofreunde mit den Carrerarennbahnen erwischt: Reiner Beilstein, Wolfgang Schug und Erhard Pitsch haben sich zusammengetan und einen Carrera-Klub gegründet, um ihre Porsche, Thunderbirds, Corvettes, Mercedes, Alfa-Romeos, Ferraris, Renaults, BMWs und Audis endlich wieder auf die Strecke zu bringen.
Über viele Jahre engagierten sich einige rennsportbegeisterte Männer im Motorsportclub Loreley (MSCL) und unterhielten sogar eine regelrechte Fachwerkstatt zum Umbau von Serienfahrzeugen in Spezialisten für Bergslalom und Rundstrecke. Motortuning, optimale Getriebeanpassungen und ausgeklügelte Fahrwerktechniken waren so geläufig wie das Lackieren der Kraftprotze auf vier Rädern.
Doch dies ließ im Laufe der Zeit mit dem „Älterwerden und der Verantwortung für die nach und nach gegründeten Familien“ etwas nach. Die Rennen wurden weniger, der Spaß am Schrauben aber blieb unverändert. Und so standen die Veteranen dem Nachwuchs mit Rat und Tat zur Seite. Die Kinder und Jugendlichen eiferten den Großen nach, allerdings einige Nummern kleiner – in Bobbycars. Doch auch die durften keinesfalls serienmäßig bleiben. Diesbezüglich waren wieder die alten Hasen gefragt: Auf Super-Hightech-Fahrwerken wurden nur noch der Optik wegen die Kunststoffkarossen des Originals aufgesetzt.
Über die Jahre entwickelte sich ein regelrechter Wettbewerb unter den Bobby-Car-Rennfahrern. Das Rennfieber war hoch infektiös, wie die Gründung von Bobbycar-Rennklubs weit und breit bewies. Die jährlichen Rennen in Bogel wurden zum Eldorado der Szene, Teilnahmen an den Rennveranstaltungen der anderen Klubs obligatorisch. Ein Nischendasein pflegten währenddessen die ganz kleinen Flitzer, die im Maßstab 1:24 oder 1:32 eher in Regalen standen, als durch Elektromotoren angetrieben über lange Geraden, scharfe Kurven und durch Schikanen ihre Runden zu drehen. Wer hat schon ausreichend Platz, große Rennbahnen zu Hause ständig aufgebaut lassen zu können?
Doch mit dem „nur Sammeln und Anschauen“ ist es seit Gründung des Carrera-Klubs vorbei. Im Untergeschoss des Baustoffhandels Kircher, im ehemaligen Raum der Laserschießanlage, haben die Gründer eine vierspurige Rennstrecke von knapp 40 Metern Länge aufgebaut. Beilstein, Schug und Pitsch sind bereits seit ihrer Kindheit große Sammler der Carrera-Rennautos, zu denen mittlerweile auch Renntrucks hinzugekommen sind. Angefangen hatte alles mit der Grundausstattung: die ovale Rennstrecke, ein Trafo, zwei Autos, zwei Handregler. Nach und nach kamen weitere Streckenbauteile hinzu, und heute steht die große Anlage. Aber auch die ist erst in den Anfängen ihrer Entwicklung. Es fehlen Landschaftsbilder, Häuser, Zuschauerbereiche und noch vieles mehr. Doch der Technikbereich mit der Boxengasse ist installiert, sodass der Rennbetrieb schon aufgenommen werden konnte.
Besonders Erhard Pitsch hat Benzin im Blut. Es gibt kaum eine Rennstrecke in Europa, die er nicht schon besucht hat: Spa, Le Mans, Monaco, Barcelona – und natürlich den Nürburgring, wo er stets direkten Kontakt zu den Rennfahrern suchte und fand. So hat er Erinnerungen und viele Autogramme gesammelt – aber diese nicht nur auf Porträtfotos, sondern auf den Modellen der Fahrzeuge, die die Fahrer tatsächlich fuhren.
Helme, Reifen und Pokale sind im neuen Klubraum zu sehen. Ein Originalpokal des im Jahr 2000 auf dem Nürburgring tödlich verunglückten Rennfahrers Edgar Dören wird besonders in Ehren gehalten. Jörg von Ommen, Supertourenwagenfahrer auf dem Ring, schenkte Erhard Pitsch sogar seinen Rennoverall. „Jetzt zum Anfang sind wir nur zu dritt“, sagt der gelernte Maschinenschlosser Schug, „wir nehmen sehr gern weitere Carrera-Freunde dazu, um nach und nach ein richtiger Klub zu werden.“
Rhein-Zeitung vom 31.01.2011

Geld fließt in Anbau

Im abgelaufenen Jahr hat der Förderverein der Feuerwehr Bogel den Anbau des Gerätehauses mit insgesamt 4000 Euro und die Einsatzabteilung mit sonstigem Material im Wert von 500 Euro unterstützt. Darüber hinaus wurden für die Jugendfeuerwehr neue wetterfeste Jacken beschafft. Diese Zahlen gab Frank Blum als Vorsitzender des Fördervereins in der Jahreshauptversammlung bekannt.
In seinem Bericht ging Blum auf die sechs Veranstaltungen des Jahres 2010 ein, die neben den Mitgliedsbeiträgen zu den wichtigsten Einnahmequellen des Vereines zählen. Aber auch größere Einzelspender nannte der Vorsitzende. Im Anschluss berichtete Wehrführer Michael Dexheimer über die Tätigkeiten der freiwilligen Feuerwehr. Erstmals wurde eine Frau als Atemschutzgeräteträgerin ausgebildet. Zu insgesamt sieben Einsätzen wurde die Wehr im abgelaufenen Jahr alarmiert. Aufgrund der vielen Arbeitsstunden am Anbau des Gerätehauses war der Wehrführer über die wenigen Stunden, die man bei Einsätzen gefordert war, recht froh.
Michael Krämer gab in seiner Eigenschaft als stellvertretender Jugendwart Erläuterungen. Mit elf Jugendlichen betreibt man derzeit Ausbildung in der Jugendfeuerwehr. Weiterhin wurden die Projekte für 2011 besprochen. Für den Anbau stünden noch 3000 Euro zur Verfügung, welche bereits vom Verein zugesagt waren. Ferner will man den Ausflug der Aktiven unterstützen und die Ausrüstung in Form von Nomexhosen und Lederstiefeln für die neuen Atemschutzgeräteträger beschaffen.
Bei der Aussprache über Termine wurde die Diskussion etwas hitziger. Aufgrund der zurückgehenden Besucherzahlen beim Bobbycar-Rennen stünden Aufwand und Ertrag nicht mehr im Verhältnis. Nach langer Debatte beschloss man, das Rennen nicht mehr zu organisieren und sich Gedanken über Alternativen zu machen.
Rhein-Zeitung vom 26.01.2011

Wehr blickt optimistisch in die Zukunft

Neben einem großen Teil seiner Mannschaft begrüßte Michael Dexheimer, Wehrführer der freiwilligen Feuerwehr Bogel, auch Ortsbürgermeister Arno Diefenbach bei der alljährlichen Dienstversammlung. Der hob in seiner Dankesrede den Anbau des Feuerwehrgerätehauses hervor und lobte, dass durch den Einsatz der Feuerwehrleute bisher mehr als 1200 Stunden Arbeit in das Projekt gesteckt wurden und damit der Gemeinde und dem Träger der Feuerwehr viel Geld gespart wurde.
Neben den zeitintensiven Umbaumaßnahmen waren die Feuerwehrkameraden aber auch andernorts aktiv: beim Bobbycar-Rennen, dem Jugendfeuerwehrjubiläum und bei zahlreichen anderen Veranstaltungen des zurückliegenden Jahres. Wehrführer Dexheimer bedankte sich bei allen Beteiligten für das Geleistete, insbesondere auch bei den Familien der Wehrleute, die viel Geduld aufgebracht haben.
Der Wehrführer merkte aber an, dass der Übungsdienst durch die Arbeiten am Anbau gelitten hat. Daher wolle man im neuen Jahr wieder verstärkt auf die Aus- und Weiterbildung setzen. Eine stattliche Zahl Teilnehmer wurden bereits zu Lehrgängen angemeldet. Im vergangenen Jahr hatten insgesamt 13 Wehrleute an Lehrgängen teilgenommen. Mit Tina Bröder wurde erstmals eine Frau zur Atemschutzgeräteträgerin ausgebildet. Auch Jan Redert hat diesen wichtigen Lehrgang absolviert.
Die Einsätze im abgelaufenen Jahr hielten sich vom zeitlichen Aufwand in Grenzen: Die Wehr wurde zu drei Brandeinsätzen und vier Hilfeleistungen gerufen. Bereits zu Jahresbeginn gab es den Brand einer Doppelgarage im Nachbarort Auel, der durch einen Fehler in der Alarmierungskette für Aufregung sorgte. Bei den Hilfeleistungen war es der Sturm „Kyrill“, der den Wehrleuten viel Arbeit einbrachte.
Zum Schluss seines Berichts zeigte sich der Wehrführer sehr optimistisch. „Wir haben zwar auf der einen Seite eine sehr junge Mannschaft, aber auf der anderen Seite auch erfahrene ältere Kameraden. Gemeinsam können wir uns im Einsatzfall gut ergänzen. Mit derzeit 34 aktiven Wehrleuten sowie einem jungen Personalbestand und der guten Jugendarbeit sehen wir derzeit wieder gelassener in die Zukunft“, sagte Dexheimer. Dies sei nicht immer so gewesen. Durch den Anbau und die damit verbundene bessere Unterbringung ist die Attraktivität der Feuerwehr aber weiter gesteigert worden. Wenn alles gut läuft, könnte schon in absehbarer Zeit mit der Indienststellung eines zweiten Fahrzeugs gerechnet werden. Der Mannschaftstransporter mit Pritsche würde den derzeit freien Stellplatz im Gerätehaus belegen.
Für Jugendwart Christian Rammersbach und seinen Stellvertreter Michael Krämer gab es im vergangenen Jahr einiges an Arbeit zu bewältigen. Insbesondere das Jugendfeuerwehrjubiläum im Frühjahr war eine große Herausforderung. Die Mühe lohnte sich: Die teilnehmenden Jugendwehren aus der Verbandsgemeinde Nastätten und die zahlreichen Ehrengäste waren von der Veranstaltung begeistert. „Der Fortbestand der Jugendwehr ist derzeit gesichert, neben Bogeler Kindern kommen auch Kinder aus Ruppertshofen und Endlichhofen zur Jugendfeuerwehr nach Bogel. In diesem Jahr werden drei Jugendliche zur Einsatzabteilung wechseln“, endete auch der Jugendwart mit einem positiven Ausblick.
Die Alterskameraden der Wehr trafen sich im vergangenen Jahr nur zwei Mal. In diesem Jahr solle es aber wieder deutlich mehr Treffen geben, sagte Arno Michel.
Rhein-Zeitung vom 04.01.2011

Gemeinde Bogel beschließt Anhebung der Steuerhebesätze

Die Hebesätze in der Gemeinde Bogel steigen ab Januar auf die vom Gesetzgeber festgesetzten Nivellierungssätze: bei der Grundsteuer A auf 285 Prozent, bei der Grundsteuer B auf 338 Prozent und bei der Gewerbesteuer auf 352 Prozent. Das beschloss der Bogeler Gemeinderat in seiner letzten Sitzung in diesem Jahr.
Hintergrund der Entscheidung: Durch eine Änderung des Landesfinanzausgleichsgesetzes zum Januar des kommenden Jahres wurden die Nivellierungssätze für die Berechnung der Verbandsgemeinde- und der Kreisumlage auf obige Werte angehoben. Erfolgt diese Anhebung nicht, zahlt die Ortsgemeinde künftig Umlagen von Grundsteuer- und Gewerbesteuerbeträgen an die Verbandsgemeinde (32 Prozent) und den Kreis (42,5 Prozent), die sie in dieser Höhe gar nicht einnimmt. Dies würde laut Gemeinderat zu einer weiteren Etatbelastung des 800-Einwohner-Dorfes Bogel führen. Aus diesem Grunde wurde im Gemeinderat die Erhöhung beschlossen. Diese Entscheidung ist dem Rat nach eigenen Angaben jedoch nicht leicht gefallen. Übrigens: Die Hebesätze wurden zum letzten Mal im Jahr 1996 angehoben.
Neben dem Thema Hebesätze fasste der Bogeler Rat in der Sitzung noch weitere Beschlüsse: Aufträge für Schreinerarbeiten, Estricharbeiten, Fliesenarbeiten und für die WC-Trennwände der Toilettenanlage in der Mehrzweckhalle wurden vergeben.
Rhein-Zeitung vom 30.12.2010

MGV und Frauenchor sind zusammen 150 Jahre alt

Bogel. „Das Beste von damals und heute – 150 Jahre der Chöre“ – unter diesem Motto feierten der Männergesangverein (MGV) „Liederkranz“ und der Frauenchor Bogel ihre Geburtstage. Die 150 Jahre kamen aber nur mit einem kleinen Trick zustande: Es wurden 90 MGV-Jahre mit 60 Frauenchor-Jahren zusammengerechnet.
Gemeinsam hatten die Vorsitzende des Frauenchores, Charlotte Schmidt, und der Vorsitzende des MGV, Ulrich Kless, eine Geburtstagsfeier organisiert, zu der von Freitag bis Sonntag außer den Gastgebern 33 Chöre und ein Blasorchester eingeladen waren. 13 standen am Freitag auf der Bühne, 14 am Samstag und sieben am Sonntag.
Und da alle den beiden Bogeler Chören mit mehreren Liedbeiträgen gratulierten, war aus der Mehrzweckhalle noch bis weit in die Abendstunden hinein Chorgesang zu vernehmen. Der Sonntag hatte sich für den Kreischorverband geradezu angeboten für die Ehrung von Sängern, die bereits seit 25, 40, 50 und 60 Jahren aktiv im Chor singen. „Kaum sonst bei einer Chorveranstaltung sind nämlich so viele Chöre des Kreisgebietes zusammen“, meinte Raimund Kohl, Vorsitzender des Kreischorverbandes Rhein-Lahn, „und diese Gelegenheit zur Ehrung der langjährigen Sängerinnen und Sänger sollte nicht ungenutzt verstreichen“.
Zwischen Auftritten des Jugendchores Univox 2000, der in diesem Jahr übrigens sein zehnjähriges Bestehen feiert, des MGV „Liedertafel“ Kasdorf, des evangelischen Frauenchores Niederwallmenach, der Gemischten Chöre aus Oelsberg und Geisig, des MGV 1862 Weyer sowie von Liedo, der Liesenfelder Dorfmusik, und natürlich der beiden Geburtstagschöre nahm Raimund Kohl die Ehrungen vor. Die Geburtstagsvereine aber hatten noch eine Besonderheit zu bieten: Den eigens für dieses Wochenende gegründeten Projektchor nämlich, der unter Leitung von Irina Kotykova so sang, als gehöre die Gemeinschaft schon seit vielen Jahren zusammen. Das belohnte das fachkundige Publikum mit besonders starkem Applaus.
Eine frische Brise brachte die Liesenfelder Dorfmusik nicht nur ins laufende Programm. Die Bläser hatten auch in der Pause reichlich Gelegenheit, die Sänger im Saal zu unterhalten. Das gefiel ausnehmend gut, wie der Beifall bewies. Zu einer richtigen Geburtstagsfeier gehörte aber auch eine Kuchentafel. Das wussten die Bogeler Sänger natürlich und hatten reichlich vorgesorgt. So erlebten die Gäste nicht nur akustische, sondern auch gleichzeitig lukullische Leckereien. Zum Abschluss der dreitägigen Feier zeigten der MGV „Liederkranz“ Bogel und der Frauenchor bei ihrem gemeinsamen Auftritt, wie harmonisch sich ihre Stimmen vereinen können.
Rhein-Zeitung vom 04.11.2010

Neuer Anmelderekord bei Bogeler Markt

Einen Zulauf wie noch nie hatte der Markt in Bogel zu verzeichnen. Damit waren nicht nur die Besucher gemeint, sondern besonders die Marktbeschicker, die mit 75 Anmeldungen einen neuen Rekord aufstellten. Es musste zusätzlich ein großes Zelt aufgebaut werden, und erstmals war sogar das Rathaus in die Marktfläche einbezogen. Im Kindergarten „Sternennest“ führten die Erzieherinnen das kleine Theaterstück „Grüffelo“ auf. Der Markt bot Eingemachtes sowie Obst und Gemüse aus der Region. Auch Handwerkliches gab es zu entdecken. Gestricktes, Gehäkeltes und Genähtes füllte zudem das Angebot. Ein besonderes Material verarbeitet zum Beispiel Edelgard Hildebrand aus Weyer (Foto), nämlich Rheinsteigwolle.
Rhein-Zeitung vom 05.10.2010 (nos) - Foto: Schmiedel

Zaun nimmt Eltern Sorgen

Bogel. Schatzsuche im Sand, Sackhüpfen oder das Pusteballspiel sind natürlich die Renner für die Kinder beim Spielfest in Bogel. Die Erwachsenen sind hingegen aus einem anderen Grund zum Spielplatz gekommen, der von alters her den Namen „Krempel“ besitzt. Sie feiern, dass jetzt ein Zaun aus Metallstäben das Areal umgibt. Was die kleinen Kinder nicht interessiert, nimmt Eltern manche Sorgen.
Gut 170 Meter ist der Zaun lang. Wie Ortsbürgermeister Arno Diefenbach berichtet, erhielt das Projekt einen entscheidenden Impuls, als der Kindergarten „Sternennest“ anfragte, ob er den nahe gelegenen Spielplatz mitbenutzen könne. Den umgab bisher eine Hecke, die aber zuletzt wegen Kanalbauarbeiten nicht mehr dicht war – Kinder konnten leicht hindurchschlüpfen.
Das ist nicht ungefährlich, zumal der Spielplatz an der Einmündung der Gartenstraße in die Bundesstraße liegt. So entstand der Plan, einen Zaun zu bauen, und „der Gemeinderat war positiv gestimmt“, sagt Diefenbach beim Fest, an dem auch Landrat Günter Kern teilnimmt. Ehe die beauftragte Fachfirma an die Arbeit ging, leisteten ältere Mitbürger ehrenamtlich wichtige Vorarbeiten – Diefenbach spricht von der „Ü-60-Aktivgruppe“. Im Nu stand der Zaun. Seit Mai spielen auf dem „Krempel“ bereits die aktuell 37 Kindergartenkinder, die aus Bogel, Ruppertshofen, Kasdorf und Endlichhofen stammen. 7500 Euro hat die Umzäunung nach den Worten des Ortsbürgermeisters insgesamt gekostet.
60 Prozent dieser Summe sind dank des Engagements des Kindergarten-Fördervereins bereits gedeckt. Die Namen von zwölf Bürgern, Institutionen und Unternehmen, die gespendet haben, liest Diefenbach bei der Feier vor. Den Rest der Kosten sollen sich Gemeinde und Kindergarten-Zweckverband teilen. Und mit einem Spendenschwein wird gleich wieder Geld gesammelt, denn auf dem weitläufigen Platz, den hohe Bäume beschatten, wäre noch Raum für weitere Spielgeräte.
Rhein-Zeitung vom 30.08.2010 (ths)

Bobbycar-Piloten rumpeln im Rennfieber

Bogel. Vergangenes Wochenende war es wieder so weit: Ganz Bogel stand im Zeichen des Bobbycars. Zur Einstimmung wurde am Vorabend der Rennen bei der Boxengassenparty mächtig gefeiert und das bevorstehende Event eingeläutet.
Eingeteilt in drei Gruppen sollten die Durchläufe gegen 11 Uhr starten. Natürlich durften die Kinder erst einmal die Strecke kennenlernen und einige Testläufe absolvieren. Den Anfang machten schließlich die Sechs- bis Elfjährigen mit dem Mini-Cup. Bald schon hörte man Eltern, Großeltern und Freunde am Straßenrand rufen und klatschen, um die Teilnehmer anzufeuern. In mehreren spannenden Durchläufen konnte sich am Ende dann Dana Süß als Gewinnerin durchsetzen. Ihr folgten Gerrit Neurohr und Julian Blum auf den Plätzen zwei und drei. Doch niemand musste sich als Verlierer fühlen, denn es gab für alle Kinder Medaillen und Süßes.
Etwas turbulenter ging es anschließend im Baby-Cup zu, dessen Teilnehmer zwischen drei und fünf Jahren waren. Da gab es auch schon mal die ein oder andere Karambolage, weil die Rennfahrer am Straßenrand ihre Eltern erkannt hatten und so die Strecke aus den Augen verloren. Andere bogen vor dem Ziel ab und überfuhren fast einen Sanitäter. Doch Spaß muss auch sein, und so wurde über die süßen Kleinen herzlich gelacht. Trotzdem gab es auch hier drei Sieger. Platz eins sicherte sich Kevin Thiel, knapp dahinter landete Max Rosam, und auf den dritten Platz sauste Frauke Gehrke.
Mittlerweile gab es für die Zuschauer und Rennfahrer Leckeres vom Grill, kühle Getränke, Kaffee und Kuchen. Im letzten Rennen wurden die 12- bis 15-Jährigen des Junior-Cups und der Fun-Cup ab 16 Jahren zu einem Feld zusammengelegt.
Dabei war selbstverständlich die Geschwindigkeit eine andere, auch wenn schon die Kleinen bewiesen hatten, dass Bobbycars recht schnell werden können. Doch bei diesem letzten Rennen war es auch erlaubt, die kleinen Flitzer etwas zu präparieren. So sicherten sich gleich drei Männer die ersten Plätze. Ganz oben auf dem Treppchen stand Bastian Häffele, gleich darunter Lars Breitenbach, gefolgt von Robin Balzer. Ein besonderer Dank gilt der Rennleitung Irmgard und Raimund Krämer sowie Michael Dexheimer, die mit der Organisation des Renngeschehens betraut waren. Auch der Arbeiter-Samariter-Bund war an der Strecke, um die Fahrer zu betreuen.
Rhein-Zeitung vom 24.08.2010 Saskia Daubach

Bogeler Jugendfeuerwehr ist spitze

Bogel. Seit 110 Jahren besteht die Freiwillige Feuerwehr Bogel, seit 35 Jahren gibt es die Jugendfeuerwehr, die es jetzt zu feiern galt. Einen kurzen geschichtlichen Abriss gab Jugendwart Christian Rammersbach den Festgästen.
„Wir sind stolz auf die Jugendfeuerwehr“, sagte Wehrführer Michael Dexheimer. Von den derzeit 36 Aktiven in der Wehr wurden 31 aus der Jugendfeuerwehr übernommen. Dexheimer ermunterte die Eltern, ihre Kinder in die Jugendfeuerwehr zu schicken. Und jetzt macht es noch mehr Spaß, dort mit dabei zu sein: Frank Blum, Vorsitzender des Fördervereins, überraschte den zehnköpfigen Trupp aus Anlass der Geburtstagfeier mit einem Kicker.
Landrat Günter Kern sagte Ado Ruppmann Dank dafür, dass er vor 35 Jahren als Wehrführer die Jugendfeuerwehr gegründet habe. Für die Ausbildung war sein Stellvertreter Bernhard Theis zuständig. Dafür gab es einen anhaltenden Applaus von der Festversammlung.
Die Jugendfeuerwehr Bogel ist eine der ältesten im Kreis und erfüllt eine wichtige Aufgabe, sagte Kern. Ziel sei es, helfen zu lernen, um später in der Erwachsenenfeuerwehr mitzumachen. Helmut Göttert, Zweiter Beigeordnete der Verbandsgemeinde Nastätten, wünschte den Jugendlichen weiterhin viel Erfolg. „Wir sind stolz auf die Jugendfeuerwehr“, sagte Ortsbürgermeister Arno Diefenbach und bescheinigte Jugendwart Christian Rammersbach und seinem Vertreter Michael Krämer eine gute Arbeit. „Wichtig ist es, dem Nachwuchs etwas zu bieten.“
Den Glückwünschen schlossen sich Verbandsgemeindejugendwart Jörg von der Heydt und Kreisjugendwart Gerd Werner an. Er bescheinigte den Bogelern, dass sie auf Kreisebene regelmäßig mit dabei seien, wohl wissend, dass es nicht immer leicht sei, 10- bis 16-Jährige zu betreuen. Wehrleiter Stefan Wöll sprach von einem nicht alltäglichen Geburtstag. Er dankte allen, die an der Gründung der Jugendfeuerwehr mit beteiligt waren. Im Anschluss an die Geburtstagsfeier traten Jugendfeuerwehren aus der Verbandsgemeinde Nastätten an, um unter Beweis zu stellen, wie fit sie in Sachen Feuerwehr, aber auch bei Merkspielen sind. Den Wanderpokal errang Gemmerich, auf die nachfolgenden Plätze kamen Obertiefenbach, Miehlen, Nastätten und Holzhausen. Die Gruppenleiter der Jugendfeuerwehren wurden auch auf die Probe gestellt bei einer Geschicklichkeitsfahrt mit einem Auto, bei dem die Lenkung falsch herum eingebaut war. Demzufolge musste man nach links lenken, um nach rechts zu fahren. Wahrlich keine leichte Aufgabe bei der Fahrt durch einen Parcours. Auch Wehrleiter Stefan Wöll, Verbandsgemeinde-Jugendwart Jörg von der Heydt und Wehrführer Michael Dexheimer traten gegeneinander an. Wöll verzweifelte fast, weil sein Wagen öfters streikte. Was er nicht wusste: Per Fernbedienung wurde ihm verschiedentlich der Motor abgeschaltet.
Rhein-Zeitung vom 18.08.2010 (öl)

Erster Solarpark entsteht in Bogel

Auf einem Gewerbegrundstück in Bogel entsteht der erste Solarpark im Rhein-Lahn-Kreis. Nahe der Landesstraße 333 werden derzeit rund 7000 Module auf Metallständern installiert. Verantwortlich ist die Solarpark Bogel GmbH & Co KG, eine Gesellschaft, an der die Bad Emser Firma Rhein-Lahn Solar und die Sybac-Solar aus der Eifel beteiligt sind.
Die Bogeler Anlage ist die erste größere Anlage im Kreis, die auf dem Boden installiert wird. Rund 3,9 Hektar Fläche sind dafür nach Auskunft des Rhein-Lahn Solar Geschäftsführers Rainer Goldschmitt notwendig. „Das Gewerbegrundstück eignet sich hervorragend für eine solche Anlage“, ist Goldschmitt überzeugt. Während die Rhein-Lahn Solar GmbH die Anlage baut, hat die Sybac-Solar die Anlagen- und Projektplanung beigesteuert. Ziel ist es, bis Mitte September Strom ins Netz einzuspeisen. Investiert werden für die reine Anlage rund 4,5 Millionen Euro, die – wie bei Solaranlagen üblich – zinsgünstig finanziert werden.
Ob die Fotovoltaikmodule dauerhaft im Eigentum der Solarpark Bogel GmbH bleiben, ist offen. „Unser vorrangiges Ziel ist es, die Anlage zu verkaufen. Unabhängig von dem Käufer wird die Gewerbesteuer aber in Bogel bleiben“, betont Goldschmitt. Gut möglich, dass es einen oder mehrere Interessenten dafür gibt, denn die Rendite beziffert der Unternehmer auf rund neun Prozent. Aus der Einspeisevergütung seien für die Anlage im Verlauf von 20 Jahren neun Millionen Euro Einnahmen zu erwarten. „Wir würden es nicht machen, wenn es sich nicht lohnt“, sagt Goldschmitt.
„Natürlich steht für den Investor die Wirtschaftlichkeit an erster Stelle. Aber wir sehen auch immer den gesellschaftlichen Nutzen. Die Anlage produziert umweltfreundlichen ,sauberen’ Strom für 4000 Haushalte, und das über mindestens 25 Jahre garantiert.“ Das Gelände, das die Solarpark Bogel GmbH erworben hat, muss nicht versiegelt werden. Schafe sollen dafür sorgen, dass das Grün im Zaum gehalten wird. Aufgrund der Konstruktion auf sogenannten Tischen, die in die Erde gerammt werden, ist es sogar möglich, die Anlage spurlos wieder zu entfernen.
Rhein-Zeitung vom 12.08.2010 Carlo Rosenkranz

Was tun wenn der Kuchen brennt?

Die Kinder des Kindergartens „Sternennest“ aus Bogel besuchten zur Brandschutzerziehung die Freiwillige Feuerwehr Bogel. Die Beauftragte für die Brandschutzerziehung, Jessica Dexheimer, erklärte den Kindern das Verhalten, wenn es mal brennt und wie man dann die Feuerwehr ruft. Anschaulich gelang dies der Feuerwehrfrau mit einer Bildergeschichte über einen misslungenen Kindergeburtstag, bei dem ein Feuer auch den Geburtstagskuchen nicht verschonte. Damit es aber nicht so weit kommt, erklärte man auch den Kindern, dass sie nicht mit Feuer spielen dürfen. Unterstützt von Feuerwehrmann Fred Haxel und Wehrführer Michael Dexheimer wurden dann die Geräte des Löschfahrzeuges unter die Lupe genommen. Das Highlight der Stunden bei der Feuerwehr war natürlich das Wasserspritzen mit dem Feuerwehrschlauch, kein Wunder bei fast 30 Grad.
Als dann endlich eine Rundfahrt mit dem Einsatzfahrzeug anstand und die Kinder gerne mit Blaulicht und Martinshorn vom Hof gefahren wären, wurden Sie vom Feuerwehrmann gefragt warum man dies nicht dürfe. Eine Antwort lautete „wenn man das Blaulicht so oft anschaltet geht es kaputt!“, da man dies verhindern und die anderen Verkehrsteilnehmer nicht irritieren wollte, fuhr man ohne Sondersignal. Nach einem spannenden Vormittag ging es noch mal ins Gerätehaus der Feuerwehr, welches sich noch im Umbau befindet, wo es von der Feuerwehrfrau noch Urkunden und Büchlein mit Feuerwehrgeschichten gab. Mit diesem Material können dann die Kleinen ihre Eltern aufklären, wie wichtig Rauchmelder im Haus sind. Zum Abschluss gab es dann die Einladung mit 10 Jahren in die Jugendfeuerwehr Bogel einzutreten, worauf sich ein Steppke direkt zum 10-jährigen erklärte. Mit breitem Grinsen und sichtlich „geschlaucht“ ging es dann mit den Erzieherinnen Martina und Christina zurück in den nahen Kindergarten. Mehr unter: www.feuerwehr-bogel.de

100 Jahre und mitten im Leben

Else Elli Lisette Ruppmann feiert heute einen ganz besonderen Geburtstag, ihren 100. „Ich bin die erste 100-Jährige in Bogel“, erklärte sie mit klarer Stimme, wobei ihre Augen vergnüglich blitzten. „Ich bin nicht mehr so beweglich wie früher, höre auch nicht mehr so gut, aber ich lese jeden Tag die Zeitung, lese immer noch Bücher und sehe fern. Schließlich muss ich doch wissen, was in der Welt so alles passiert, besonders in der Politik. Das interessiert mich sehr.“
„Fräulein Else Ruppmann“, darauf legte die Jubilarin Wert, lebt in der Großfamilie Ruppmann auf dem Hof Krugofen. Da sie nie verheiratet war, sah sie es als eine ihrer Aufgaben an, die Kinder ihrer Geschwister und deren Kinder mit großzuziehen, über vier Generationen. Woher kommt der Name Lisette? „Den habe ich von meiner Großmutter, die hieß auch so. Meine Eltern waren Heinrich und Elisabeth Ruppmann. Sie betrieben Landwirtschaft und unterhielten das Hotel. Meine Mutter hieß mit Mädchenname Weidenmüller. Ich hatte noch zwei ältere und einen jüngeren Bruder.“ Else Ruppmann besuchte die Volksschule in Bogel und half in der elterlichen Landwirtschaft. Hauswirtschaft erlernte sie in einer Familie in Darmstadt und absolvierte dann eine Hotellehre in Herborn. Als ihr jüngerer Bruder Herbert das elterliche Hotel übernahm, wurde es auch zum Lebensinhalt seiner Schwester. „Da kamen dann immer die Sommerfrischler, daran kann ich mich sehr gut erinnern. Die sind oft ins Schwimmbad gegangen oder sind gewandert. Das blieb dann aus, als die Leute Autos hatten und immer mehr ins Ausland in Urlaub gefahren sind. 1992 haben wir das Hotel geschlossen. Ich hatte sehr gerne mit den Gästen zu tun, habe mich um sie gekümmert, ihnen die Zimmer und sonst alles schön gemacht“. Diese Zeit ist fester Bestandteil ihres Lebens.
Else Elli Lisette Ruppmann nimmt – hellwach und am Leben interessiert – an allem teil, was sich anbietet. „Ich freue mich auf die Geburtstagsfeier, da kommen wieder alle zusammen.“ Heute ist der große Tag gekommen.
Rhein-Zeitung vom 13.07.2010 (nos)

Ü – 60 – AKTIV

Für den 26.03.2010 hatte ich die Senioren über 60 Jahre in das Rathaus zu Bogel eingeladen. Die Einladungen wurden von 23 Personen, die sich für das Wohl der Ortsgemeinde Bogel einsetzen wollen, angenommen. Es wurden verschiedene Projekte, Aufgaben und Arbeiten angesprochen, die von den freiwilligen Helfern erledigt werden können.
Bereits am Samstag, 27.03.2010 waren zahlreiche Helfer beim Baumschnitt u.a. an der Streuobstwiese tätig.
Arno Diefenbach
Ortsbürgermeister 

Trinklieder sorgen für Stimmung

BOGEL. Die Musik gehört auf jeden Fall dazu, wenn in Bogel der Familienabend in der Mehrzweckhalle steigt. Diesmal sind sogar drei heimische Chöre aufgetreten: der Frauenchor, der Männerchor und ein neuer Projektchor, der sein Debüt gab.
Vermutlich hatte der Frauenchor die Kälte und den Schnee nicht mehr erwartet. "Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte" - dieses Gedicht von Eduard Mörike trug Reinhild Kowalk vor und der Frauenchor unter der Leitung von Margit Luckenbach sang Mozarts "Der Frühling". Um Schwung in die Sache zu bringen, mögen die Sängerinnen vorweg ein Gläschen Likör getrunken haben. Sehr zum Gefallen des Publikums haben sie jedenfalls ein Stück mit dem Titel "Ein Likörchen für das Frauenchörchen" angestimmt.
Der Männerchor hat den Frauen nicht nachgestanden und - geleitet von Irina Kotykowa - Wein- und Trinklieder gesungen. Sehr glaubhaft verlangten die Aktiven: "He da, Wein her." Wasser haben sie nicht gemocht und deshalb gesungen: "Du lieber Gott in Gnaden, bewahre uns vor Schaden." Das passte gut, da Gerd Ruppmann, begleitet von Hermann Josef Hißnauer am Klavier, anschließend "Als Büblein klein an der Mutterbrust" vortrug. Auch das ist ein Trinklied, nämlich das des Falstaff aus "Die lustigen Weiber von Windsor".
Sketche, der Tanz der Kindergruppe, die Vorträge und der "Spanische Tanz" des Frauenchores und der Auftritt des Männerballetts mit "Schwanensee" rundeten das laut beklatschte Programm ab. So hat sich im Nachhinein ergeben, dass der Projektchor völlig zurecht "Wonderful World" gesungen hat. Dieser neue Chor ist für ein besonderes Jubiläum gegründet worden: 90 Jahre Männerchor plus 60 Jahre Frauenchor ergeben 150 Jahre in Vereinen organisierten Gesang in Bogel insgesamt.    
Rhein-Zeitung vom 12.03.2010 Karl-Heinz Wolter

Physiotherapeutische Praxis in Bogel eröffnet

Eine Praxis für Physiotherapie hat jetzt Andrea Maus in Bogel eröffnet. In der Hauptstraße 24a hat die staatlich anerkannte Physiotherapeutin in neuen, hellen Räumen ihre Praxis eingerichtet. Nicht nur die Räume selbst sind barrierefrei ausgestaltet, es besteht auch eine ungehinderte Anfahrtsmöglichkeit bis vor die Praxistür. Für Behandlungen wie Gymnastik, Massage, Manuelle Therapie, Wärme-  und Eisbehandlung und Schlingentischtherapie ist Maus bei allen Krankenkassen anerkannt. Als erste "Patientin" stellte sich bei der Eröffnungsfeier am Sonntag die zehnjährige Nena bereitwillig zur Verfügung. Informationen gibt es unter Tel. 06772/698 151, per E- Mail an hallo@physiomaus.de oder im Internet unter http://www.physiomaus.de/.
Rhein-Zeitung vom 03.02.2009 (nos)

Anbau ist der größte Einzelposten

BOGEL. Im Haushaltsplan 2010, den der Bogeler Gemeinderat einstimmig verabschiedet hat, ist als größte Investition der Anbau des Feuerwehrgerätehauses an der Mehrzweckhalle enthalten. Damit einher geht der Einbau einer behindertengerechten Toilette. Insgesamt sind dafür 121 000 Euro vorgesehen, für 2011 sind weitere 9000 Euro veranschlagt.
Kämmerin Bärbel Werner von der Verbandsgemeinde- Verwaltung erläuterte dem Rat den Haushaltsplan. Sie wies darauf hin, dass die Gemeinde in der Vergangenheit 376 000 Euro in die Orts-  und die Kirchholstraße investiert habe. Nun stehen weitere Aufgaben bevor.
Winter setzt den Straßen zu
Da der Winter an den Gemeindestraßen seine deutlichen Spuren hinterlassen hat, sind für deren Beseitigung rund 10 000 Euro erforderlich. "Bei einer Ortsbesichtigung im Frühjahr wird eine Bestandsaufnahme gemacht", erklärte Ortsbürgermeister Arno Diefenbach zu diesem Problem.
Die Tür zum Rathaus soll schon seit Langem ausgetauscht werden. In den beiden vorangegangenen Haushalten waren dafür jeweils 5000 Euro eingeplant. Es kam allerdings nicht zur Umsetzung. Für 2010 wird deshalb ein erneuter Anlauf unternommen. Da der Kindergarten nur über ein relativ kleines Außengelände verfügt, haben die Erzieherinnen den Wunsch an die Gemeinde herangetragen, den Spielplatz am Park einzuzäunen, damit sich dort die Kleinen ungefährdet tummeln können. Für den etwa 170 Meter langen Zaun sind 1000 Euro veranschlagt.
Auch wenn es sich nur um einen geringfügigen wiederkehrenden Betrag in Höhe von 15,34 Euro handelt, so möchte ihn Bogel aus den Büchern haben: Es handelt sich um einen sogenannten Holzausgleich an die Kirchengemeinde. Um ihn ablösen zu können, müssen 300 Euro als Einmalzahlung geleistet werden. Bärbel Werner erläuterte: "Das bedarf noch einmal eines größeren Aufwandes mit der Kirchenverwaltung in Darmstadt, doch dann hat sich die Sache erledigt."
62 Cent pro Quadratmeter können sich auf 20 500 Euro zusammenläppern. Das ist nämlich der Betrag, den Bogel pro Jahr für das anfallende Oberflächenwasser der Gemeindestraßen an die Verbandsgemeindewerke entrichten muss. Erfreut nahm der Rat zur Kenntnis, dass die Stromkosten für die Straßenbeleuchtung gegenüber dem Vorjahr um 1000 Euro niedriger ausfallen. Die neu installierten Sparlampen machen das möglich. Statt 14 000 Euro sind jetzt nur noch 13 000 Euro zu entrichten.
Minus bei Gewerbesteuer
Auf der Einnahmenseite schlägt der Forst positiv zu Buche. Es wird mit einem Plus von 7000 Euro gerechnet. Bei der Gewerbesteuer geht man von einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr von 34 000 Euro auf 20 000 Euro aus. Prozentual nicht ganz so dramatisch wird der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer von 270 000 Euro auf 247 000 Euro sinken.
Ob die Einnahmen aus der Hundesteuer, die bislang 1500 Euro betrugen, künftig höher ausfallen, wird sich zeigen. Scherzhaft wurde angeregt, einen Rentner loszuschicken, der feststellen soll, ob sämtliche Vierbeiner im Dorf auch angemeldet sind. Insgesamt präsentiert sich die Finanzlage günstig: Im Ort wurde in der Vergangenheit viel investiert, trotzdem steht die Gemeinde schuldenfrei da, verfügt über Rücklagen und vier Bauplätze.   
(öl) Rhein-Zeitung vom 22.01.2010

Förderverein behält seine Spitze

BOGEL. Bei den Vorstandswahlen des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Bogel standen die Positionen des Vorsitzenden, seines Stellvertreters, des Kassierers, des Schriftführers und des Beisitzers der Alterskameraden zur Wahl. Ortsbürgermeister Arno Diefenbach übernahm das Amt des Wahlleiters. Er stellte nach kurzer Zeit fest, dass durch Wiederwahl alle Vorstandsmitglieder ihre Posten behalten.
30 Besucher begrüßte der Vorsitzende Frank Blum zur Mitgliederversammlung des Fördervereins. In seinem Bericht stellte er die umfangreiche finanzielle Unterstützung für die Feuerwehr heraus. So wurden neue Jacken für die Jugendfeuerwehr, Handlampen für den Schlauchanhänger, Feuerschutzhauben und vieles mehr beschafft. Michael Dexheimer gab als Wehrführer einen Bericht über die Arbeit der Feuerwehr Bogel ab. Insbesondere ging er neben den fünf Einsätzen auf die Übungen und Lehrgänge ein, an denen die 34 aktiven Kameradinnen und Kameraden teilgenommen hatten.
Da die Wahlen anstanden, nutzte Dexheimer die Versammlung, um sich beim Vorstand und allen Fördermitgliedern für die Unterstützung in den vergangenen Jahren zu bedanken. Der Förderverein sei nun seit vielen Jahren ein verlässlicher Partner der Freiwilligen Feuerwehr Bogel, sagte der Wehrführer in seiner kurzen Ansprache.
Er wünschte sich, dass sich noch mehr Bogeler dem Verein anschließen mögen, um die Arbeit der Feuerwehr finanziell zu unterstützen. Der Stellvertretende Jugendwart Michael Krämer wies in seinem Bericht für das Jahr 2009 auf die mehr als 40 organisierten Ausbildungsabende hin. Darüber hinaus informierte er, dass die Jugendwehr in diesem Jahr ihr 35- jähriges Bestehen feiern werde.
Wehrführer Dexheimer stellte den Antrag, die bereits in 2009 zugesagten Mittel für den Anbau des Gerätehauses auf das neue Jahr zu übertragen. Dem stimmte die Versammlung zu, und so kann für die Innenausstattung des Gerätehauses über einen höheren vierstelligen Betrag verfügt werden.
Rhein-Zeitung vom 13.01.2010

Bogeler Wehr packt immer wieder kräftig an

Zu ihrer traditionellen Dienstversammlung sind kürzlich die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Bogel zusammengekommen. Die Leistung der Wehrleute würdigte Ortsbürgermeister Arno Diefenbach, der das Engagement der Wehr hervorhob. In Eigenleistung gehe sie den Anbau des Gerätehauses an. Davon profitiere nicht zuletzt auch die Gemeinde, da im Zuge dieses Projektes eine neue Toilettenanlage für die Mehrzweckhalle entstehe.
Wehrführer Michael Dexheimer berichtete von der aktuellen Lage der Wehr. Mit derzeit 34 Aktiven, davon drei Frauen, sei man gut für die Zukunft aufgestellt, da der Altersschnitt sehr jung sei.
Im vergangenen Jahr sind bisher rund 750 Stunden in den Anbau des Gerätehauses investiert worden. Dabei halfen neben den Feuerwehrleuten auch Mitglieder aus der Gemeinde.
Dexheimer dankte in seinem Jahresbericht noch einmal allen Helfern. Der Anbau werde endlich den notwendigen Raum für das Löschfahrzeug bieten, aber auch Platz schaffen für die zukünftige Stationierung eines Mehrzweckfahrzeuges. Aufgrund der vielen Arbeitseinsätze sei jedoch die Übungsbeteiligung nicht zufriedenstellend ausgefallen, merkte der Wehrführer an.
Jan Redert und Heinz Häffele erhielten für die beste Übungsbeteiligung ein Präsent aus den Händen des Wehrführers.
Gefordert war die Bogeler Wehr im vergangenen Jahr bei insgesamt fünf Einsätzen: Zweimal rückte sie zu Bränden aus, und dreimal leistete sie Hilfe.
Den Bericht für die Jugendfeuerwehr gab der stellvertretende Jugendwart Michael Krämer ab. Besonders hob er hervor, dass die Jugendwehr 2010 auf 35 Jahre ihres Bestehens zurückblicken könne. Dieses Ereignis wird entsprechend gewürdigt werden.
Der frühere Wehrführer Arno Michel informierte die Versammlung über die Aktivitäten der Alterskameraden der Bogeler Feuerwehr.
Nach den Berichten standen die Wahlen der Jugendwarte auf der Tagesordnung. Einstimmig wurden Christian Rammersbach und sein Stellvertreter Michael Krämer im Amt bestätigt.
Rhein-Zeitung vom 08.01.2010

Heinz Häffele geehrt

Am 09.12.09 verlieh der Landrat Günter Kern das "Goldene Feuerwehrehrenzeichen für langjährigen Dienst" im Kreishaus an unseren Kameraden Heinz Häffele. Heinz steht nun seit 35 Jahren im Dienst der Feuerwehr Bogel und erhielt die vom Innenminister Bruch verliehene Auszeichnung. Anwesend waren neben dem Wehrleiter Wöll auch der Wehrführer Dexheimer und in Vertretung für Ortsbürgermeister Diefenbach, der erste Beigeordnete, Uwe Holstein. Aus dem gesamten Kreis wurden 70 Kameraden geehrt.

Kinder vom Sternennest feiern im Wald mit Eulentanz und Baumgesichtern

Der Kindergarten "Sternennest" in Bogel feierte bei strahlendem Sonnenschein sein "10 Jahre Waldtag"- Fest. Nach einem kleinen Begrüßungsprogramm mit einem schwungvollen Waldlied, einer Klanggeschichte, einem Fingerspiel und einem Eulentanz gab es verschiedene Angebote für die kleinen Jungen und Mädchen. Sie konnten unter anderem Pfauenaugen weben, in Tastkästen fühlen oder auch Waldgeister zählen. Die Kleinen hatten außerdem großen Spaß dabei, Baumgesichter aus selbstgemachter Knete zu gestalten. Die tatkräftige Unterstützung vieler Eltern hat sehr zum Gelingen dieses Festes beigetragen.
Rhein-Zeitung vom 24.09.2009

Bogeler Feuerwehr feiert mit Kollegen im Elsass 140. Gründungsfest

Die Freundschaft zwischen den Feuerwehrleuten aus Bogel und Westhouse (Frankreich) wurde weiter gefestigt. 32 Bogeler machten sich mit dem Bus auf den Weg ins Elsass zum 140. Gründungsfest der dortigen Feuerwehr. Die gemeinsame Sache, der freiwillige Dienst zum Schutz des Nächsten, verbindet. Und für Feuerwehrchef Christian Striebel war es eine Ehre, die Bogeler Feuerwehrleute als Gäste mit Michael Dexheimer an der Spitze zum Jubiläum zu Besuch zu haben. Ihre Leistungsfähigkeit stellten die Gastgeber in einer Schauübung unter Beweis. Da gab es dann viel Gesprächsstoff für die Brandschützer. Die Unterschiede beider Systeme der freiwilligen Feuerwehren wurden diskutiert, und beide Seiten lernten davon. Zur Erinnerung an dieses Treffen wurde dieses Foto mit den beiden Feuerwehren aufgenommen.

Rhein-Zeitung vom 10.09.09

Künftig mehr Bauland für die Gemeinde

BOGEL. Die Zukunft im Blick hat die Gemeinde Bogel. Der Rat vergab in seiner jüngsten Sitzung Ingenieurleistungen für die Straßenplanung und Erweiterung der bebaubaren Flächen im Neubaugebiet Grabensöder.
Neu ist, dass die in diesem Gebiet befindliche Ausgleichsfläche bebaut werden kann. Sie wurde im Rahmen der Flurbereinigung verlegt. Das rechnet sich natürlich für die Gemeinde, da sie jetzt über mehr Bauland ohne größere Kosten verfügt. Falls Bedarf besteht, soll laut Ortsbürgermeister Arno Diefenbach die Erschließung schrittweise geschehen. In Sachen Feuerwehrgerätehausanbau kann es wie geplant zügig weitergehen; der Bau wird in Eigenleistung hochgezogen (die RLZ berichtete).
Der Rat vergab für 15 000 Euro die Dachdecker-  und Klempnerarbeiten. Schnell abgehandelt werden konnte auch der Tagesordnungspunkt Wartungsvertrag für die Lüftung der Mehrzweckhalle. Ein Nastättener Betrieb bekam den Zuschlag.   
Rhein-Zeitung vom 31.08.2009 (öl)

Ortschef Truber bei Dorffest verabschiedet

BOGEL. Im Mittelpunkt des Bogeler Dorffestes stand die Verabschiedung von Rainer Truber, der zehn Jahre lang die Geschicke der Gemeinde geleitet hat und nicht mehr für dieses Amt zur Verfügung stand. Sein Nachfolger Arno Diefenbach wurde gar nicht fertig mit dem Aufzählen, was Truber während eines Jahrzehnts an größeren Maßnahmen bewerkstelligt hat: Erneuerung der Orts- und Seitenstraßen, Flurbereinigung, Wege zum Friedhof und nach Ruppertshofen sowie die Einrichtung einer Streuobstwiese. "Das ist nicht zu toppen", meinte Diefenbach voller Anerkennung. "Es war eine schöne Zeit. Auch ich war zehn Jahre mit dabei."
Als Abschiedsgeschenk erhielt Truber eine Liege von der Gemeinde und von den Ortsvereinen eine passende Auflage dazu. "Wer zuerst kommt, liegt zuerst", meinte der neue Ortschef lachend an das Ehepaar Truber gerichtet.
Rolf Christmann, zuständig für die Dorfplanung, dankte Truber für die gute Zusammenarbeit. Den wohlgemeinten Grußworten schloss sich der Landtagsabgeordnete Frank Puchtler an.
Diefenbach hofft auf eine gute Zusammenarbeit mit dem Rat. "Nur mit einer guten Mannschaft ist man stark." Als weiteren Wunsch nannte er eine Rentnerband. "Interessenten können sich bei mir melden."
Letzte Amtshandlung von Truber war, den Zweiten Beigeordneten Raimund Krämer und die Ratsmitglieder Stephan Beilstein, Jürgen Göth und Ferdinand Ley zu verabschieden. Sie sind nicht mehr im Rat vertreten. Auch Arno Diefenbach überreichte er zur Verwunderung der Gäste eine Abschiedsurkunde. "Er ist kein Ratsmitglied mehr", fügte er erklärend hinzu. Truber: "Mir hat die Arbeit für die Gemeinde Spaß gemacht. Nochmals Dank an alle, die mitgeholfen haben, Bogel so zu gestalten, wie es heute ist.   

Rhein-Zeitung vom 28.07.2009 (öl)

Ortsgemeinde Bogel hat einen neuen Chef

Arno Diefenbach tritt die Nachfolge von Rainer Truber an - Ex-Bürgermeister lobt gutes Miteinander

BOGEL. Letzte Amtshandlung von Rainer Truber als Ortsbürgermeister von Bogel war es, in der konstituierenden Sitzung die Ratsmitglieder zu verpflichten und Arno Diefenbach als neuen Verwaltungschef zu vereidigen. Er beglückwünschte ihn zu diesem Amt und wünschte ihm allzeit eine gute Hand.
Damit sich Diefenbach allezeit Gehör verschaffen könne, überreichte er ihm die Ortsschelle. "Das geht auch so, die werde ich nicht brauchen", meinte er lachend. "Ich hätte nie gedacht, dass ich als Auswärtiger (ihn hatte es durch Heirat von Bernroth nach Bogel verschlagen) einmal Ortsbürgermeister in meiner zweiten Heimat werde. Ich verstehe es immer noch nicht."
Ehe Truber im Zuhörerraum Platz nahm, bedankte er sich beim Rat und der Bevölkerung für das gute Miteinander während seiner zehnjährigen Amtszeit. "Die Arbeit hat viel Zeit in Anspruch genommen, es war fast ein Halbtagsjob, sie hat mir aber viel Spaß gemacht."
Diefenbach wünschte Truber alles Gute im Ruhestand. "Die offizielle Verabschiedung erfolgt am Samstag beim Dorffest." Wie harmonisch auch der neue Rat zusammenarbeitet, spiegelte sich bei der Wahl der Vertreter des Ortsbürgermeisters wider. Uwe Holstein als auch Dr. Hartmut Fallen wurden einstimmig als Erster beziehungsweise Zweiter Beigeordneter in geheimer Wahl gewählt. Mit anhaltendem Beifall quittierten die Zuhörer das Ergebnis. Holstein versprach, soweit es ihm der zeitliche Rahmen ermögliche, den Aufgaben gerecht zu werden. Auch Fallen bedankte sich für das ihm entgegengebrachte Vertrauen. Namens des Rates sicherte er eine loyale Mitarbeit zu. "Es werden fünf erfolgreiche Jahre werden", davon gehe er aus. Bürgermeister Raimund Friesenhahns Aufgabe war es, die konstituierende Sitzung zu protokollieren und die Ernennungsurkunden auszufüllen. Sichtlich viel mehr Freude machte es ihm, der neuen Verwaltungsspitze von Bogel zur Wahl zu gratulieren. Mit der Beendigung der Sitzung war aber nicht Schluss. Diefenbach hatte noch zu einem Umtrunk eingeladen.   

(öl) in der Rhein Zeitung vom 20.07.2009

Bogel verabschiedet Gäste

BOGEL. Abschiede müssen nicht traurig sein, sondern können auch gefeiert werden. Das zeigten die Bogeler und ihre Gäste aus der französischen Partnergemeinde Couffé, die sich einige Tage lang in zu einem Freundschaftsbesuch in Bogel aufgehalten hatten. Die Gemeinden besuchen sich schon seit 24 Jahren gegenseitig.
Angefangen hat diese Freundschaft mit einem Austausch von Jugendlichen aus den Sportvereinen. Daraus entwickelte sich die Gemeindepartnerschaft, deren Motor auf der französischen Seite Daniel Pageau ist, während in Bogel viel Initiative von Robert Menz ausgeht. Die Gäste waren bei Bogeler Familien untergebracht.
Alle trafen sich zum festlichen Abschluss ihres Aufenthaltes in der Mehrzweckhalle zu einem Abendessen und einem Unterhaltungsprogramm, das die Familie Robert Menz, Ortsbürgermeister Rainer Truber und viele Helfer vorbereitet hatten. Der Abend geriet zu einem fröhlichen Fest. Außer den 56 französischen Gästen aus Couffé waren fünf Gäste aus der bulgarischen Stadt Gurkova mit dabei, eine Partnergemeinde von Couffé.
Wie gut der Wein schmeckt, wie schwer die Arbeit in den Weinbergen ist und wie schön die Städte am Rhein sind, das habe man in den vergangenen Tagen bei Ausflügen und einer Schifffahrt auf dem Rhein erlebt, sagte Truber, vor allem aber Herzlichkeit und Freundlichkeit. Vor und nach dem Abendessen bereicherten der Frauenchor unter der Leitung von Margarethe Reeves und der Männerchor unter der Leitung von Irina Kotykowa den Abend mit Liedern. "Meine Zeit steht in deinen Händen" war beispielsweise von den Damen zu hören, und die Herren besangen mit "Das Mädchen vom Lande" die Bogeler Weiblichkeit.
Die Gäste führten auf der Bühne einen Volkstanz nach bretonischer Musik vor und sangen über ihren Besuch, nämlich, dass sie in der schönsten Jahreszeit bei Wolken, Regen und Sonnenschein mit einfachem Gepäck gekommen seien, um aufrichtige Freundschaft zu erleben und zu pflegen. Die Herren vom MGV (mit einer Frau dabei) führten einen Löffeltanz auf, nicht ganz so spritzig wie ein Cancan, dafür sehr erheiternd. Später noch das in Szene gesetzte Lied "Im Garten sind die Pflaumen reif", mit dem die Herren viel Beifall ernteten.
Die Franzosen konnten sich überzeugen, dass auch ein deutscher Männerchor nicht nur ernsthaft ist, sondern auch über eine gute Portion Humor verfügt. "Magnifique" sagten sie, was "prachtvoll, großartig" bedeutet, bevor alle zu Musik in den nächsten Tag tanzten. Am nächsten Morgen hieß es Abschied zu nehmen.

Rhein-Zeitung vom 10.08.2008
Karl-Heinz Wolter

Deutsche Schutzhelme auf französischen Köpfen

BOGEL. Vor dem Bogeler Rathaus weht derzeit die Trikolore neben der Deutschlandfahne und dies aus gutem Grund. 57 Besucher aus der französischen Partnergemeinde Couffé sind derzeit im Dorf zu Gast. Dazu kommen noch fünf Bulgaren. Deren Heimatort Gurkovo ist ebenfalls mit Couffé "verschwistert".
Es wird viel gefeiert in diesen Tagen, doch da der Aufenthalt in Bogel ebenso informativ sein soll, besichtigen die Gäste auch öffentliche Einrichtungen. Bei der Feuerwehr etwa gibt es viel zu erfahren über Ausrückebereiche, im Aufbau befindliche Einsatzzentralen und standardisierte Notrufnummern.
Wehrführer Michael Dexheimer lässt die Bretonen gerne mal in eine Feuerwehrjacke schlüpfen und einen Schutzhelm aufsetzen. Später führt Arno Michel noch ein paar Wasserspiele mit dem Strahlrohr vor. Am Bogeler Löschgruppenfahrzeug, Baujahr 1992, stehen die Schubladen offen. Wandtafeln im Schulungsraum bieten weiteres Anschauungsmaterial. Mithilfe der Übersetzer entwickeln sich kleine Dialoge über Alarmierungswege, Brandschutzerziehung im Kindergarten oder das bekannte Bobbycar-Rennen der Bogeler Feuerwehr.
Etwas überrascht scheinen einige Franzosen zu sein, als sie erfahren, dass selbst auf Ebene der Verbandsgemeinde kein hauptamtlicher Feuerwehrmann tätig ist. Zuhause ist der Brandschutz anders organisiert, erklärt Daniel Pageau. In der nächsten Kleinstadt bestehe eine Feuerwehrkaserne, die für Couffé und einige andere Dörfer zuständig sei. Dort gebe es zwei Berufsfeuerwehrleute und viele Freiwillige. Aus Couffé engagierten sich rund 30 Bürger ehrenamtlich bei der Wehr, Auto und Gerätehaus besitzen sie aufgrund der Organisationsform nicht im eigenen Ort.
"Ende Juni ist ein Großfeuer in einem Bauernhof ausgebrochen", berichtet Pageau. Zudem gebe es auf der nahen Nationalstraße häufig schwere Unfälle.
Couffé liegt 30 Kilometer von der Großstadt Nantes entfernt, und wie die Einheimischen sagen, haben in den vergangenen Jahren zahlreiche Menschen die billigen Baugrundstücke im Umland schätzen gelernt. So sei die Einwohnerzahl auf 2300 gewachsen.
Bogel zählt lediglich 860 Bürger, die Einsatzabteilung der Feuerwehr umfasst aber stattliche 33 Aktive, 2 davon sind Frauen. Zwölf Jungen und Mädchen gehören der Jugendfeuerwehr an. Reich an neuen Eindrücken ziehen die Franzosen weiter, um mit Ortsbürgermeister Rainer Truber an der Spitze den Kindergarten und den Betrieb der Nassauischen Verkehrsgesellschaft in Augenschein zu nehmen.
Dann wird gegrillt und in den folgenden Tagen warten noch mehr Höhepunkte. Weinprobe, Ausflug, Schiffstour und ein großer Abschlussabend in der Mehrzweckhalle stehen auf dem Programm. Seit Juli 1984 besteht die Partnerschaft zwischen Bogel und Couffé schon und steuert damit auf ein silbernes Jubiläum im kommenden Jahr zu.

Rhein-Zeitung vom 06.08.2008
Thorsten Stötzer

Rhein-Zeitung vor Ort

Am 14. Mai 2008  war die Rhein-Lahn-Zeitung mit mehreren Reportern in Bogel. Die Gemeinde, die Vereine, die Gewerbetreibenden  und Hobbykünstler  hatten die  Möglichkeit  sich zu präsentieren. Mehr als 150 Bogeler  kamen  bei herrlichem Wetter  zusammen um den Reportern  bei der Arbeit zuzusehen. Alle Vereine wurden ausführlich interviewt samt aller Untergruppen. Bei kühlen Getränken und Bratwurst verging die Zeit leider sehr schnell. Berichte in der Tageszeitung in den darauffolgenden Tagen spiegelten noch einmal das rege Vereinsleben in Bogel wieder.